Moormerland in Großmutters Zeit

Moormerland in Großmutters Zeit

Auteur
:   Rita Badewien
Gemeente
:   Moormerland
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4976-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Moormerland in Großmutters Zeit'

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Moorml!rland

in Brnßrnutters Zl!it

van

Rita und Thomas Badewien

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

EINLEITUNG

Wie sah Moormerland vor neunzig Jahren aus? Welche Kleidung wurde getragen? Wie wurde gearbeitet und gelebt? Wie verbrachten die Kinder ihre Freizeit? Wer gehörte zu welchem Verein? Wer ging in welchem Ort zur Schule? All dies spiegelt sich im Band 'Moormerland in Großmutters Zeit' wider. In neunzig Jahren hat sich viel verändert. Dieses Buch möge bei der älteren Generation viele Erinnerungen wachhalten und bewirken, daß sie beim Betrachten der vielen Schulfotos und Gruppenbilder sagen: 'Ach ja, so war es!' Den jüngeren Moormerländern zeigt das Buch auf, wie es in den Dörfern und Fehnen um die Jahrhundertwende ausgesehen hat. Sie sollen sich 'in die gute alte Zeit' versetzen können. Beim Betrachten des Buches wird man Bilder von Kanälen und Wegen finden, die heute einen ganz anderen Anblick bieten. Aber auch Häuser und Mühlen stehen heute nicht mehr oder nur noch in stark veränderter Form.

Der Ort Moormerland hat ca. 19 500 Einwohner und eine Gesamtfläche von 122 qkm und ist durch die Gebietsreform am 1. Januar 1973 aus folgenden elf Ortschaften entstanden: Boekzetelerfehn, Gandersurn, Hatshausen, Jheringsfehn, Neerrnoor, Oldersum, Rorichum, Terborg, Tergast, Veenhusen und Warsingsfehn. Diese Ortschaften waren ehemals selbständige Gemeinden mit eigenständigen Schulen. Die einzelnen Orte sind zu unterschiedlichen Zeiten entstanden und haben somit ihre eigene Geschichte:

BOEKZETELERFEHN hat seinen Ursprung in dem BoekzeteIer Kloster, welches gegen Ende des 12. Jahrhunderts von dem Benediktinerorden gegründet wurde. Paul Harsebroek gründete 1647 das Fehn. GANDERSUM wurde um das Jahr 1000 als Gondrikshem von den Administrationsmönchen der Abtei Werden an der Ruhr in ihren Güter- und Heberegistern geführt. Diese Listen dienten zur Kontrolle, damit die Klöster die zu zahlenden Abgaben von den friesischen Landen auch erhielten. In Gandersum ist der bedeutende Heimatforscher OUo Galama Houtrouw geboren. HATSHAUSEN, mit dem Ortsteil Ayenwolde, wird bereits 1439 urkundlich erwähnt. 1783 vereinigten sich die Kirchendörfer Ayenwolde und Hatshausen zu einer Kirchengemeinde.

JHERINGSFEHN führt seinen Namen auf Sebastian Eberhart Jhering zurück. Im Jahre 1641 gründete Paul Harsebroek das Fehn, und ab 1742 verwaltete Sebastian Eberhart Jhering dieses. 1754 gab der 'Fehnherr' dem Fehn seinen Namen Jheringsfehn. Am 21. März 1864 erhielten die Gemeinden Jherings- und Boekzetelerfehn ihre eigene Kirche.

NEERMOOR wurde um 1409 Nymramore oder Edenramora genannt; aus dem späteren Edermoer oder Edermoor, Nedermoor ist der Name Neerrnoor entstanden. Urnenfunde lassen darauf schließen, daß der Ort in vorchristlicher Zeit schon besiedelt war.

OLDERSUM, sehr günstig an der Ems gelegen, wird

urkundlich im Jahre 1381 unter dem Namen Oldersen erwähnt. Vermutlich wurde Oldersum aber schon im 7. bis 8. Jahrhundert n.Chr. besiedelt. Für die Reformation in Ostfriesland haben in Oldersum bedeutsame Verhandlungen stattgefunden.

