Münsingen in alten Ansichten

Münsingen in alten Ansichten

Auteur
:   Senioren-Arbeitskreis der Volkshochschule
Gemeente
:   Münsingen
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1789-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Münsingen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Im Ersten Weltkrieg wurden bei Münsingen drei Gefangenenlager angelegt: Herbst und Winter 1914 das Lager I am Südhang des Gänsewag, das Lager II im Sommer 1915 auf einem von der Stadt unentgeltlich überlassenen Gelände von 16 Hektar (auch in Münsingen gab es damals Patrioten!) an der Straßengabel Auingen-Mehrstetten, dort, wo sich heute die Herzog-Albrecht-Kaserne befindet. Das Lager wurde sofort mit deutschen Truppen belegt. Von einem Angehörigen des hier aufgestellten WÜIttembergischen Gebirgsbataillons stammen die Zeilen: Mûnsingen, gedenk' ich deiner.] Liegt's wie Alpdruck auf dem Herzen.] Klebt's wie Lehmpapp an den Füßen,! Wird's sibirisch mir zumut'. ...

30. So war das Münsinger Freibad in den zwanziger Jahren. Als das neue Bad im Steinbruch in Betrieb genommen wurde (um 1938) blieb dieses hier Militärschwimmbad. Heute befinden sich an dieser Stelle Parkplätze für das schöne moderne Freibad. Solange das Zementwerk im Steinbruch Steine brach, wurden die Schwimmer, wenn Sprengungen bevorstanden, mit Homsignalen aus dem Wasser gejagt,

?..

... ..

31. Stadtansicht von Nordosten mit Bliek auf die Obstanlagen vor dem Ziegelwäldle (um 1929). So wie hier an der Straße nach Trailfingen standen damals an allen Landstraßen Äpfel- und Birnenbäume, deren Ertrag als Mostobst versteigert wurde.

32. Die Aufnahme von 1911 zeigt die obere Linde mit dem letzten einzeln stehenden Haus am südlichen Stadtrand. Die Linde selbst, ein Naturdenkmal, 400 bis 450 Jahre alt, konnte trotz aller Bemühungen der Stadt nicht gerettet werden. Heute prägen moderne Wohnsiedlungen und Kinderspielplätze das dortige Landschaftsbild. An die obere Linde erinnert nur noch ein Straßenname. 'Mädla, do draußa hört d'Welt auf, kehret no om!' sagte ein Einheimischer zu vier jungen Lehrerinnen noch im Jahr 1937.

33. Auf dem Bühl stand neben dem Schuhgeschäft eines der drei Backhäuser; die anderen beiden standen in der Brunnenstraße und beim Waschhaus hinterm 'Lamm', Jeden Tag um 13 Uhr verlosten die Backhausfrauen die Backzeiten für den nächsten Tag. Die Hausfrauen kamen mit Reisigbüscheln, Teigschüsseln und Backgerät. Solange das Schwarzbrot im Ofen war, wurde Schärrkuchen (flache Fladen mit Schmalz, Kümmel und Salz) und eventuell Kleingebäck vorbereitet. In den Hauptstoßzeiten (vor Weihnachten, Konfirmation, und so weiter) ging der Backbetrieb weit über Mitternacht hinaus - deshalb mußte auch um die Reihenfolge gelost werden. Die Wartezeiten gaben den backenden Hausfrauen beste Gelegenheit zu freundnachbarlichen Gesprachen.

34. Eines der stattlichsten der 24 Gasthäuser war die 'Krone', Rechts vom Haupteingang befand sich das erste Münsinger Poststüble. Die großen Türen ftihrten in den gewölbten Keller, denn zum Gasthaus gehörte eine Brauerei. Die Wirte gehörten zu den reichsten Bürgern des Städtchens. Sie verliehen Geld gegen Zins und fühlten sich hoch erhaben über Lehrer und solche geringen Leute, etwa bei der Auswahl ihrer Schwiegersöhne. Der soziale Abstand zwischen der 'Herrschaft' und den Knechten und Mägden war so groß, daß zum Beispiel die Eier in den Pfannkuchenteig erst gerührt wurden, wenn die Pfannkuchen für das Gesinde bereits weggebacken waren.

35. Am unteren Tor stand einst das heute abgebrochene Gasthaus 'Zum Lamrn', Rechts im Hintergrund sind Farrensta1l und Feuerwehrmagazin an der Straße nach Urach erkennbar. Unverändert steht heute noch das von Maler Bückle erbaute Jugendstilhaus (links im Bild).

36. Eines der schönsten Fachwerkhäuser, eines der ältesten Häuser überhaupt, ist der Gasthof 'Zur Post'. Zur Zeit der Postkutschen war hier der Pferdewechsel, daher die großen Stallungen. Nach 1895 sorgte der Posthalter Rath mit seinen Pferden für eine regelmäßige Verbindung zwischen Stadt und Truppenübungsplatz. Stadteinwärts ist der Gasthof 'Zum deutschen Kaiser' - heute Tanzcafé Fingerle - erkennbar. Die Wirte gehörten zu den reiensten Bürgern des Städtchens, Sie verliehen Geld gegen Zins und fühlten sich noch erhaben über Lehrer und solche geringen Leute, etwa bei der Auswahl ihrer Schwiegersöhne, Der soziale Abstand zwiscnen der 'Herrschaft' und den Knechten und Mägden war so groß, daß zum Beispiel die Eier in den Pfannkuchenteig erst gerührt wurden, wenn die Pfannkuchen für das Gesinde berelts weggebacken waren.

37. Die Werkstätten der Handwerker - zum Beispiel der Schmiede und Wagner - waren der Straße zu nur durch große Torflügel abgeschlossen. Die Familie Bückle stammt aus Trailfingen und hat sich in Münsingen weit verzweigt. Das Schmiedehandwerk schien eine zeitlang vom Aussterben bedroht und hat heute durch den Pferdesport wieder neuen Aufschwung genommen. Im Vordergrund rechts steht das seltene Exemplar eines Holzpfluges mit eisernem Streichbrett.

???? 1-:'-

- -

--

.?

38. In dem Gebäude der Flaschnerei Grotz, an der Staffel, die zum Haupteingang der Martinskirche führt, befindet sich heute die Filiale der Kreissparkasse. Das Haus wurde sehr gut renoviert, das alte Fachwerk ist schön herausgearbeitet. Rechts im Bild sind ein paar Fenster von der Nordseite des Alten Rathauses zu sehen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek