Munster in alten Ansichten Band 2

Munster in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dietrich Breuer
Gemeente
:   Munster
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6728-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Munster in alten Ansichten Band 2'

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Munster in alten Ansichten Band 2

Dietrich Breuer

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ISBN 1 0: 90 288 6728 7 ISBNI3: 978 90 288 67284

© 2003 Europäische Bibliothek - ZaltbommeliNiederlande © 2010 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 2003

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Vorwort

Die Stadt Munster feiert in diesem [ahr ihre erste urkundliche Erwähnung vor 700 Jahren.Wilhelm Walter, der 1979 den ersten Band von 'Munster in alten Ansichten' bearbeitete, hatte herausgefunden, dass im [ahr 1303 ein Hermannus de Munstere ins Bürgerbuch der Stadt Lüneburg eingetragen worden war. Die Geschichte des Ortes dürfte aber eine Spanne von einem [ahrtausend umfassen. Nach durchaus ernst zu nehmenden Quellen begaben sich christliche Missionare bereits im 9. Jahrhundert in unsere Gegend und errichteten Kirchen und Kapellen für die jungen Gemeinden. Der erste Steinbau einer Kirche, dessen Reste vor allem noch im unteren Teil des Turmes erhalten sind, wird von Forschern auf die Mitte des 1 3. Jahrhunderts datiert.

Zur Kirche von Munster gehörten damals schon die 1971/72 in die Stadt eingegliederten Ortschaften Alvern, Breloh, Ilster, Oerrel mit Kohlenbissen, Töpingen, Trauen mit Dethlingen und Kreutzen. Lediglich Lopau lag in einem anderen Kirchspiel. Als 1519 Munster während der Hildesheimer Stiftsfede eingeäschert wurde und von 1527 an Herzog Ernst der Bekenner in seinem Fürstentum Lüneburg die Lehre Martin Luthers predigen ließ, standen nur wenige Höfe im Örtzetal. Selbst bei der Volkszählung 1 81 5 lebten im Ort erst 150 Einwohner in achtzehn Wohnhäusern. Die Bauernbefreiung im Königreich Hannover war mit einer umfassenden Bodenreform verbunden. Den Rezess unterschrieben am 2. Dezember 1857 einundzwanzig Interessenten. Als dieses Vertragswerk ein [ahr später in Kraft trat,

besaßen die Vollhöfner, wozu auch die pfarre gehörte, die Viertelhöfner, Anbauern undAbbauern zwischen 2,9 und 1 116 Morgen Land.

1866 wurde das Königreich Hannover von Preußen annektiert und preußische Provinz. Die Freie und Hansestadt Bremen brauchte für ihren Hafen eine schnelle Eisenbahnverbindung in die neue Hauptstadt des Reiches und baute im [ahr 1872 die sogenannte Amerikalinie mitten durch die Heide. Munster erhielt einen Bahnhof.

1893 wurde das Truppenlager bei Munster eröffnet, in dem die Soldaten mit ihren pferden und Geschützen untergebracht wurden, wenn sie auf den neuen Truppenübungsplatz Munster zu Übungen oder ins Manöver kamen. Die Soldaten küssten, wie einst ein Prinz Dornrösschen, dass damals knapp fünfhundert Einwohner zählende Munster wach und so wurde es in den zurückliegenden 110 [ahren zur bedeutendsten Garnison der Bundeswehr im vereinigten Deutschland.

Aus der Zeit der ersten Soldaten im 'Munsterlager', wie unser schönes Dorf bald weltweit genannt wurde, stammen auch die ersten Ansichtskarten und Fotografien. Die in diesem Buch abgedruckten Exemplare sollen Ihnen ein wenig aus dem letzten guten [ahrhundert erzählen. Schlechte Zeiten, die Munster insbesondere nach den beiden Weltkriegen durchmachen musste, sind lückenhaft dokumentiert. Es ist auch schwer an Bildmaterial aus der Zeit des Dritten Reiches zu kommen. Wären in diesen Band nur Fotos aus den letzten fünfzig [ahren

aufgenommen worden, so könnte man ebenfalls von 'Munster in alten Ansichten' sprechen, denn der Ort, die Stadt, wie sich Munster seit 1967 nennen darf, ist heute im Iahr 2003 für einen, der vor einem halben Jahrhundert zum letzten Mal hier war, nicht mehr wieder zu erkennen. Nehmen Sie einfach auch 'Munster ist schöri' zur Hand, das der Verfasser zum Stadtjubiläum fotografiert und zusammengestellt hat, dann können Sie 'Munster einst und jetzt' gegenüberstellen und miteinander vergleichen.

