Murrhardt in alten Ansichten

Murrhardt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Gerhard Fritz und Hans Dieter Bienert
Gemeente
:   Murrhardt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4617-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Murrhardt in alten Ansichten'

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19. Die Lederfabrik Schweizer nach ihrer Fertigstellung. Ihr Entstehen hat nicht nur den Alltag, sondern auch das Aussehen Murrhardts völlig verändert: Der riesige Gebäudeklotz war fast so lang wie das gesamte, dahinterliegende Städtchen. Man erkennt klar die Anbindung der Fabrik an die Bahnanlagen; das relativ kleine Gebäude mit Walmdach innerhalb des Fabrikkomplexes vorn ist die Kantine.

20. Von der zweiten wichtigen Industrieanlage Murrhardts, der Waagenfabrik Soehnle, sind leider nur wenige Bilder erhalten. Soehnle, heute der größte Arbeitgeber der Stadt mit riesigen Produktionsstätten in der Weststadt, hatte in der Fornsbacher Straße begonnen. Dort besitzt er auch heute noch einen Teil seiner Fabrikationsanlagen. Dieses Bild der Waagenfabrik Soehnle dürfte ungefähr von 1930 stammen.

21. Ebenso wie die Fabriken gehören auch die Vereine zur Murrhardter Geschichte. Von besonderer Bedeutung war der VfR Murrhardt, der seine Spieler insbesondere unter den Arbeitern der Fabriken rekrutierte. Hier sehen wir ein Fußballspiel des VfR auf dem alten Sportplatz am 10. Juli 1921. Links erkennt man die alte Turnhalle, rechts das Haus Walterichsweg 18 (Stadtarchiv , 1982/83 umstritten als Spital/Schafhaus). Heute nicht mehr vorhanden ist das kurz vor 1980 abgerissene weiße Haus am Walterichsweg. Hinten sieht man die Stadtkirche und die bewaldete Höhe des Riesbergs.

22. Die Sägmühle Gampper im Graben im Jahre 1920. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle die Oberrnühle, eine der ältesten Murrhardter Mühlen überhaupt. Die bereits 1338 erwähnte Obermühle brannte kurz vor dem Ersten Weltkrieg ab. Die Gebrüder Gampper errichteten an ihrer Statt eine Sägmühle, Später erwarb Kar! Nolff die Sägmühle und errichtete hier seinen großen holzverarbeitenden Betrieb. Nachdem Nolff seine Firma nach Murrhardt-Fornsbach verlagert hat, werden die Fabrikationsgebäude heute von der Firma Schweizer & Weichand als Gießerei genützt. Die Personen links vorne gehören zur Familie Schönemann .

23. Der Obermühleweg im Jahre 1925: Murrhardt war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eine von seinen Mühlen geprägte, von mehreren Mühlkanälen zerschnittene Stadt. Die Kanäle gaben Murrhardt aber zugleich auch ein heimeliges, naturnahes Aussehen. Wo sich 1925 vor dem Hintergrund des Murrhardter Hausberges Linderst abwechslungsreich Kanal, Brücke und Geländer zeigen, gähnt heute die monotone Asphaltfläche des Parkplatzes unterhalb der Murrlichtspiele. Bald wird sich hier die Schneise der Innenstadttangente befinden. Ganz links erkennt man Frau Schönemann und, in dunklem Mantel mit Hut, den jahrzehntelang als Stadtarzt in Murrhardt tätigen Dr. Berner.

24. Murrhardt war lange Jahrhunderte eine Stadt der Wirtschaften. Noch im Jahre 1925 waren weit über zwanzig Wirtschaften vorhanden. Hier sehen wir eine Hochzeitsgesellschaft vor dem Adler im Jahre 1913 in der Brandgasse. Der Adler ist heute, wie die meisten Alt-Murrhardter Wirtschaften, nicht mehr erhalten. Er beherbergt heute das Elektrogeschäft Gauß. Der letzte Adlerwirt Kugler hat seine Wirtschaft noch vor 1920 aufgegeben. Bei der Hochzeitsgesellschaft ist von Interesse, daß die Braut (3. von links mit Strauß) nicht etwa, wie heute üblich, weiß gekleidet war, sondern feierliches Schwarz trug.

25. Der 26. März 1913: Der Adler hat durch einen Brand schwere Schädenerlitten, aber die Murrhardter Feuerwehr hat eine völlige Vernichtung des Hauses gerade noch verhindern können. Unter dem Vordach ganz rechts im Bild erkennt man einige Möbel, die man aus dem brennenden Haus hat retten können. Für die Schülerinnen der Mädchenschule ist der Brand eine kleine Sensation: Sie haben sich, zusammen mit einigen Feuerwehrleuten, zum Foto aufgestellt.

26. Gasthaus 'Zur Krone' um die Jahrhundertwende. Das markante Gebäude lag ursprünglich außerhalb der Stadtmauer direkt vor dem oberen Stadttor und bot so allen Reisenden Unterkunft, die nach der Schließung der Stadttore keine Herberge mehr innerhalb der Stadt bekamen. In seiner heutigen Form stammt das Gebäude aus dern Jahr 1745, ist also eines der wenigen Häuser aus der Zeit vor dem Stadtbrand von 1765. Eine Wirtschaft ist heute längst nicht mehr in dem Haus.

27. Gasthaus 'Waldhorn' in der unteren Hauptstraße 1903. Die Wirtschaft war 1902 abgebrannt und wurde gleich darauf in der auf unserem Bild sichtbaren Form als stabiler Backsteinbau wieder autgebaut. Im April 1945 wurde das Waldhorn durch Beschuß schwer beschädigt, bestand aber - erneut aufgebaut- bis in die siebziger Jahre als gepflegtes Speiselokal weiter. Heute beherbergt das Gebäude das Fernsehgeschäft Mayer und Arztpraxen.

28. Gasthaus 'Lamm' (Georg Weidner) im Murrhardter Teilort Harbach im Jahre 1935. Die Gastwirtschaft existiert noch heute und ist weiterhin in Familienbesitz, sie hat ihr bäuerlich-heimeliges Äußeres infolge umfassender Modernisierungsmaßnahmen jedoch verändert.

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