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Munster in alten Ansichten

Munster in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Wolter
Gemeente
:   Munster
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0800-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Munster in alten Ansichten'

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19. Dies Bild von der Lüneburger Straße, um 1896 etwa aufgenommen, zeigt uns die Oertzebrücke zwischen Mühle und Mühlenteich. Die Brücke war nach ihrem Bau im 17. Jahrhundert lange Zeit der einzige Oertzeübergang. Hier trafen verschiedene Fernstraßen zusammen, hier fuhren die Frachtfuhrleute mit ihren Karren oder Planwagen. Sie brauchten nicht mehr durch die Furt in der Oertze, die sich etwa dort befand, wo das Café A1vermann steht. Über die Brücke zogen auch die Ackerwagen der Bauern und die Schaf- und Schweineherden des Dorfes. Im Hintergrund steht ganz links das 1895 erbaute zweitklassige Schulgebäude, Der Giebel ging damals zur Breloher Straße und trug einen spitzen Dachreiter.

20. Ein seltener Anblick: Unsere Mühle mit Ölmühle! Die alte Mühle, die bereits im 16. Jahrhundert genannt wird und wahrscheinlich auch zu jener Zeit erbaut worden ist, wurde in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts vom Müller Gerdau mit einer Ölmühle verbunden. Er setzte ein zweites Wasserrad neben das vorhandene und errichtete das kleine Gebäude daneben mit Mahl- und Presswerk für die Ölsaaten Raps und Rübsen. Als sich zu Anfang unseres Jahrhunderts die Margarine als billiges Speisefett mehr und mehr durchsetzte, lohnte sich der Anbau von Ölfrüchten und damit der Betrieb der Ölmühle nicht mehr. Sie verschwand deshalb wieder. Hier sehen wir sie noch einmal von der Rückseite.

21. Der Winter ist vorüber, der Mühlenteich ist wieder eisfrei, Da besteigt Muller Drewes (Pächter) seinen Kahn und inspiziert den Teich auf Schäden, die der Winter hinterlassen hat. Seine Kundschaft hat er schon am frühen Morgen abgefertigt. Das Mühlrad hat Ruhe, die Schotten sind geschlossen, Ein Stimmungsbild aus den Jahren um 1910! Noch stehen die alten Häuser des Teeshofes (hinten rechts) und des Krusenhofes (ganz links). Noch steht auch das Haus des Müllers, das bei Trennung der Mühle vom Müllerhof (später Forstamt) 1847 erbaut wurde. Heute nimmt eine freundliche Parkanlage die Stelle ein, wo sich ehemals das Haus des Müllers befand.

22. Müller Drewes kehrt von einer Fahrt auf dem Mühlenteich mit seinem Kahn zurück. Er braucht das Boot zum Fischfang, denn der Teich war einmal, wie auch die Oertze, reich an Weißfischen, Aalen, Barschen und auch Hechten. Ja, beim großen Abfischen war eine Ausbeute von zwanzig Zentnern und mehr keine Seltenheit. Unser Bild ist vom Grundstück des Müllers aufgenommen und zeigt links die Lüneburger Straße, die im Hintergrund zum Sandgarten hinauf- und aus dem Dorf hinausführte. Hinter dem Mühlendamm stehen noch die hohen Erlen, die einige Jahre später gefällt wurden, weil dort das heutige Café A1vermann zu stehen kam.

23. Noch ein Bild vom Mühlenteich, und das aus einem besonderen Grunde! Da das Wasser des Teiches um die Jahrhundertwende glasklar und sauber war, tummelten sich nicht nur zahlreiche Fische darin, auch die Bäuerinnen konnten das Wasser zum Spülen ihrer Wäsche benutzen. Ein kleiner Steg, die sogenannte Bückbank, erleichterte ihnen dabei die Arbeit. Mit der Karre wurde die Wäsche herbeigebracht. Wenn dann die Nachbarin auch gerade ihre Wäsche wusch, wurde nebenbei gern geschwatzt und geklatscht. Daß sich Müller Holdmann an einem 'Snack' beteiligte und ein gewichtiges Wort mit zu sagen hatte, versteht sich von selbst. Übrigens sieht man links noch einmal das alte Schulgebäude.

