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Munster in alten Ansichten

Munster in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Wolter
Gemeente
:   Munster
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0800-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Munster in alten Ansichten'

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39. Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges wurde die Produktion auf dem Gasplatz natürlich sofort eingestellt und der Betrieb überstürzt aufgelöst. Alles stand und lag, wie es plötzlich verlassen worden war, nichts war ordnungsgemäß weggeräumt und sichergestellt. Was sollte nun daraus werden? Lange Zeit zerbrach man sich den Kopf darüber. Doch darum löste sich das Problem von selbst durch eine ungeheure Explosion am 24. Oktober 1919, in der fast alle Anlagen, Vorräte und Geräte zerstört sowie zweiundvierzig Gebäude zertrümmert wurden. Was übrig blieb, sehen wir auf dem Bild. Die Aufräumungsarbeiten, bei denen 1920 noch eintausend Mann beschäftigt waren, wurden manchem Arbeiter zum Verhängnis durch Verbrennungen oder Vergiftungen.

40. Im Jahre 1901 entdeckte man in Münster Kieselgusablagerungen, die sich in einer Länge von fast drei Kilometern und einer Breite um siebenhundertfünfzig Meter ausdehnen. Sie wurden nun seit 1905 im Tagebau gewonnen. Damals musste die Gur nach der Förderung durch Loren in lange Schuppen gebracht oder auf dem Trockenplatz zum Trocknen ausgebreitet werden. Danach wurde sie im Meilerverfahren gebrannt, um sie von organischen Stoffen zu befreien. Auf dem Bilde ist ein Trockenplatz mit einem Brennschuppen und einigen Trockenschuppen der Grube 'Else' aus dem Jahre 1916 zu sehen. Heute ist der Abbau von Kieselgukl völlig mechanisiert, aber in unserem Gebiet eingestellt.

41. Dieser Findling wurde im strengen Winter 1928 auf Kufenschlitten aus dem Luhetal nach Münster geholt und hier als Gedenkstein mit der Inschrift 'Man drup man to' aufgestellt. Er sollte die Erinnerung wach halten an die Heimatverteidigung der Hannoverschen Armee 1866 und den aufopferungsvollen Einsatz dieser Truppen in der Deutschen Legion. Seinen Standort am Bahnhof mußte er leider wegen Erweiterung des Bahnhofvorplatzes vor einiger Zeit aufgeben. Er ist auf dem Platz am Eickhof neu gesetzt worden. Bei genauerem Hinsehen erkennt man hinter dem Stein über die noch unbebauten freien Felder die Häuser an der Breloher Straße,

42. Im Jahre 1928 fand in Munster die große Wiedersehensfeier der Angehörigen des ehemaligen X. Hannoverschen Armee-Korps statt, ein Fest, daß zu den großen jemals hier veranstalteten Festen gehört. Es gab eine Reihe von Einzelveranstaltungen. Da ging es zum Beispiel nach einem Gottesdienst auf dem Feldgottesdienstplatz, den heute zum Teil der Waldfriedhof einnimmt, ins Truppenlager zur Einweihung des Ehrenmals für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen des X. Armee-Korps. Der Hauptredner am Denkmal war der 84jährige General von Koenig, ein Veteran von 1866. Das Denkmal steht im Bereich der heutigen Hindenburgkaserne und wird von den Soldaten der dort stationierten Einheit betreut.

43. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, rückten sofort alle in Munster weilenden Truppen ins Feld, so dass das Lager leer wurde. Doch es füllte sich schon wieder zehn Tage nach Beginn der Kämpfe, denn auf dem Bahnhof trafen die ersten Gefangenentransporte aus Belgien und Frankreich ein. Die Neugier trieb viele Bewohner, groß und klein, nach dem Bahnhofsplatz, um die fremdartig uniformierten, besonders die rotbehosten französischen Soldaten zu sehen, Sie wurden auf ihrem Marsch zum Lager von Landsturmsoldaten mit aufgepflanzten Seitengewehren begleitet. Das Lager beherbergte zeitweise über zwanzigtausend Gefangene, zum Schluss aber nur noch Russen.

