Mölln in alten Ansichten Band 1

Mölln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Flögel
Gemeente
:   Mölln
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3484-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mölln in alten Ansichten Band 1'

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49. In den Jahren 1858 und 1859 herrschte überall eine große Trockenheit. Auf dem Lande versiegten die Brunnen, das Vieh konnte nicht mehr getränkt werden und auch der Mühlengraben führte kaum noch Wasser. Das gab Anlaß zu Überlegungen die Wassermühle umzubauen. Man entschloß sich dann jedoch, eine ganz neue, mit Turbinen-Getriebe, zu bauen. Deshalb wurde dieser Bau 1863 abgebrochen und der Mühlenbach, der noch quer über den ganzen Platz und über den Hof von Willi Damm floß, zugeschüttet. Herr Dettmann hat uns mit diesem Bild den damaligen Anblick aufbewahrt.

Mö!ln i. L.

Am .11 iitüenteich

50. Am Mühlenteich begann schon immer einer der schönsten Spazierwege in die Urngebung Möllns. Zahlreiche Enten und Schwäne tummelten sich ständig auf dem Wasser. Ihnen wurde ein hübsches Schwanenhaus errichtet, das auch gern von ihnen angenommen wurde. Jenseits des Mühlenteichs begarm der Zickzack-Weg. Beiderseits mit dichten Hainbuchenhecken eingefaßt, führte er an zahlreichen Gärten mit herrlichen Obstbäumen vorbei zum 'Kindergarten'. Ein einstmals beliebter Spielplatz für Jung-Mölln. Heute ist daraus der Kurpark entstanden.

51. Auf dem Weg am Mühlengraben entlang zur Feldbäckerei waren überall hübsche Anlagen gestaltet. Treppen führten den Waldhang hinauf zur 'Waldlust' wo zu dieser Zeit häufig Kurkonzerte in der neuen Musikmuschel aufgeführt wurden. Linksseits haben zwei Möllner in ihren Eimern Wasser vom Alexanderbrunnen geholt. Er war von vielen Felssteinen eingefaßt, einige Stufen abwärts spie ein bronzener Rehkopf herrlich klares Wasser aus. Nur wenige vermochten vorüberzugehen ohne vom Quellwasser getrunken zu haben.

Möllil i, L.

Auf der Fe/.dbäckerei

52. Knorrige, alte Baumveteranen traf man auf allen Wegen in und um Mölln. Diese riesige Buche auf der Feldbäckerei war mit einer Ringbank umgeben und lud zum Niedersitzen ein. Sie war Zielpunkt vieler Spaziergänge und ein gern gewählter Treffpunkt für Verabredungen. Das riesige, dichte Blätterdach ließ kaum Regen durch und bot zahlreichen Vögeln Nistgelegenheit.

53. Auch in der Birkenallee, dem heutigen Birkenweg, stand kurz vor dem Kurhaus dieser gewaltige Baum. Eine Gaslaterne und mehrere Bänke standen unter seinem Dach. Die Stadtoberförsterei war, wie um jeden Baumveteranen, auch um ihn sehr besorgt. Damit Wanderer und Spaziergänger nicht durch etwa herunterfallende größere oder trockene Äste verletzt werden könnten, wurden diese mit starken Eisenbändern und Klammern gesichert.

Mölln i. Lbg.

Bremische Heilstätte

54. Wo in dem heutigen Birkenweg das Sanatorium 'Föhrenkamp' der Bundesversicherung für Angestellte steht, war ursprünglich das Möllner Kurhaus. Ein herrlicher Prachtbau, der um die Jahrhundertwende entstand. 1920, Kurgäste gab es seit Jahren nicht mehr, kaufte der Staat Bremen das Kurhaus von Heinrich W.F. Haishahn und richtete an seiner Stelle ein Sanatorium für Lungenkranke, die 'Bremische Landesheilstätte' dort ein, Später erwarb der leitende Chefarzt, Prof. Sachse, das Sanatorium. Zu der Zeit veränderte sich das Haus äußerlich zu einem schlichten Zweckbau, bis nach restlosem Abbruch dann am 3. November 1967 das Sanatorium Föhrenkamp eingeweiht werden konnte.

SS. Benachbart dem Möllner Kurhaus stand auf demselben Grundstück bis 1965 das Birkenhaus. Es diente als Gästehaus für Kurgäste, die zu Trinkkuren nach Mölln gekommen waren. Bereits 1892 hatte man dreitausend Logiergäste und zwanzigtausend Passanten gezählt, die einmal der schönen, beruhigend wirkenden Landschaft wegen, besonders aber wegen der Heilwirkung der Hermannsquelle nach Mölln gekommen waren. So war es in Seelig's Touristenführer aus dem Jahre 1894 zu lesen. Um den Frerndenverkehr zu fördern, hatte sich bereits ein Konsortium zur Errichtung von Kurbetrieben gegründet.

56. Im Jahre 1881 entdeckte der Stabsarzt DI. Hermann J akubasch, Militärarzt bei der damals in Mölln in Garnison liegenden Abteilung der 24. Artillerie, die Hermanns-Quelle mit dem bekarmten hervorragenden Mineralwasser. Dem stahlhaltigen Wasser wurden allerlei Heilwirkungen zugeschrieben. Es wurde den Kurgästen in Trinkkuren verabfolgt und als Heilwasser in alle Welt verschickt. Bereits 1890 lieferte die Mineralwasser-Fabrik Gustav Ehrhardt als Pächter der Hermanns-Quelle über 300 000 Flaschen aus.

57. Mit der Entdeckung der Herrnanns-Quelle war Möllns Weg als Kurort gefestigt. Am 24. Mai 1902 wurde der Verband Schleswig-Holstein-Lauenburgischer Bäder und Sommerfrischen gegründet, die Stadt Mölln gehörte von Anfang an dazu. Die Hermanns-Quelle wurde verpachtet. Eine strohgedeckte Schutzhütte war errichtet worden, von dort aus führten einige Stufen zur eigentlichen Quelle hinab, wo das Wasser aus einem künstlichem Felsen sprudelte. Anfangs wurde das Mineralwasser mit Pferd und Wagen zur Fabrik G. Ehrhardt gefahren, später wurde eine Extra-Leitung in die Brauerei Gebr. Waechter verlegt und dort das berühmte Mineralwasser 'Perle von Mölln' viele Jahre hindurch hergestellt.

Mölln i. Lbg.

Birkenweg

58. Ein schmaler Weg, zwei tiefausgefahrene Fahrspuren, beiderseits dicht mit Birken bestanden, so bot sich der Weg zur Waldhalle den Besuchern dar. Er trug zu Recht den N amen 'Birkenweg' . Dagegen hieß der heutige Birkenweg beim Sanatorium Föhrenkamp 'Birken-Allee'. Seine frühere Einsamkeit hat der Birkenweg verloren, zahlreiche Besucher suchen über ihn die Waldseen auf. Nach Süden hin grenzt der Birkenweg das Wildfreigehege ab, aus dem engen Sandweg ist in der Zwischenzeit eine ausgebaute Autostraße geworden.

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