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Munster in alten Ansichten

Munster in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Wolter
Gemeente
:   Munster
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0800-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Munster in alten Ansichten'

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49. Hier haben sich die Sportler und Turner Münsters um ihren tüchtigen Leiter zu einem Gruppenbild zusammengefunden. Der Lehrer Heinrich Schröder hatte in den zwanziger Jahren den Sportbetrieb durch seinen unermüdlichen Einsatz besonders in der Turn- und Jugendabteilung zu einem beachtlichen Höhepunkt geführt. Noch heute denken viele Münsteraner voll Hochachtung an ihren einstigen Sportleiter und Lehrer. Tüchtige Turner befanden sich unter den Jungen und Mädeln des Bildes. Nachdem das 1913 erweckte Sportvereinsleben dreizehn Jahre zum Erliegen gekommen war, wurde die heutige Sportvereinigung 1946 neu gegründet.

50. Hier stehen sie, die Lehrer, die vor fast fünfzig Jahren die Jungen und Mädel unseres Ortes zu tüchtigen Mitgliedern der Gesellschaft heranzogen. Es sind die Großväter und Großmütter unserer Tage, die damals die Schulbank drückten. Übrigens gab es nur die eine siebenklassige Schule mit zwei Klassen der sogenannten gehobenen Abteilung. Dem Fotografen stellten sich hier im Eingang der Schule an der Breloher Straße (jetzt Pestalozzischule) die Lehrer (links beginnend): Schwarzkopf (sitzend), Meyer, Wegener, Kohlmeyer, Fräulein Rumpf, Schramm (verdeckt), Winterhof, Lütjemann (Rektor) und Höpker, Von den Lehrkräften ist allerdings der größte Teil bereits verstorben. Herr Winterhof lebt noch als Pensionär in Münster.

51. Die Schulkinder dieses Bildes sind jetzt alle ins Rentenalter gekommen und zum Teil betagte Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt geworden. Sie gehörten 1927 einer Grundschulklasse unter ihrem Lehrer Schröder an. Mit fünfundvierzig Kindern war die Zahl der Klasse nur gering, denn sechzig und mehr war keine ungewöhnliche Zahl, Die Jungen hatten sich hier einmal besonders herausgeputzt, denn ein Ausflug mit einer Aufnahme war keine alltägliche Angelegenheit und hat gewiss alle Gemüter recht erregt. Man kann es den ernsten Gesichtern der Kleinen ansehen.

52. Oft bahnte sich zwischen den hier weilenden Soldaten und den Töchtern der Bauern- und Bürgerhäuser eine enge Verbindung an, die zu einer Ehe führte. Das war eine normale Erscheinung in einem Ort wie Münster, in dessen Mauern sich zo viele Soldaten aufhielten. So entstanden oft Bilder wie das obige aus dem Jahre 1919, als der Feldwebel Müller die Pflegetochter der Eheleute Buckendahl heiratete. Das Bild ist diesmal von besonderem Interesse, weil darauf einige bekannte Personen Münsters erscheinen, wie Pastor Thiede mit Frau (links sitzend), Wilhelm Buckendahl mit Frau (rechts), dahinter Hauptlehrer Lindemann mit Frau und hinter Pastor Thiede die Geschwister Lenchen und Käthe Lindemann.

53. Im Jahre 1892, als die Entscheidung gefallen war, dass Münster Standort für das Truppenlager des neuen Schießplatzes werden sollte und nicht Reinigen oder Wietzendorf, ging man in aller Eile daran, das Lager zu errichten. Es entstand zehn Minuten vom Dorf entfernt auf einer kleinen freien Erhebung, von der aus man einen umfassenden Blick auf die weite Heide im Umkreis hatte. Am Eröffnungstag 7. Juni 1893 standen dann auch fast fünfzig Gebäude zur Aufnahme der ersten Truppen bereit. Kurze Zeit danach machte das Lager den Eindruck, wie wir ihn auf dem Bilde finden. Man erkennt, dass hier noch zuvor eine ziemlich kahle Fläche gewesen war.

