Munster in alten Ansichten

Munster in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Wolter
Gemeente
:   Munster
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0800-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Munster in alten Ansichten'

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69. Das Gasthaus Carstens, Breloh, ist aus einem alten Bauernhof hervorgegangen, der bereits seit über dreihundert Jahren der Familie Carstens gehört. Wie bei verschiedenen Höfen in den Dörfern unseres Kirchspiels, so war auch dieser Hof, der sogenannte Steershof (Hofname), schon im vorigen Jahrhundert mit einem Krug verbunden. Auf der Ansichtskarte aus dem Jahre 1900 ist links das alte Haus des Hofes zu sehen, das 1906 abbrannte und anschließend durch das heutige ersetzt wurde. Wie beliebt schon damals der Krug 'Zum grünen Kranze' war, wird deutlich auf dem Bilde rechts. Von Münster und von weiterer kamen die Gäste, zu Fuß oder mit dem damals neuen Verkehrsmittel, dem Fahrrad, um hier einzukehren und unter den schattigen Eichen Kaffee zu trinken im Familienkreise.

70. Ein besonderes Schmuckstück unserer Umgebung ist ehemals die Sültinger Mühle gewesen, die von vielen Wanderern und Kunstmalern aufgesucht wurde. Sie gehörte zum Sültinger Bauernhof Winkelmann, einem Hof, der zu den größten und ältesten unseres Kirchspiels zählte. Die Mühle soll ursprünglich in Reinigen gelegen haben und später nach Sü1tingen an den Mühlenhof verlegt worden sein. Dort drehte sich ihr Mühlrad bis 1926, als das schöne Gebäude durch Feuer zerstört wurde. Danach stand dort wohl eine neue Mühle, doch sie musste wegen Erweiterung des Truppenübungsplatzes aufgegeben werden. Heute hat sie in völlig abgesperrter Lage des Platzes keine besondere Aufgabe mehr, ist auch nicht mehr allgemein zugänglich, zum Bedauern der Wassersportler, Wanderer und Radfahrer.

71. Hier erscheint das ehemalige Wohnhaus des Sievers'schen Hofes (Wichtendahlshof) in Kreutzen. Es zeigt die unverkennbaren Merkmale unserer Bauernhäuser in der Lüneburger Heide: niedrige Seitenwände und hohes Dach, kleiner Wohnteil (hinten) und geräumiger Wirtschaftsteil mit langer Diele und Viehständen, alles schlicht gehalten, nur mit etwas Schaugepräge an der Giebelwand. Da sich wahrscheinlich in den engen Stuben nicht mehr wohnen ließ, wurde auf dem Hof an anderer Stelle 1907 das jetzige Haus erbaut. Das alte Gebäude wurde ausschließlich Viehstall, aber 1922 abgebrochen, damit dort ein neues Wirtschaftsgebäude stehen konnte.

72. Dies ist ein ehemaliges Backhaus des Sievers'schen Hofes in Kreutzen, wie es sie aufvielen Höfen gegeben hat. Sie bestanden aus dem niedrigen meist überdachten Ofen und dem höheren Fachwerkanbau, in dem das Backgerät aufbewahrt und gebacken wurde. Je nach Größe des Hofes wurden etwa alle vier Wochen bis zu fünfzig Brote gebacken. Oft hielten mehrere Bauern ein einziges Backhaus in Gemeinschaftsnutzung. Gelegentlich war es auch als Wohnung für einen Häusling eingerichtet. Wegen des gefährlichen Funkenfluges stand es immer abseits von anderen Gebäuden, so wie das unseres Bildes, das aber 1945 abbrannte. Auch in Münster standen am Ende des vorigen Jahrhunderts noch drei solcher Backhäuser auf dem Pfarrhof, dem Stutmannshof und dem Winkelmannshof.

73. Dies Haus in Oerrel wurde kurz nach der Zeit erbaut, als die Korrigenden-Anstalt (Besserungsanstalt), 1878 eingerichtet worden war, aus der zeitweise siebzig bis einhundert Leute für die Aufforstungsarbeiten zur Verfügung standen. Nach dem Ersten Weltkrieg war hier dann das Wachpersonal für die Strafgefangenen, die bei den Forstarbeiten halfen, stationiert. Später befanden sich darin ein Forstbüro und das Helm'sche Geschäft, bis sich für beide anderweitig durch Neubau besseres Unterkommen fand. Oerrel war einstmals ein Ort in weiter Heide und ist jetzt ein Dorf im Wald geworden. Allerdings geht unser Bliek nicht mehr auf die hohen Bäume des nachgerückten Waldes, sondern man sieht hier jetzt auf die Kreuzung zur Lönsklause und auf das freie Grundstück des Waldjugendheimes (ehemalige Schule).

74. Hier stellt sich ein besonders stattliches Bauernhaus vor, das vor nicht allzu langer Zeit noch auf dem Feldmannshof in Ilster stand, einem Hof, der bereits 1450 genannt wird (Vicke up dem Felde) und seit über dreihundert Jahren im Besitz der Familie Alvermann ist. Breit hingelagert lag einmal das Haus unter mächtigen Eichen am Rande der Straße nach Soltau. Es hatte noch die alte Stohbedeckung auf dem tief herabgezogenen Dach, das auf einer niedrigen Fachwerkwand ruhte. Der abgewalmte Giebel mit dem klar gegliederten Balkennetz war eine Zierde des Hauses. Leider brannte das bereits einhundertsiebzig Jahre alte Gebäude am 13. Oktober 1952 ab, mitsamt einem reichen, bäuerlich schönen Inventar.

75. Ein Bild aus Trauen in alten Tagen, wenn man die inzwischen zurückliegenden fünfundfünfzig Jahre schon als alt bezeichnen kann. Das große Haus wurde damals von den Schulkindern aus Trauen, Sültingen, Kreutzen und Dethlingen neu in Besitz genommen, nachdem das alte Schulgebäude in Sültingen aufgegeben werden musste. Die Provinzialregierung übernahm das Sültinger Schulhaus und stellte dafür dieses in Trauen der Schulgemeinde zur Verfliegung. Es wird nun schon seit einigen Jahren nicht mehr von Schulkindern betreten, denn ein Schulbus bringt sie alle zum Unterricht nach Münster.

76. Den Schluss unserer Bildreihe bildet ein ehernals schönes Haus in Trauen. Wir stehen hier auf der Straße Münster-Hermanrisburg und sehen auf den Hof (Menkenhof) der Familie Herrs, die ihn bereits seit etwa 1740 bewirtschaftet. Wohl stehen dort noch die stämmigen Eichen, ähnlich ist auch noch die Auffahrt, aber leider sucht man vergeblich das lange Wohnstallhaus im Hintergrund, das in dieser ausgeprägten Form einmal das Urbild der niedersächsischen Bauernhäuser verkörperte. Es wurde 1958 aus ungeklärter Ursache ein Raub der Flammen. Interessant ist nur noch zu wissen, dass es vor einhundert Jahren bei der Erbauung ein ebenfalls durch Feuer zerstörtes Gebäude ersetzen musste.

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