Munster in alten Ansichten Band 2

Munster in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dietrich Breuer
Gemeente
:   Munster
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6728-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Munster in alten Ansichten Band 2'

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27. Die Kamera des Fotografen ist in die Wilhelm-Bockemann-Straße in Richtung Soltau gerichtet. Ein britisches Militärfahrzeug verrät, dass das Bild nach 1945 entstanden ist. Wir sehen zur Rechten noch einmal das schöne Gebäude von Hermann Schlißke und links das Postamt mit dem Turm, von dem aus früher die Telefonleitungen in alle Richtungen abzweigten.

28. Die Kinder stehen auf der Brücke an der Schwanenbult, wie der Durchlass für den Umlaufgraben am Mühlenteich früher genannt wurde. Heute trägt die Holzbrücke am Zufluss der Örtze in den Mühlenteich den Namen Schwanenbultbrücke. Das rechte Türmchen im Hintergrund gehört zum Haus von Hermann Schlißke und das linke zum Postamt. Interessant ist, dass jemand die Ansichtskarte mit einem Motivaus Munster im [ahr 1912 innerhalb von Hannover verschickt hat. Sie ist in Hannover gestempelt und der Empfänger Ernst K. wohnt schlicht 'Hier'.

29. 'Rûckkehr von der Parade' ist dieses Foto von Karl Redecker betitelt. Mit klingendem Spiel wurden aber die Soldaten auch begleitet, wenn sie vom Bahnhof durch das Dorf ins Lager einrückten, oder von einem anstrengenden Manöver zurückkehrten. Die Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Wie das Begleitpersonal auf Fahrrädern verrät, war nicht nur die Jugend von derartigen Aufzügen angetan.

30. Das Schuhhaus Heinrich Peters gibt es noch heute, die Sirene markiert das alte Rathaus und das Türmchen im Hintergrund ziert das 1907 errichtete neue Postamt. Dieser Straßenzug entstand zwischen dem alten Dorf und dem etwas mehr als einen Kilometer davon entfernt angelegten 'Truppenlager bei Munster'. 1893 war es ein Sandweg, der nach Soltau führte. Die Straße hieß Soltauer Straße, als sie bald darauf gepflastert wurde, bis sie in 'Adolf-Hitler-Damm' umbenannt wurde. Nach dem Ende des Dritten Reiches erhielt sie den Namen des ersten Gemeindevorstehers von Munster und hatte bis 1982 die Funktion einer Bundesstraße. 'WilhelmBockelmann-Straße' heißt sie heute noch, nachdem sie von 1983 bis 1986 zu einer verkehrsberuhigten Zone umgestaltet wurde.

31. Wir in Munster würden uns sehr freuen, wenn es in unserer Stadt noch ein Sägewerk gäbe. Wir brauchten es als Arbeitsplatz für die Menschen und sicher würde sich auch der Stadtkämmerer sehr darüber freuen. Bis vor einigen [ahren ließen noch zwei solcher Betriebe mit ihren Gattern die Gläser in den Schränken wackeln. Das hier abgebildete Sägewerk stand in der Breloher Straße. Die Stämme wurden mit Schienenwagen über die Straße hinweg zum Gatter befördert. Das würde beim jetzigen Straßenverkehr erhebliche Probleme machen.

32. Als auf dem Truppenübungsplatz Munster die Verstärkungskrafte für die Schutztruppen für die damalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika aufgestellt und auch wieder aufgelöst wurden, schickte 1906 ein Soldaten einem Freund diese Karte. Die Rückseite war in deutscher, italienischer und französischer Sprache bedruckt.

33. Einen solchen Ehrenbogen wünschte man sich zum 700 Stadtgeburtstag in diesemjahr. Er ist im Zuge der heutigen Wilhelm-Bockelmann-Straße in Höhe des 1907 errichteten Postamtes aufgestellt gewesen. Auf der Rückseite der Fotografie ist 191 1 vermerkt. Der Anlass konnte vom Verfasser noch nicht aufgeklärt werden. Der Kaiser war in dem [ahr nicht zu Besuch und die Bürgergilde wurde erst 1920 gegründet. Auf jeden Fall steht auf der freien Fläche hinter der Ehrenpforte heute das Rathaus.

Munster i, H .

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34. DieseAufnahme ist nicht weniger Interessant. Der Fotograf der das Panorama von Munster in Hannover aufnahm, befindet sich auf einem Dach der HäuserWilhelm-Bockelmann-Straße 51.53 oder vielleicht SS. Das Haus am linken Bildrand steht im Klappgarten und das Türmchen hinter der Waldkulisse im rechten Teil gehört zum Postamt. Das Foto muss nach 1907 und vor 1911 entstanden sein.

35. Diesen freien Blick über den Mühlenkolk hinüber auf die St.-Urbani-Kirche hatte man wohl zur Zeit des Ersten Weltkrieges und kurz danach. Der Bau des Café-Alvermann, dessen Kolonnaden am linken Bildrand zu erkennen sind, wurde zwar im Wesentlichen 1913 fertig gestellt, aber Bäcker Alvermann konnte erst nach dem Krieg dort einziehen und den Geschäftsbetrieb aufnehmen. Die Terrasse wurde in den dreißiger [ahren verbreitert.

Krlegsgetangene tranz, Offiziere Degenablabe

36. Das Bild sagt alles. Bis zu 20 000 Kriegsgefangene waren nach Beginn des Ersten Weltkrieges in den militärischen Anlagen 'Munsterlager' untergebracht, bis bei Soltau für sie ein eigenes Gefangenenlager errichtet wurde und sie teilweise dorthin verlegt wurden. Auch Kriegsgefangene waren ein beliebtes Motiv für Ansichtskarten, die in alle Welt gingen, bis sich das Kriegsglück wendete. Und das sogar gewaltig.

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