Montabaur in alten Ansichten

Montabaur in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Montabaur
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1907-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Montabaur in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Auf der gegenüberliegenden Seite der Peterstorstraße befand sich bis vor kurzem das Gebäude der um die Jahrhundertwende errîchteten Kreisblatt-Druckerei Sauerborn. Durch den Abriß dieses eliarakteristischen Bauwerkes, an dessen Stelle ein scheußlicher Neubau getreten ist, verlor Montabaur einen markanten Winkel von bemerkenswertem städtebaulichem Reiz, Das Foto wurde 1911 aus Anlaß des fünfzigjährigen Bestehens der Druckerei Sauerborn aufgenommen und zeigt unten von lînks: Dommermuth, Wermerskîrch, E1îsabeth Sauerborn, Georg Sauerborn, Maria Sauerborn verheiratete Lehmler, Martin Flock und Heibel. Oben: Heinrich Roth.

20. Östlich der Peterstorstraße beim Friedhof erstreckt sich ein Neubaugebiet. An der jetzigen Gartenstraße hatte man nach dem Ersten Weltkrieg diese fünf 'Serbenhäuser' erbaut. Sie waren als Reparationsleistungen an Rumänien gedacht, wurden aber nicht abgerufen. Die Stadtverwaltung überwies die Wohnungen an Bedürftige. In den sechziger Jahren verseliwand das eigentümliche Ensemble spurlos.

Hermaan Etgendort

.?.

I

-.

®berdirc!ljlraße

21. So nahm sich um die Jahrhundertwende der Bliek von 'Thewalts Eek' zur Oberen Kirchstraße aus. Links ist der Zaun von Schneiders Garten, wo spater der Gesellenverein seine Gartenwirtschaft (seit 1906) und dann seinen Saalbau (seit 1921) betrieb, die beide 1976 dem modernen 'Haus Mons Tabor' weichen mußten. Daran schließt sich das Gasthaus Eigendorf an, in dessen Gebäude bis 1884 die Postpferde untergestellt wurden. Gegenüber liegt das alte Gymnasium, dessen Vorbau 1838 zunächst für die Volksschule errichtet worden war und 1894-1896 ostwärts erweitert wurde. Heute befinden sich darin Büros des Finanzamtes.

22. Unter Direktor Dr. jur. et phil. Melchior Thamm erreichte das Gymnasium mit 300 Schülern seinen Höhepunkt vor dem Ersten Weltkrieg. Anläßlich der Sedanfeier 1907 wurde eine eigene Turnhalle in der Gelbachstraße eingeweiht. Gleienzeitig beging man das erste 'Studierierinnerungsfest' und gründete den 'Verein ehemaliger Schüler', Das Foto zeigt das Lehrerkollegium nach 1904. Unten von links:

Wilhelm Eisel, August MaßfeIler, Lückenbach, Melchior Thamm, Anton Marx, Wurm und Becker. Oben: ein Unbekannter, Johannes Ebert, Leopold Reuß, ein Unbekannter, Regens Ludwig, Ludwig Walters, August Christe und Strüdter. Am Fenster steht der Pedell Herbom.

23. Von 1893 bis 1919 war Anton Herborn Pedell des Gymnasiums. Richard Holtz, der seit 1916 die Schule leitete, verabschiedete vor versammelter Schülerschaft den fleißigen Hausmeister, der 1928 in Montabaur verstarb. Neben dem Direktor steht Prof. Johannes Ebert. Die Schüler tragen zum Teil ihre schwarz-weiße 'Dienstmützen', die unter Direktor Thamm eingeführt worden waren.

24. Höhepunkt im Schulleben war und ist vielleicht noch das bestandene Abitur. Das Foto zeigt die Abiturientia 1921. Die Lehrer sind ven links: Studienrat Anton Jäger, Prof. Dr. Ludwig Walters, Prof. Heinrich Beeker, Gyrnnasialdirektor Dr. Richard Holtz, Prof. DI. Anton Marx, Prof. Johannes Ebert und Dr. Joseph Kron. Die Abiturienten in gleicher Reihefolge: Ludwig Falkenstein, Joseph Leuthner, Felix Brandenburger, Felix Buse, Klaarmann, Valentin Rumpf, Georg Loos und Josef Kalb. Im überwiegend katholischen Montabaur registrierte man damals noch, daß Falkenstein Jude und Rumpf evangelisch war.

25. Die Abiturienten des Jahres 1925. Vorne sitzend von links: Heinrich Schwickert aus Oetzingen, Walter Kalb, Josef Schönberger aus Heilberscheid, Adolf Mohr aus Rüdesheim und Paul Humm aus Geisenheim. Hinten stehen von links: Eduard Bleutge aus Nastätten, Willi Lehnartz vom Fressenhof bei Ochtendung und Ferdinand Ebert. Kalb und Ebert stammen aus Montabaur. Man spürt, wie weit das Einzugsgebiet der Schule gewesen ist. Die auswärtigen Schüler wohnten im bischöflichen Konvikt (vergleiche Nr. 6) oder hatten in Bürgerfamilien Aufnahme gefunden.

26. Unweit des alten Gymnasiums befand sich an der Stelle des scheußlichen Neubaues, in dem zur Zeit ein Teil des Finanzamtes untergebracht ist, eine zweite überörtlich bedeutende Bildungsanstalt, das Königliche Lehrerseminar. Dernbacher Schwestern hatten nach 1868 hier eine Mädchenschule erbaut, in die 1880 das vorher im Schloß untergebrachte Seminar einzog. 1901 wurde der Bau um einen Ostflügcl erweitert, in dem Schlafsaal, Bäder und Aula eingerichtet waren. Ungefähr acht Jahre später entstand diese Aufnahme, auf der im Vordergrund Frau Julie Kadesch und ihre Tochter Mathilde (später verheiratete Bellinger) zu erkennen sind,

27. Der bedeutendste Leiter des Lehrerseminars war der vielfach ausgezeichnete und wissenschaftlich bis heute anerkannte Joseph Kehrein. Adolf Kühne aus Berlin schuf ihm ein Denkmal, auf dessen Sockel zu lesen ist: Dem unvergeßlichen Lehrer! Dankbare Schüler, Freunde, Gönner und Verehrer, 16. September 1901. Auf dem Granitblock stehen auch die Lebensdaten des Montabaurer Ehrenbürgers: geb. 20. Oktober 1808 zu Heidesheim, gest. 25. März zu Montabaur, Seminardirektor in Montabaur vom 16. Januar 1855 bis25. März 1876. 1926 wurde vor das Denkmal ein Gedenkstein an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Seminaristen und Lehrer gesetzt, Beide Monumente hat man aus dem Gebück hinter der Kirche mittlerweile entfernt und an der Kirchstraße aufgestellt.

28. Zur Erinnerung an den 'Olymp' ließen 1904/05 Seminaristen dieses Foto anfertigen. Seit 1901 hatten neue Bestimmungen die Lehrerausbildung der modernen Zeit angepaßt. Der letzte Seminardirektor Hölscher hat vor allem dafür gesorgt, daß manche altmodischen Fesseln abgestreift wurden. Doch muß bei der Beurteilung der Zustände im alten Seminar zu Montabaur immer berücksichtigt werden, daß zu allen Zeiten die Heranbildung der Lehrer aufs stärkste den Absichten und Ansichten der jeweils vorherrschenden politischen Kräfte ausgesetzt ist.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek