Mölln in alten Ansichten Band 1

Mölln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Flögel
Gemeente
:   Mölln
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3484-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mölln in alten Ansichten Band 1'

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59. Diese 'Partie an den Dämmen' wurde um die Jahrhundertwende aufgenommen. Gemächlich und sorgsarn geht der Fischer in seinem Flachkahn die ausgestellten Netze kontrollieren. Mühlengraben und Pinnau waren sehr fischreich. Die Gewässer wurden verpachtet, dafür übernahmen die Fischer den Schleusenund Wehrdienst von der Schafbrücke an, damit der Wasserstand für die Stadtmühle geregelt blieb. Für zahlreiche Wasservögel war hier ein vorzügliches Brutgebiet.

Mölln i. lbg. Partie an den Dlmm<n.

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Am Mühlengraben

60. Ganz besonders reizvoll ist auch heute noch das Gebiet zu beiden Seiten des Mühlengrabens. Wo jetzt im 'Forsthaus am Wildpark' Gäste herzlich willkommen geheißen werden, stand vormals der verwinkelte Fachwerkbau der Gärtnerei Hennicke. Dorthin schaut auch von seinem Platz am hölzernen Brückengelände der kleine junge in seinem Sonntagsstaat. Von den Hosen wußte man nicht, waren sie lang oder waren sie kurz, sie reichten bis zur halben Wade. Dazu auf dem Kopf ein flacher Strohhut.

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61. Wer um den Hegesee herum zur Waldhalle fährt, hätte, sich etwa beim SonnenbadPinnautal umschauend, vor gut siebzig Jahren diese Aussicht erleben können. Die freie Fläche im Vordergrund ist längst von Kiefern bestanden. Auch auf den Dämmen ist kein freier Überblick mehr gegeben. Über den Hegesee hinweg ist ganz rechts das MilitärGenesungsheim des IX. Armeekorps zu erkennen, direkt unter dem Heidberg. Von dort nach links zum Schulsee hin, auf die Stadt zu, liegen die großen Scheunen der Ackerbürger.

Möllner Stadt-Kapetle

62. Der rege Kurbetrieb in Mölln bereicherte auch das Kultur- und Musikleben in der Stadt. Unter der Leitung von Wilhelm Bisping gab es für die Kurgäste und die Möllner Einwohner häufig Kurkonzerte in den Ausflugslokalen oder im Grundlosen Kolk. Bei allen Veranstaltungen in Mölln war es ganz selbstverständlich, daß die fünfzehn Mann starke Stadt-Kapelle mit dabei war. Nebenher gab der Kapellmeister Wilhelm Bisping auch noch Musikunterricht an Privatschüler, späterhin wurde dies sogar sein Haupterwerb. Diese Aufnahme der Möllner Stadt-Kapelle stammt aus dem Jahre 1910.

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63. Oftmals spielte in dieser Musikmuschel die Möllner Stadtkapelle auf. Dicht gedrängt bewegten sich die zahlreichen Besucher und Zuhörer auf den Waldwegen und 'Promenaden' im Grundlosen Kolk. Einmal im Jahr wurde der Kolk zur Märchenlandschaft. An den Hangen leuchteten Burgen und Windmühlen aus dem Waldesdunkel heraus und im Tal glühten 'Bengalische Feuer', kleine Stände mit Eis und Süssigkeiten hatten ihren Platz hinter der Musikmuschel. Dies war dann - organisiert vom Verkehrsverein die 'Italienische Nacht'.

64. Die Entwicklung zum Kurort entfachte besonders die Fantasie des rührigen Verkehrsvereins. Während des Sommers kamen wohl genügend Gäste, doch in den langen Wintermonaten fehlten sie. Deshalb wurde als besondere Attraktion zur Belebung der WinterSaison eine Rodelbahn gebaut. Ihre Einweihung im Winter 1912/13 war ein ganz großes Wintersportereignis. Sogar Sonderzüge der Lübeck-Büchener-Eisenbahngesellschaft wurden eingesetzt und brachten Rodelbegeisterte Gäste aus Hamburg und Lübeck hierher.

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65. Über mangelnde Beteiligung konnten die Erbauer der Rodelbahn wirklich nicht klagen. Wollte man eine Pause einlegen oder war ungünstiges Wetter, bot eine schmucke Schutzhütte oben am Startplatz der Rodelbahn Schutz. Jetzt finden wir immer noch zahlreiche Besucher an der Rodelbahn, doch sie dient nicht mehr dem Wintersport. Sie wurde mit in das Wild-Freigehege einbezogen, an der einen Seite befinden sich jetzt die Wildschweinausläufe und über die einstige Rodelpiste hinweg wechseln Dam- und Muffelwild.

66. Mit zunehmenden Fremdenverkehr wurde auch mancher bisherige Besucher oder Kurgast hier für immer seßhaft. So entstanden immer mehr elegante Villen am Mühlengraben. Auch der Kommerzienrat Heinrich Langhans, dessen Herz immer noch an seiner Geburtsstadt Mölln hing, ließ sich hier nieder, Ein großes Landhaus mit einem prachtvollem Park zum Wasser hin entstand für ihn in der Villenstraße 9. 'Qui si sana' nannte er sein Haus. Heute ist daraus das Hamburg-Süd-Ferienheim geworden.

Mölln

L - Villen-Partie am Heidoerg

67. Die Bauplätze im Grünen vor der Stadt wurden um die Jahrhundertwende immer mehr nachgesucht. Hübsche Villen mit Erkern und Türmchen entstanden zwischen dem Bauhof und der Hermanns-Quelle. Ein Bliek vom Heidberg über den Schulsee hinweg auf den Klüschenberg zeigt uns einen Ausschnitt bei der Kaiser-Friedrich-Straße. Diese Aufnahme entstand etwa 1905. Sieben Jahre später wurde neben der Villa oben rechts, früher Prof. Sachse, der Wasserturm gebaut.

68. Adam und Eva am heiligen Bach. Zwei mächtige Baumriesen als Zeugen der Vergangenheit, wie sie in den Wäldern in und um Mölln herum häufiger zu finden waren. Links, die Eiche, Adam genannt, steht auch heute noch knorrig und kernig wie eh und jeh. Die Buche, rechts jedoch, Eva mit Namen, wurde ein Opfer ihres hohen Alters. Auch aus der hölzernen Brücke über den heiligen Bach hinweg ist inzwischen eine aus Beton geworden. Viel mehr Leben ist hier eingekehrt, denn einige hundert Meter diesen Weg entlanggewandert gelangt man zum Freibad Rolands-Eck,

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