RORICHUM, ein sehr altes Bauerndorf, in dem die Kirche den Mittelpunkt bildet, wurde auf einer Warft gebaut. Schon 1357 gab es ein Gotteshaus im Dorf. Aktenkundig ist Rorichum seit 1000 unter dem Namen Rarughem; später wird Rorichum in Urkunden als Rarchum, Rarichum oder Rorechum bezeichnet.

TERBORG, die kleinste Gemeinde von Moormerland, die kurz vor der Gebietsreform im Jahre 1971 nur 129 Einwohner und 36 Wohnhäuser zählte, ist sicher schon eine alte Gemeinde.

TERGAST hieß um 1400 Thyadmaragast. Die natürliche Erhebung, der Geestrücken, auf dem sich der Ort angesiedelt hat, bot Schutz vor den Sturmfluten, als noch keine Deiche gebaut waren. Die reformierte Kirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Am 12. März 1536 starb Ulrich von Dornum, Häuptling von Oldersum, in Tergast auf der Sieve.

VEENHUSEN, mit der alten Kirche, die ursprünglich in Osterwinsum gestanden hat, wurde um 1435 in den Registern der Münstersehen Pfarren als Tortamara geführt. Veenhusen entwickelte sich langsam nach Osten zum Moor hin. Heute befindet sich das Zentrum im Ortsteil Veenhusen-Kolonie.

W ARINGSFEHN ist von der Einwohnerzahl her der größte Ortsteil des neuen Moormerlands. 1736 gründete Dr. Gerhard Warsing das Fehn. Die Anfänge der Kultivierung des Moores lagen in dem Ortsteil Rorichmoor.

Allen, die mir Bilder zur Verfügung stellten und mit Angaben behilflich waren, möchte ich für ihre Mühe danken, ganz besonders Herrn Jann de Buhr aus Veenhusen. Viel Freude beim Betrachten des Buches wünscht

Rita Badewien

Inhaltsverzeichnis:

Iheringsfehn Boekzetelerfehn Warsingsfehn Neerrnoor Veenhusen Terborg Rorichum Oldersum Gandersum Tergast Hatshausen

Nr. 1-12 Nr. 12-18 Nr. 19-37 Nr. 38-46 Nr. 47-54 Nr. 55-58

Nr.59 Nr. 60-66 Nr.67-68 Nr.69-70 Nr. 71-75

1. Sichtbar wird auf dieser vierteiligen Karte die Schönheit des alten Fehns, als die Klappbrücken und Posten noch über die breiten Kanäle führten und die Windmühlen über das weite, flache Land ragten. Auf der linken oberen Aufnahme sieht man im Vordergrund die Westerwieke. Die hölzerne Klappbrücke führt über die Rudolfswieke. In dem Geschäftshaus Brahms befindet sich heute das Textilhaus Heyen. Die rechte Aufnahme zeigt die bis 1981 in Betrieb gewesene Windmühle an der Hookswieke. Links unten auf dem Foto erkennt man eine Fußgängerbrücke über die Neuebeek zum Geschäftshaus Gerhard Hinrichs. Unten auf dem rechten Foto befinden sich zwei Klappbrücken, die bis 1956 über die Hookswieke (nicht über die Georgswieke, wie auf der Aufnahme zu lesen ist) führten.

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2. Die alte Postkarte aus Jheringsfehn spiegelt den typischen Fehncharakter wider. Sie zeigt die Rudolfswieke, wie sie Anfang der dreißiger Jahre ausgesehen hat. Rechts und links der Wieke standen die unverkennbaren Fehnhäuser, und direkt neben ihr befand sich ein nicht immer gut befahrbarer Weg. Unmittelbar vor den Häusern verlief der Fuß- und Radweg. Beide Wege wurden durch einen kleinen Graben, der zur Entwässerung diente, getrennt. In dem ersten Haus an der rechten Seite befand sich die Schenkwirtschaft von S. Sanders, und genau gegenüber lag die Bäckerei Seemann.