44. Unter den vielen Kriegsgefangenen, die 1914/1918 im Lager untergebracht waren, befanden sich auch Verwundete und Kranke. Von ihnen erlagen viele ihren Verletzungen oder starben infolge schwerer Krankheit. Für sie erstellte man neben dem damaligen Feldgottesdienstplatz einen eigenen Friedhof. Darauf wurden während des Ersten Weltkrieges in 308 Gräbern 607 Gefangene beigesetzt. Nach weiterer Benutzung während des Zweiten Weltkrieges liegen hier auf dem Friedhof (neben dem Waldfriedhof) 1 177ehemalige Gefangene zur letzten Ruhe gebettet. Es sind aber nur noch Russen, da die Belgier, Franzosen, Engländer und Italiener in ihre Heimat gebracht wurden.

45. Die Schützengilde des Kirchspiels Münster wurde 1920 gegründet, Seitdem werden die Schützenfeste - abgesehen von den Unterbrechungen der beiden Kriege - regelmäßig im Sommer abgehalten. Es sind nicht nur Festtage für die Mitglieder, sondern auch für die gesamte Bevölkerung, die stets regen Anteil nimmt, Höhepunkt des Festes ist natürlich das Königsschießen. Stolz zieht dann nach der Proklamation der neue König mit den Schützenbrüdern durch den Ort. Achtundvierzig Könige hat es inzwischen gegeben. 1928 war es Bauer Emmann aus Dethlingen, dem die Schützenkapelle hier ein Ständchen bringt. Übrigens ist zum Bilde noch zu sagen, dass das Haus nicht mehr steht, Es wurde im Zweiten Weltkriege zerstört.

46. Auf dem Platz vor dem Schützenhaus spielte und spielt sich noch heute regelmäßig bei den traditionellen Schützenfesten ein buntes Volksfest mit vielen Überraschungen für groß und klein ab. Auch die Soldaten nehmen gern an den Veranstaltungen teil Hier ist ein Bild aus älteren Tagen, als eine der bekarmtesten Persönlichkeiten Münsters, der General Richter, der Kommandant des ehemaligen Übungsplatzes Münster-Nerd, gerade Preise aus den Wettbewerben überreicht, Bemerkenswert ist noch das Gebäude im Hintergrund. Es ist das alte Schützenhaus, das so viele frohe Feste sah, aber auch trübe Zeiten erlebte und dann gerade am Vortage des Schützenfestes 1961 durch Feuer völlig vernichtet wurde.

47. Es sind nunmehr einhundert Jahre her, dass die Freiwillige Feuerwehr Münster ins Leben gerufen wurde. Auf der Gründungsversammlung 1880 schlossen sich gleich siebenundzwanzig beherzte Männer an, die dann sofort unter Leitung ihres Hauptmanns Heinrich Bockelmann die regelmäßigen Übungen aufnahmen. Schon bald darauf bestanden sie bei verschiedenen Bränden im Ort und in der Umgebung ihre Bewährungsprobe. Im Laufe der Zeit gab es fast aus jedem Hause und Haushalt einen männlichen Vertreter als Mitglied in der Feuerwehr, Deshalb konnte sich auch diese stattliche Zahl auf dem 45. Stiftungsfest dem Fotografen vor dem 'Deutschen Hause' zur Aufnahme stellen.

48. Die heutige Singgemeinde Münster ist aus dem Männergesangverein 'Harmonie', der Anfang 1909 von einigen sangesfreudigen Männern gegründet wurde, hervorgegangen. Nach den schweren, auch chorlosen Jahren des Ersten Weltkrieges begann für die 'Harmonie' unter dem Chorleiter Böttcher, dem Interimswirt des 'Deutschen Hauses', eine besondere Blütezeit, die durch die Inflation nur wenig getrübt wurde. Gerade in jener Zeit konnte durch Spenden, Veranstaltungen und großen Einsatz der einzelnen Mitglieder eine Vereinsfahne beschafft werden. Sie wurde anlässlich eines überregionalen Sängerfestes unter Beteiligung vieler auswärtiger Vereine geweiht, Dabei entstand unser obiges Bild,

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