54. Mit der Eröffnung des Truppenlagers begann der einzigartige Aufstieg des damals nur vierhundertneunzig Einwohner zählenden Dorfes. Das ist verständlich, denn Jahr für Jahr kamen seitdem in den Sommermonaten Tausende von Soldaten aus allen Heeresteilen des X. Armee-Korps. Eine völlig veränderte Wirtschaftsstruktur sorgte für eine bessere Einkommenslage der vorher nur von der Landwirtschaft lebenden Bewohner. Lager und Soldaten bestimmten nunmehr das Wirtschaftsleben, Natürlich war auch die Nachfrage nach Ansichtskarten groß, weil jeder Soldat seinen Lieben daheim Grüße sandte. Deshalb erschienen zahlreiche Karten in der Art wie diese, Die abgebildeten Eichen 'Adam' und 'Eva', die bei Trauen standen, sind leider eingegangen.

55. Kurz nach 1893 bot sich dem Betrachter ein Bild des Lagers wie dieses. Noch stehen neben den festen Baracken die Wellblechbaracken, noch fehlt das Grün der Bäume, Wir blicken auf den Haupteingang des Lagers, der an der damals noch unausgebauten Straße Münster-Soltau lag. Mit fortschreitender Entwicklung entstanden auch ringsherum neue Gaststätten, die zum Aufenthalt der zu Besuch gekommenen Familienangehörigen einluden. Eins der ersten dieser Art sehen wir ganz rechts im Bild. Es ist das Hotel 'Ritter Risloh', das bereits 1894 seine Tore öffnete. Das Gebäude steht in dieser Form nicht mehr, da es 1914 einem Brand zum Opfer fiel,

56. Zu den ersten Unterkunftsmöglichkeiten, die für die übenden Truppen geschaffen wurden, zählten besonders die Wellblechbaracken. Sie waren am einfachsten und schnellsten zu erstellen. Bis zum Ersten Weltkrieg standen davon noch fast vierzig im Gebrauch. Zur Versorgung der Soldaten gehörten natürlich auch Küchen mit Kantinen, die allerdings gleich in massiver Bauweise errichtet wurden. Davon gab es dann elf Stück im gesamten Lagerbereich. Eine ist hier auch in der rechten Bildhälfte zu sehen, Daneben gab es Scheunen, Geräteschuppen, Werkstätten, Geschoß- und Pulvermagazine, Latrinen, kleinere Gebäude sowie in abgegrenzter Lage mehrere Lazarettbaracken.

57. Dicht an dicht drängten sich schließlich die Baracken im Lager. An der einen Stelle waren es noch die alten Blechbaracken, an anderer die Stein- oder Holzbaracken wie hier. Zusammen gab es in der ersten Zeit etwa einhundert davon, in denen sich während des Sommers rund fünftausend Soldaten jeweils für drei oder vier Wochen einzurichten versuchten, Die Strafsen des Lagers hatten seiner Zeit zur besseren Orientierung auch Namen die aus dem Fürstenhaus genommen waren oder von Kommandeuren oder Männern stammten, die sich um den Schießplatz verdient gemacht hatten.

58. Auf diesem Bild (1913) erkennt man bereits, dass das Lager allmählich zu einem Wohnbereich der Truppen im Grünen wird, wie wir es in unseren Tagen vor uns haben. Zur Unterbringung der Soldaten waren hier auch schon große feste Baracken erbaut. Es sind die zweistöckigen Doppelkompaniebaracken. Links stehen aber noch die alten Marställe, die einst für die berittenen Truppen und für die Artillerie mit ihrem Fuhrpark eine wichtige Rolle spielten. Oft reichten die dreiundzwanzig Stallbaracken nicht aus, so dass man sich mit Stallzelten behelfen musste. Übrigens war im vorderen großen Gebäude für viele Jahre einmal die Freudenthalschule untergebracht.

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