24. Münster dehnte sich am Ende des vorigen Jahrhunderts nach zwei Richtungen aus, das ist deutlich aus dem vorliegenden Bild zu erkennen. Seit 1873, mit Eröffnung der Bahn, setzte die Besiedlung an der Straße zum Bahnhof ein. Im Hintergrund sieht man sie mit dem herausragenden Hotel 'Kaiserhof' und der Sägerei Schließe (links mit dem Schornstein). Nach 1893, der Einrichtung des Truppenlagers, war es dann die Straße zum Lager, die zur Besiedlung bevorzugt wurde. Wir sehen sie vorn im Bild. Sie trägt noch den Charakter einer Landstraße, allerdings stehen schon die Gebäude Drogerie Schade und Hotel 'Erika' (links) daran. Zwischen den beiden Straßen liegt die unberührte Landschaft des Oertzetals.

25. Im Jahre 1895 folgte den bereits bestehenden Hotels an der Lagerstraße das Hotel 'Erika', das Haus unseres Bildes. Rasch waren die Bäume und Büsche herangewachsen. Sie ließen einen Gästegarten am Hause entstehen, Dort konnten die Sommergäste im schattigen Grün geruhsam ihren Familienkaffee einnehmen. Vor dem Haus steht der Besitzer August Becken mit seiner Frau, dem Kellner und einigen Passanten. Nach dem Ersten Weltkrieg litt der Betrieb genau so wie das gesamte Wirtschaftsleben darunter, dass keine Truppen mehr nach Münster kamen, so dass die Gaststätte einging und das Haus zu einem Mietwohnhaus umgestaltet wurde.

26. Eine der bekarmtesten Gast- und Vergnügungsstätte war und ist für die Soldaten seit Bestehen des Lagers der 'Waldkater', dessen Besuch sich kaum ein Landser bei seinem Münster Aufenthalt entgehen ließ. An der Nordostecke des Lagers war er immer leicht zu erreichen. Ursprünglich war das Gasthaus nur eine Holzbaracke am Hanlohrand gewesen, wurde aber 1895 vom Besitzer, es war der Wirt des 'Deutschen Hauses' H. Behrens, als massives Haus auf dem jetzigen Grundstück errichtet. Es lag an der anfangs noch unausgebauten Soltauer Straße. Deshalb hatte es der lederbeschürzte Behrens, der hier seine Pferde antreibt, besonders schwer, durch den weichen Sand und oft grundlosen Schlamm zu kommen.

27. Schon gleich nach Eröffnung des Truppenlagers entstand dieses große Hotel an der Lagerstraße. Der 'Sandkrug' wurde zu Anfang, als die Unterbringung der Truppen noch ziemlich primitiv war, viel von Offizieren und Gästen der anwesenden Soldaten als Übernachtungslokal und Restaurant aufgesucht. Angegliedert waren ein Theater, zeitweise mit festem Ensemble, sowie ein großes Fotoatelier. Leider wurde das Hotel mit allen seinen Anbauten während einer Serie von Feuerbrünsten 1911 ein Opfer der Flammen. Anschließend wurde es in ähnlicher Größe wieder aufgebaut. Es ging 1922, als der Betrieb unrentabel geworden war, in den Besitz der Militärverwaltung über.

28. Es ist noch gar nicht solange her, da stand dies Haus noch an der Uelzener Straße etwa schräg gegenüber vom 'Lüneburger Hof. Es war 1765 erbaut worden und vor dem Abriss das älteste Haus Münsters. In dem Hause wohnte kein Bauer, es war das Witwenhaus der Kirche, in das die jeweilige Witwe einzog, sobald ein Pastor das Zeitliche gesegnet hatte. Da ein solcher Fall aber recht selten eintrat, wurden die Räume an Handwerker oder 'kleine' Leute - bisweilen zu sechs Familien vermietet. Jetzt geht der stark angestiegene Verkehr der B 71 über die Stelle, wo einst das kleine schmucke Häuschen stand.

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