Moosbach in alten Ansichten

Moosbach in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Garreiss
Gemeente
:   Moosbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4877-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Moosbach in alten Ansichten'

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Wir bringen es zwar nicht fertig, die Dinge unseren Wünschen entsprechend zu ändern, doch ändern sich mit der Zeit unsere Wünsche.

Marcel Proust

VORWORT

Der vorliegende Bildband zeigt uns alte Ansichten aus der Marktgemeinde Moosbach. Er soll uns erinnern an die lokale Vergangenheit. Die Erinnerung läßt Unangenehmes verblassen. Nur angenehme Dinge bleiben im Gedächtnis. Das soll so auch für Moosbachs Vergangenheit gelten, damit diese Zeit als die gute alte Zeit erhalten bleibt.

Vielleicht können wir für unsere heutige Zeit lernen. Das ist jedoch nur möglich, wenn wir den Bezug zur nahen Heimat suchen und finden. Der Heimatort soll mit guten Erinnerungen und Erlebnissen unserer Jugend in Gedanken bleiben. Freude und Liebe zum Heimatort ist dazu Voraussetzung. Nehmen wir die vielen Angebote dazu gerne an.

Ich bedanke mich bei Herrn Siegfried Poblotzki für die mühevolle Arbeit die Geschichte Moosbachs zu forschen und bei Herrn Peter Garreiss für die Beschaffung des Bildmaterials sowie die Zusammenstellung dieses Bildbandes,

Hans Roßmann Erster Bürgermeister

EINLEITUNG

Die geschichtliche Entwicklung des Marktes Moosbach

Wie die vorgeschichtlichen Funde beweisen war der Raum Moosbach schon in der Steinzeit besiedelt. Vom Ende des 15. Jahrhunderts sind die Namen vieler Orte überliefert, die damals verödet waren; nur ein Teil derselben wurde um die Mitte des 16. Jahrhunderts wieder besetzt. Man muß demnach annehmen, daß im Mittelalter dieses Gebiet dichter besiedelt war als heute. Mit Reginboto de Mosebach wird der Ort 1166 erstmals urkundlich genannt. Die Pfarrei, die ursprünglich das Gebiet von Etzgersrieth und Böhmischbruck einschloß, erscheint 1297 in den Urkunden.

Die Moosbacher Marktrechte gehen auf eine herrschaftliche Marktverfassung des Amtes Treswitz zurück. Bei dieser Verwaltungsform wurden Bürgermeister und Rat aus dem gesamten Gerichtsbezirk gewählt. Da Moosbach, als volkreichster Ort des Amtes, zwei Drittel der Räte stellte, hatte es bei allen Abstimmungen die Mehrheit. Diese Tatsache führte zu einer Zentralisierung der wirtschaftlichen Kräfte, die der ganzen Gegend zugute kam. Das Zunftwesen organisierte sich mit der ersten Handwerksordnung vom Jahre 1543. Auch alle anderen Zünfte des Amtes Treswitz nahmen ihren Sitz in Moosbach. Nach der Zusammenlegung der Ämter Tännesberg und Treswitz 1594 wurden nach und nach auch die Tännesberger Handwerker nach Moosbach eingezünftet.

Im landwirtschaftlichen Bereich spielte die Viehzucht eine große Rolle. Von dieser wird 1544 gesagt, daß sie einem großen Teil der Bevölkerung zum Lebensunterhalt diene. Zu dieser Zeit hatten die Moosbacher neben beträchtlichen Rinderbeständen eine Herde von mehr als 1 000 Schafen.

Zu Ende des 16. Jahrhunderts wollte Moosbach die herrschaftliche Marktverfassung dahin geändert haben, daß die Marktrechte dem Ort übertragen würden. Durch den Widerstand der Treswitzer Pfleger verzögerte sich die Marktrechtverleihung bis zum Jahre 1608. Die damals gegebenen Privilegien entsprachen nicht den üblichen Marktrechten, sondern waren wesentlich eingeengt. So war die Gerichtsbarkeit auf Haftstrafen bis zu zwei Tagen und die Geldstrafe auf dreißig Kreuzer beschränkt. Das Recht zum Abhalten von Märkten und zum Gebrauch des Siegels war eine Formsache, da diese Dinge,

ebenso wie die Ratswahl, schon vorher praktiziert wurden. Ein Fortschritt war die Überlassung des 9. Teiles des Ungelds. Dieser konnte zur Verbesserung von Kirche, Schule und anderen öffentlichen Gebäuden verwendet werden.

