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Munster in alten Ansichten

Munster in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Wolter
Gemeente
:   Munster
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0800-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Munster in alten Ansichten'

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9. Wer kann sich heute noch vorstellen, dass auf Munsters verkehrsreichstem Platz einmal dies Denkmal stand, das 1900 zum Gedenken an die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/1871 gesetzt wurde? Zwischen den Weltkriegen klapperten hier noch die Pferdefuhrwerke vorbei oder schnaufte gelegentlich auch schon einmal ein 'Automobil' über das Kopfsteinpflaster. Der Blick geht in die Lüneburger Straße. Hinter dem Denkmal klafft aber noch die Lücke, wo bis 1911 das Bauernhaus des Krusenhofes stand. Erst nach Einzug der Wehrmacht in Munster änderte sich das Bild grundlegend. Dabei wurde auch das Denkmal zerlegt und später am Mühlenteich (Eingang Raiffeisenweg) ohne die Germania wieder aufgestellt.

10. Seit 1921 besteht in Munster ein Landwirtschaftlicher Verein, dessen Hauptaufgabe es ist, die Landwirtschaft zu fördern. Durch die Initiative des Vereins nahm die Rinderzucht damals bei uns einen beachtlichen Aufschwung. Das hatte zur Folge, dass 1927 die Molkereigenossenschaft ins Leben gerufen und eine leistungsfähige Molkerei gebaut wurde (siehe Bild). Sie hat dann lange Jahre hindurch die Milch aus allen landwirtschaftlichen Betrieben unseres Gebiets aufgenommen und die Bevölkerung mit Milchprodukten versorgt. 1969 musste sie aber im Zuge einer Rationalisierung und Zentralisierung mit der Soltauer Molkerei verbunden werden und ihren Betrieb einstellen.

11. Auf dieser Ansichtskarte aus dem Jahre 1907 hat das Hotel 'Deutsches Haus', abgesehen von dem hölzernen Vorbau, schon sein heutiges Aussehen. Aber es lag derzeit von jungen Bäumen beschattet an dem ruhigen Platz hinter dem Kriegerdenkmal, Nur selten kam hier ein Fahrzeug vorbei, obgleich an dieser Stelle sich die wichtigen Verbindungen Celle-Lüneburg und Uelzeu-Soltau kreuzten und die Fuhrleute Einkehr halten und ihre Pferde zur Fütterung ausspannen konnten, sowohl im 'Deutschen Haus' als auch im benachbarten Haus Winkelmann, Damals konnten die Kinder noch sorglos über die Straße laufen. Wahrscheinlich kamen die beiden gerade aus dem Laden der Konsumgenossenschaft, links im Bilde.

12. Beschaulich wirkte damals - man schrieb das Jahr 1908 - die alte nach Celle führende Dorfstraße. Niemand störte den gemütlichen Schwatz mitten auf der Fahrbahn im Schatten der grünen Bäume. Wie anders ist heute der Blick auf die im Hintergrund beginnende Straße 'Zum Schützenwald'. Als Carl Jördens 1892 sein Haus im Stile vieler um jene Zeit entstandenen Häuser mit dem hohen eigenartigen Vorbau errichtet hatte, betrieb er nicht nur einen kleinen Hökerladen, sondern nutzte die günstige Wirtschaftslage dadurch aus, dass er auf seinem Grundstück ein Fotoatelier einrichtete. Er wusste, dass die vielen Soldaten gern ein Erinnerungsbild aus ihrer Übungszeit in Munster mitnahmen oder verschickten.

13. Die Bahnhofstraße (jetzt Breloher Straße) war dereinst eine beidseitig mit kräftigen Linden bestandene Straße. Eigenartig daran waren viele Häuser, die im gleichen Stil erbaut worden waren wie dasjenige in der Mitte. Sie haben einen Dachausbau zur Straße hin in Giebelferm. Wer die Häuser der Straße einmal aufmerksam betrachtet, findet die Bauart noch bei vierzehn Häusern vor. Wollte man früher zum Bahnhof, mußte man den Weg durch diese Straße nehmen, es war die einzige dahin, deshalb auch der Name. Der Anbruch einer neuen Zeit ist hier aber bereits zu spüren. Eine 'Limousine' steht schon am Bürgersteigrand. Noch ist es nur ein einziges Fahrzeug, bald werden es mehr sein, und heute flutet ein Strom von ihnen gerade über diese Kreuzung.