3. Um 1912, als diese Aufnahme entstanden ist, war es sicher etwas Besonderes, wenn der Fotograf mit seinem 'schwarzen Kasten' aufs Fehn kam. Das Bild ist vor der Bäckerei Ihler in Jheringsfehn an der Ecke Westerwieke, Neuebeek aufgenommen worden. Hier sieht man die Familie Ihler mit ihrem Personal. Rechts neben dem Hause steht der Brotwagen des Johann Ihler, mit dem er viele Jahre von Haus zu Haus fuhr, um Brot zu verkaufen. Die Bäckerei und das Geschäft bestanden bis in die siebziger Jahre. Die hölzerne Klappbrücke im Vordergrund führte über die Neuebeek.

4. Die Kanäle dienten in den früheren Jahren nicht nur der Entwässerung und der Schiffahrt, sondern auch den Kindern zum lustigen Spielen. Im Winter trafen sie sich dort auf dem Eis, und im Sommer, sowie es auf der Aufnahme zu sehen ist, nahmen sie vergnügt ein kühles Bad. Die Aufnahme ist 1916 entstanden und zeigt die Westerwieke. Der 'Dreihpost', der im Vordergrund zu sehen ist, führte bei der Bäckerei Ihler über den Kanal. Bei dem zweiten Haus an der rechten Seite befand sich die Schiffswerft Wiese. Im Kanal erkennt man die dazugehörige Slipanlage.

5. Im Jahre 1914 fand in Jheringsfehn, Gaststätte Heyo Koch, ein Kochkursus statt, der auf Initiative von Frau Köppen-Bode ins Leben gerufen wurde. Der Kursus war in dieser Zeit sicher etwas Besonderes, und gerne dachten die Teilnehmerinnen daran zurück. Obere Reihe von links nach rechts: 1. Rensche Reemts geborene Müller 2. Antje Bootsmann geborene de Veen 3. Johanne Schmidt verwitwete Poppen geborene Aden 4. ? geborene Onken 5. Johanna Eckhoff geborene de Buhr 6. Anni Wolters geborene Koch 7. Lehrerin Frau Menke 8. Wilhelmine Kampen geborene Backer 9. ? 10. ? 11. Jürine Brahms geborene de Buhr 12. Johanne Backer geborene de Buhr. Zweite Reihe: 1. Gesine Duken geborene Aden 2. Antje Hanssen geborene Prikker 3. Gesine Fokken geborene Prikket 4. Alma Brahms 5. Anna Höcker geborene Bohlen 6. Ekeline Janssen geborene Aden 7. ?

6. So manches schöne Kleidungsstück wurde in der Nähstube Coordes in Jheringsfehn, Neuebeek, im Jahre 1938 von den nachstehenden Damen genäht: Obere Reihe: ?, Gretchen Büscher, Sophie Seemann, Juliane Behrens, Fenna de Wall, Sophie Busemann, Wilma Tennhoff, Gerdi Pollmann, Mine Hagemann und Gerda Schilling. Zweite Reihe: Annette Janssen, Johanna Coordes und Gesine Tillmann. Es gehörte dazu, daß die jungen Damen, bevor sie ihren eigenen Hausstand gründeten, Fertigkeiten in der Näharbeit erworben hatten.

Gruß aus Iheringsfehn " in Ostfriesland Partie bei Gastwirt Koch

7. Viele ältere Einwohner kennen 'Die Ecke' aus den früheren Jahren und erinnern sich gerne an die eine oder andere Begebenheit. Bei dem Gastwirt Koch trafen sich 'Jung und Alt'. Die Aufnahme ist an der Kreuzung PappelstraßelWesterwieke entstanden. Rechts sieht man die Gastwirtschaft Koch. In dem Gebäude befanden sich bis vor kurzer Zeit das Eisenwarengeschäft Ludwig van Hettinga, Inhaber Johannes Eden und das Restaurant 'Zur Gemütlichen Ecke'. Die hölzerne Klappbrücke führte über die Westerwieke und wurde Anfang der fünfziger Jahre demontiert. Das im Hintergrund stehende Fehnhaus wurde völlig umgebaut. In diesem Gebäude befindet sich heute das Elektrogeschäft de Vries.

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