1708 wurden durch Kaiser Joseph die Rechte erweitert und mit der Urkunde vom 10. Dezember 1710 erhielt Moosbach durch Pfalzgraf Johann Wilhelm die vollen Marktfreiheiten samt der niederen Gerichtsbarkeit. Die Entwicklung des Ortes wurde oft gestört, konnte jedoch niemals aufgehalten werden. Beim Einfall der Hussiten 1428 mußten 300 Verteidiger von Moosbach ihr Leben lassen. Der Dreißigjährige Krieg brachte Not und Elend. Die kaiserlichen Truppen hatten 1646 bei ihrem Abzug dreißig Häuser eingerissen und viele Menschen zu Tode gemartert. Nicht weniger schlimm hausten die Truppen des ungarischen Husarenobersten Graf Nadasdy im Österreichischen Erbfolgekrieg. 1848 wurde der ganze Markt bis auf vier Häuser durch einen Brand vernichtet.

Vermutlich gehen die Moosbacher Märkte auf das Mittelalter zurück. 1516 werden die altherkömmlichen Weihnachtsmärkte genannt. Die Viehmärkte waren in der ganzen Umgebung bekannt. Um die letzte Jahrhundertwende wurde an den Markttagen oft tausend Stück Großvieh aufgetrieben. Die Bewirtschaftung brachte während des Zweiten Weltkriegs das Marktwesen ganz zum Erliegen. Die große Zeit der Hammerwerke ging schon um 1850 zu Ende; die vielen Glasschleif- und Polierwerke an Pfreimd und Tröbesbach arbeiteten bis um 1930. Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte der Flüchtlingsstrom aus dem Osten für Moosbach einen starken Bevölkerungszuwachs, dem jedoch in den nachfolgenden Jahren aufgrund der schlechten Erwerbsmöglichkeiten ein langsames aber stetiges Abnehmen der Bevölkerung folgte.

Erst die Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Ansiedlung von Gewerbe, Industrie und den steigenden Fremdenverkehr, die für Moosbach die Einstufung zum zentralen Ort im Landkreis brachte, führte in den letzten Jahren zu einer konstanten Zunahme der Bevölkerung.

Siegfried Poblotzki

1. Theaterspielen hat in Moosbach eine lange Tradition. 'Die hl. Elisabeth' hieß eine Aufführung im Jahre 1931 im damaligen Saal des Gasthauses Forster in Moosbach. Die Akteure stellten sich im Pfarrgarten zu einer Gruppenaufnahme.

Auf dem Bild, stehend von links: Wally Ärmer, Maria Ärmer, Sidone Gissibl, Maria Wittmann, Heidi Ziegier und Monika Hammer.

Kniend, von links: Maria Schweigl, Fanny Schart, Margret Seiler, Anni Halles, Anni Lorenz, Anna Lingl (hinten), Eduard Forster, Luise Hanauer, Mathilde Ziegier, Maria Forster, Anni Weiß und Betty Gissibl (vorne mit langem Kleid).

5. von rechts versteekt: Anni Kemnitzer; 4. von rechts versteekt: Maria Halles; 3. von rechts versteekt: unbekannt; 2. von rechts versteekt: Fanny Hierold; und 1. von rechts versteekt Luise Salomon.

2. Im Jahre 1926 wurde Moosbach an die Kraftpostlinie angeschlossen. Damit war man mit der alten Kreishauptstadt Amberg verbunden.

Über vierzig Jahre brachte Kar! Gissibl (das Bild stammt aus dem Jahre 1931) die Fahrgäste sicher ans Ziel.

3. Die Dampfdreschmaschine war eine ungeheure Errungenschaft für die Bauern. Das mühevolle Dreschen per Hand wurde nun von der Maschine übernommen.

Um 1900 wurde die Dreschgarnitur im 'Dampferstodei' im Anwesen Kemnitzer in der Burgtreswitzer Straße untergebracht.

4. Am 16. Juli 1933 wurde das von Bildhauer Richard Miller, München, geschaffene Kriegerdenkmal am Moosbacher Marktplatz enthüllt. Zahlreiche Vereine und Verbände beteiligten sich. Auch die Landsmannschaft war angereist.

Das Kriegerdenkmal mußte 1968 im Rahmen einer Marktplatzsanierung einem modernen Mahnmal weichen.

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