Montabaur in alten Ansichten

Montabaur in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Montabaur
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1907-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Montabaur in alten Ansichten'

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69. Tanzstundenerinnerungen weckt dieses Foto. Jeweils von links sieht man in der vorderen Reihe sitzend: Otto Müller, Johanna Pehl, Toni Helm, Thekla Gerz, Gustav Hof, Leni Henritzi und Peter Kunst. Hinter ihnen in der zweiten Reihe: Klara Leicher, Otto Wagner, Loni Kuhl, Hermann Stendebach, Hilde Foß, Walter König, Elli GeIZ, Willy Schmidt, Johann Scheidt, Reinheld Kirsch und Toni Pehl. Letzte Reihe: Clara Kolombel, Kurt Schneider, Maria Stendebach, Eduard Christe, Elisabeth Philippi, Peter Helm, Martha Thull, Heinrich Philippi, Adele Schneider und Paul Hammerstein.

70. Zum hundersten Todestag von Pestalozzi inszenierte Studienrat Gut das Stück 'Lienhard und Gertrud'. Jeweils von links sieht man ganz hinten: Willy Burg, Tillmann aus Welschneudorf, Haraid Beier und Wolfgang Kleinert. Mitte: Franz Kreiling aus Ransbach, Twelker, Walter Tries aus Ötzingen, Wagner aus Berod, W. Kissel aus Schwalbach, Franz Franck aus Ransbach, Hubert Klersy sen., Holler, Walter Kilbinger, August Gehling und Entlein aus Goldhausen. Vorne 'Mutter mit Kindern': Gertrud Ebert mit Hertha Frank und einern Unbekannten.

71. Zum siebenhundertjährigen Todestag des Franz von Assissi führte der katholische Gesellenverein das Spiel 'Der Herold des großen Königs' auf, das der Fuldaer Franziskaner Hippolytus Böhlen verfaßt hatte. Zur Erholung machte das Ensemble eine Leiterwagentour nach Weroth. Vorne stehen von links:

Nikola Kespe, unbekannt, Richard Heissner, August Kunst und Josef Gleichmann. Auf dem Wagen sitzen in gleicher Reihenfolge: Frau Heisser geborene Sack, Sanner, Gretel Kalb, Glückmann, Meudt, Gertrud Ebert, August Kindel und Josef Schwickert.

72. Die 'Fassenacht' hat in Montabaur immer eine besondere gesellschaftliche Rolle gespielt, worin der rheinische Einfluß deutlich wird. Diese kesse Prinzengarde stellte sich 1929 dem Fotografen. Von links sind zu sehen: Frau Wahl, Lisbeth Kalb verheiratete Gries, Berta Kutting, Friedel Hermes verheiratete Schardt, Lotti Hermes verheiratete Burg, Mie Schardt verheiratete Jung und Irma Quirmbach verheiratete Bodmann. Zur leichteren Identifizierung sind wie in ähnlichen Fällern die Ehenamen mit angeführt, auch wenn die Personen zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht verrnählt waren.

73. Einen glanzvollen Höhepunkt im Festreigen der Stadt stellte zweifellos die Tausendjahrfeier im Jahre 1930 dar, die unter großer Anteilnahme des ganzen Nassauer Landes begangen wurde. Ludwig Nüdling hatte eigens ein historisches Theaterspiel verfaßt mit dem Titel 'Montabaur in Glück und Ehr', das auf dem Seminarplatz seine Uraufführung erlebte. Anläßlich einer Totenehrung auf dem Friedhof gelang dieser Schnappschuß einiger Hauptdarsteller. Von links: Ilse Freitag, Adele Nink geborene Stasiewski und Jean Nink.

74. Alljährlich am ersten Sonntag im August begehen die Montabaurer ihre Kirmes. Aus dem ursprünglichen Kirchweihfest hat sich ein regelrechtes Volksfest entwiekelt. Wie das Foto aus den zwanziger Jahren zeigt, gehörte dazu unbedingt ein Zug der Burschen und Mädchen, die als 'Kirmestracht' das Westerwälder Bauernkleid anlegten. Auf dem Juxplatz, der heute steril Konrad-Adenauer-Platz heißt, sorgten herurnreisende Schausteller für Abwechslung. Die Aufnahme gestattet darüberhinaus auch einen Bliek in jenen Teil der Kirchstraße, der durch die Bombenangriffe schwer betroffen war.

75. Geschichtliche Wahrheit ist, daß auch in Montabaur die neue politische Irrlehre gedankenlose Mitläufer wie überzeugte Anhänger fand. Zum 1. Mai 1933 versammelte man sich mit Kreisleiter Koch und SA-Chargen auf dem Juxplatz ('Amtsmannsgarten') zur Kundgebung. Ebenso wahr aber ist auch, daß sich entschiedener Widerstand regte, angefangen vom Bürgermeister, den die Nazis des Amtes enthoben und inhaftierten, bis zu zahlreichen aufrechten Handwerkern und Arbeitern, den Machthabern das Herrschen erschwerten, wo es nur eben ging.

76. Die alte Ansicht vom Schloß zum Stadtkern hinab zeigt, wie sehr gerade dem Zentrum Gewalt angetan worden ist, Versagen wir uns im Augenblick ein abschließendes Urteil! Erst in Zukunft wird sich erweisen müssen, ob die Verluste an alter Bausubstanz, an freier Landschaft und an naturnahen Lebensräumen innerhalb des Stadtbereiches wirklich geeignet waren, unsere Umwelt humaner werden zu lassen. Besitzen die Menschen in den ausufernden Wohnsiedlungen nochjene gemeinsamen Bezugspunkte, wie sie von unseren Vorfahren etwa am Markt, auf dem alten Juxplatz, am Schloß oder in den Kirchen erlebt wurden?

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