14. Ein frisch-fröhliches Leben herrschte im Sommer immer in der Militärbadeanstalt. Auch die Einwohner Munsters hatten zeitweise Gelegenheit, hier ein erfrischendes Bad zu nehmen, denn der Ort besaß keine allgemeine Freibadeanstalt, wenn man von den Versuchen mit der Kinderbadestelle an der Oertze (Nähe Sportpark) und beim Kieselgurteich (hinter der Bahn) absieht. Weit schweift der Blick über das Oertzetal bis hin zur Hindenburgallee mit dem Kalserhof. Noch sind die Wiesen dazwischen unbebaut, heute geht die Straße 'Röthemoor' hindurch. Die Badeanstalt wurde beseitigt, weil inzwischen bessere Bademöglichkeiten im Sportpark und Hallenbad geschaffen waren.

15. Hier ist ein schönes Stück Altmunsters, als es noch ein stilles und verträumtes Dorf war. Die mit Stroh gedeckten Bauernhäuser lagen im Grün der Bäume und Büsche. Man spürt geradezu, dass es die Zeit war, als es noch keine Soldaten, keinen Schießplatz und kein Truppenlager in Munster gab. Das Bild, das von den Oertzewiesen aus aufgenommen wurde, zeigt uns die Rückseiten des Ollershofes (links) und des Krusenhofes (rechts). Während das Haus des Ollershofes noch heute unter der riesigen Eiche steht (zum Heimathaus umgebaut), sind die anderen Gebäude schon seit vielen Jahren nicht mehr vorhanden.

16. Zu dem zuvor erwähnten Krusenhof gehörte einmal dieses Bauernhaus (von der Vorder- oder Straßenseite gesehen). Es lag an der Lüneburger Straße vor der Mühle, während das hintere Ende bis zum Platz vor dem 'Deutschen Hause' reichte. Die Besitzerin, Krusen Mike, schaut noch lachend aus dem Fenster. Doch bald konnte sie es nicht mehr, denn das Haus, das die unverkennbaren Merkmale eines großen niedersächsischen Bauernhauses aufwies, musste zum Abbruch der Spitzhacke preisgegeben werden. So entstand hier seit 1911 eine große Baulücke, die erst nach fast fünfundzwanzig Jahren gefüllt werden konnte. Jetzt stehen dort die Geschäftshäuser Blumenberg und Bahrenburg.

17. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Munsters verschwanden allmählich die überalterten Bauernhäuser. Ihre großen Wirtschaftsteile wurden für Vieh und Vorräte nicht mehr benötigt, weil die Bauern bis auf wenige Ausnahmen ihre Ländereien an den Fiskus zur Einrichtung des Übungsplatzes verkauft und ihre Betriebe eingestellt hatten. Ihre Häuser wichen moderneren Bauten. Hier ist das 1910 abgerissene Bauernhaus des Teeshofes, eines der sechs ehemaligen Viertelhöfe Munsters. Es stand an der Ecke Lüneburger und Bockelmann-Straße. Hof und Haus gehörten der bekalmten Familie Kar! Schenk. Alle Mitglieder der Familie schauen gerade zum Fotografen auf der Wilhelm-Bockelmann-Straße.

18. Dieses Haus gehörte zu einem der vier größten Höfe des Ortes. Schon seit etwa vierhundert Jahren wurde der Hof, der immer mit einem Krug verbunden war, von der Familie Winkelmann bewirtschaftet. Ursprünglich lag er nicht an dieser Stelle im Winkel der Straßen Emminger Weg/BockelmannStraße, sondern in den Wiesen zwischen Kirche und Café Alvermann, Dort wurde das Haus durch einen orkanartigen Sturm 1869 zerstört, aber anschließend in dem feucht-ungesunden Grund, 'im Dreck', wie die Bewohner sagten, nicht wieder aufgebaut. 1937 bekam das Haus durch umfassenden Umbau ein völlig anderes Gesicht. Wer genau hinsieht, erkennt auch die Linde an der vorderen Hausecke, die noch steht.

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