Es ist der Wunsch des Verlages, dass in diesem Band 2 keine Fotos veröffentlicht werden, die bereits im Band 1 enthalten waren. Damit müssen wir auf einige schöne und interessante alte Ansichten verzichten. Das Buch enthält aber nicht nur Ansichten von Gebäuden, Straßen und Landschaften, sondern ich habe auch wieder einige Fotos aus dem Leben im Dorf ausgewählt. Diese Bilder vermitteln uns am ehesten einen Eindruck davon, 'wie es früher war', denn entscheidend war und ist immer, wie man arbeitet, lernt, feiert.

Gerade die Dokumente aus der Zeit von 1933 bis 1945 führen uns sehr deutlich vor Augen, wie auch ein kleines Dorf in die großen politischen Verhältnisse und Verstrickungen eines großen Landes eingebettet ist. Die überwiegend aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts stammenden Bilder sind nur ansatzweise chronologisch geordnet und ich habe soweit das möglich war versucht, auch den eingemeindeten und liebgewordenen Ortschaften die gebührende Referenz zu erweisen.

Dietrich Breuer

1. Die Heidekirche ist zweifellos das älteste Bauwerk in Munster. Das Feldsteinmauerwerk des unteren Teiles des Turmes und in der Nordwand gehört noch zum ersten Steinbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Das darüber liegende Ziegelmauerwerk und der hölzerne Glockenturm daneben stammen aus der Zeit des Wiederaufbaues nach dem verheerenden Brand im [ahre 1519. Das Querschiff wurde 1880/81 eingefügt. Die St.-Urbani-Kirche gehört zu den schönsten Dorfkirchen der Lüneburger Heide.

2. Einen solchen Blick aus dem Örtzetal auf die St.-Urbani-Kirche hat der Betrachter heute nicht mehr. Gerade im Jubiläumsjahr möchte man sich die Erzählung noch einmal in Erinnerung rufen, dass im 9. Jahrhundert der Benediktinermönch Landalf aus Minden die Örtze aufwärts gezogen sein soll und in der Nähe des Hunnenberges eine hölzerne Taufkapelle errichtet hat. Das war dann der Vorgängerbau der aus dem 13. Jahrhundert stammenden ersten steinernen Kirche.

3. Es gab eine Zeit, da wurden die Darstellungen auf Ansichtskarten gezeichnet oder radiert und anschließend gedruckt. So mancher Künstler hat sich damit ein Zubrot verdient. Zu ihnen gehörte auch Robert Stratmann, der diese schöne Heidelandschaft zeichnete. Er wurde 1877 in Hannover geboren und starb 1950 in Munster. Hier hatte er sich 1924 ein Haus in der Nähe des Truppenlagers neben der jetzigen Esso- Tankstelle gebaut. Er gehört zu den bekanntesten Heidemalern überhaupt.

4. Über die Schwierigkeit, die Heide mit einem Fuhrweg zu durchqueren, ist viel berichtet und geschrieben worden. Es muss eine einzige Strapaze fürTier und Mensch und Fahrzeug gewesen sein. Einen kleinen Eindruck davon vermittelt diese Fotografie. Der Soldat, der die Karte 191 1 Fräulein Hertha von A. schrieb, meinte, dass es bei ihr viel schöner gewesen sei als nun wieder auf dem Truppenübungsplatz.

Gruss aus }v1unsler1ager

S. Wir blicken vom einstigen Hotel Erika, dessen Gebäudesubstanz in derWilhelm-Bockelmann-Straße S9 noch vollständig erhalten ist, die Lagerstraße in RichtungTruppenübungsplatz. Ganz links ist der 'Sankrug' zu erkennen, ein anspruchsvolles Hotel und Restaurant aus den Anfängen des Truppenübungsplatzes. 191 1 fiel es einem Brand zum Opfer und wurde anschließend wieder in einem etwas anderen Stil aufgebaut. Heute ist in dem Nachfolgebau die Polizeiinspektion Munster untergebracht.

6. Der 'Ritter Risloh' war in den ersten Jahrzehnten des Truppenübungsplatzes eines der vornehmsten Hotels mit Restaurant am Platz. Er stand gegenüber dem Tor zum Truppenlager an der Einmündung der jetzigen Hindenburgallee auf die Soltauer Straße, die damals noch völlig schlicht als Birkenallee bezeichnet wurde. Im Ritter Risloh verkehrten die höchsten Offiziere und hier stieg wohl auch der Kaiser ab. Das Nachfolgegebäude hat einen ganz anderen Ruf und soll sogar abgerissen werden. Die Lage an der Soltauer Straße markiert heute Munsters bekannte 'Lili-Marleen-Gruppe'.

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