Muldendörfer in alten Ansichten

Muldendörfer in alten Ansichten

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Muldendörfer
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6543-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Muldendörfer in alten Ansichten'

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GruB aus Podelwltz b. TanndorflMulde

30 In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts erschien bei M. Prescher in Leipzig eine Lithographie mit der nordwestlichen Ansicht von Schloß Podelwitz. Es dürfte die älteste Darstellung des Schlosses auf einem Briefbogen sein, der dazu noch nach über achtzig Jahren versandt wurde. Die vier großen Pappeln, die die Steinbrücke über den einstigen Schloßgraben flankieren, haben noch lange gestanden. Links im Bild das alte Gewächshaus mit Pergola. Ein lauschiger Platz zum Verweilen. Das Terrain gehört heute ausschließlich zur Gärtnerei Lindner. Betreiberin ist Kathrin Schuster, Enkeltochter des vormaligen Schloßgärtners Otto Lindner. Von der Parkanlage hat sich nichts mehr erhalten.

3 1 Es hat viele Ansichtskarten vom Podelwitzer Schloß gegeben. Am weitesten verbreitet war diese mit der 'Parkansicht' (rechts) und dem 'Muidenschlößchen' (links). Letzteres ließ 1867 Alfred Car I Wilhelm Freiherr von Reiswitz und KadersinGrabowka (1803-1872) erbauen. Nach 1990 ist das Gebäude vonJürgen Müller erworben und beeindruckend restauriert worden. Dafür wurde ihm 1 995 der BADENIA-SONDERPREIS im Wettbewerb 'Modernisierung in den neuen Ländern' zuerkannt.

32 Die Anlage des Podelwitzer Schlosses aIsWasserburg sucht im Regierungsbezirk Leipzig ihresgleichen. Immer wenn Hochwasser über die Ufer der Freiberger Mulde traten - und das waren in der Podelwitzer Geschichte nicht wenige - verwandelten diese den Herrschaftssitz unwillkürlich wieder in ein 'Wasserschloß' . Auf den größtenteils verfüllten Gräben standen oftmals noch wochenlang Altwasser, die schon mal zu solch einer riskanten Kahnfahrt im Waschzuber animierten.

33 Alltag auf dem Wirtschaftshof des Rittergutes um 1925. Der bereits erwähnte Schloßherr Alfred Carl Wilhelm van Reiswitz brachte außer großen Fähigkeiten als Land- und Betriebswirt offenkundig auch ein beträchtliches Kapital mit nach Podelwitz. Das wußte er überaus wirkungsvoll einzusetzen. Mithin entstanden der ganze sogenannte Hinterhof, die Kartoffelbrennerei, Auenscheune, Ziegelei und verschiedene Gewächshäuser der Schloßgärtnerei. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Auguste geb. Freifrau von Lorenz, erklärte er Haus und Hof zu 'Fideikommiß', also unveräußerlichem Erbgut, um den Besitz zu sichern.

34 Ursprünglich verband ein Torbogen die Stallungen des Rittergutes mit dem Gebäude der herrschaftlichen Mühle. Zur Linken die Mühle, zur Rechten der große Kuhstall, den ein Dachreiter bekrönte, wie auf dem nächsten Foto von 1930 gut zu sehen ist. Die Bronze-Schellen der Turmuhr haben jahrzehntelang auf dem Glockenboden der Collmener Kirche gelegen, bis sie nun wieder in den musealen Ausstellungen des Schlosses einen würdigen Platz zurückgefunden haben. Der auf einer Steinbank unter der Linde sitzende junge Mann ist der spätere Schloßherr aufPodelwitz, Wenzel Freiherr van Reiswitz.

35 Mit achthundert 'Untertanen' zählte das Podelwitzer Rittergut zu den größten im Amt Colditz, dem es 'schriftsässig' unterstand. Was jedoch von diesem stolzen Besitz übrig blieb, ist mehr als kläglich. Und obgleich der Platz um das imposante Taubenhaus leer geworden ist, es selbst steht auf seinem massiven pfeiler wie kein zweites im heutigen MuIdentalkreis.

36 Vor dem alten Mühlengebäude, in dem Familie Scheibner wohnte, sitzt Bäckermeister Hermann Scheibner mit Frau und Tochter. Gegenüber vom Hof war die Bäckerei. Auch von diesem Haus hat sich nichts erhalten.

37 Am vis-à-vis vom Schloß gelegenen Hühnerstall: Marie-Jutta van Reiswitz (links), Waldtraut van Reiswitz (Mitte) undAlice Ruperti (rechts). Marie-Jutta van Reiswitz (1904-1995) ist später nur noch 'Marjutta' genannt worden und heiratete 1930 Bernhard Freiherr von Schnurbein. Waldtraut von Reiswitz ist 1901 in Dresden geboren und vermählte sich 1949 mit Heinz Flügel. Alice Ruperti kam aus Hamburg und wollte Geflügelzüchterin werden.

38 Gärtnereien waren in früheren Jahren immer lebensnotwendig für einen trefflich funktionierenden Gutsbetrieb, und es bedurfte fleißiger, zuverlässiger Arbeiter. Hier blicken uns der Vorgänger von Schloßgärtner Lindner und zwei seiner Helferinnen entgegen. Sie stehen vor dem alten Gewächshaus und der Orangerie. Aus dem Hintergrund erhebt sich derTurm des Muldenschläßchens.

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