Murrhardt in alten Ansichten

Murrhardt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Gerhard Fritz und Hans Dieter Bienert
Gemeente
:   Murrhardt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4617-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Murrhardt in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Hochzeitsgesellschaft vor dem Schwanen vor 1914. Die Braut ist auch hier dunkel gekleidet und trägt ihren Brautkranz. Der Schwanen, der einen großen Saal besaß, war für Hochzeiten und Versammlungen jeder Art eine über vie1e Jahrzehnte äußert beliebte Wirtschaft. Seit den sechziger Jahren reduzierte man den Wirtschaftsbetrieb immer mehr und gab ihn, nachdem zuletzt nur noch ein Vesperstüble vorhanden war, schließlich ganz auf. Das Gebäude beherbergt heute die Metzgerei Wagner und hat sich durch vorgeblendete grellweiße Verkleidungsplatten sehr zu seinem Nachteil verändert.

30. Gasthaus Hirsch in der Hauptstraße am 22. März 1909- eben ist eine ganze Wagenladung Stuttgarter Bier angeliefert worden. Das war damals eine Besonderheit, denn meist verwendete man das Bier kleiner, örtlicher Brauereien. Von seiner Ausdehnung her war der Hirsch das größte Murrhardter Gasthaus. Das ganze 20. Jahrhundert ûber war es im Besitz der Familie Gauß. Sie betreibt die Gastwirtschaft aber seit geraumer Zeit nicht mehr, sondern hat sie verpachtet.

31. Die Sonne-Post in den Jahren um 1870-1880, damals noch ohne alle Anbauten und ohne den später aufgesetzten, charakteristischen Mittelgiebel. Das Fachwerk ist verputzt, die linke Hälfte des Erdgeschosses dient als Scheuer oder Wagenremise. Die frühere Sonne verdankte es ihrer Lage vor der Stadtmauer, daß sie zur Poststation wurde.

Gasthof z

32. Die im vorigen Bild noch sehr ländlich wirkende Sonne-Post hat sich hier bereits zum renommierten Gasthaus mit überörtlicher Bedeutung entwickelt: Am 8. Mai 1921 war sie das Ziel einer Ausfahrt des Württembergischen Automobil-Clubs. Automobilisten und Motorradfahrer haben sich stolz zum Foto aufgestellt.

33. Der Löwen befand sich in der Hauptstraße und lag vor dem oberen Tor. Die Wirtschaft ist schon relativ früh eingegangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die alten Wirtschaftsräume als Verkaufsräume für Kaufhausketten wie Lichdi oder Aldi. Die schönen halbrunden Schaufenster auf unserem Bild sind verschwunden und haben einer Totalverglasung Platz gemacht. Die heutige Verkleidung der Obergeschosse mit schwarzem Eternit trägt sicher nicht zur Verschönerung des Hauses bei. Die Hochzeitsgesellschaft auf unserem Bild läßt sich sogar identifizieren. Es ist die Hochzeit des Wilhelm Munz aus Klingen (1875-1917) im Jahre 1909.

34. Die Stadt- bzw. Klosterkirche in den Jahren nach 1850, jedenfalls aber noch vor 1870. Damals trug die Kirche noch wesentlich niedrigere Turmhelme als heute. Unmittelbar an den Südturm der Kirche angebaut ist noch der Fruchtkasten, dessen Fachwerkgiebel klar erkennbar ist. Besonders eindrucksvoll ist der freie Bliek durch den Sonne-Post-Garten auf die Klostermauer vor der Kirche. Die Mauer war damals noch wesentlich höher als heute. Heute ist der Sonne-Post-Garten durch den FlachdachNeubau des Sonne-Post-Hotels völlig bebaut, die schöne Aussieht auf die Kirche existiert nieht mehr.

35. Friedhofstor mit Bliek zur Walterichskirche um 1920. Hier begraben die Murrhardter ihre Toten seit fast 2 000 Jahren. Daß auch Friedhöfe ihr Gesicht verändern, sieht man hier deutlich: Schrnucke, kunstvoll geschnitzte Holzkreuze ragen über die Friedhofsmauer , herrlich behauene steinerne Grabdenkmäler aus dem 18./19. Jahrhundert lehnen bereits achtlos zur Seite gestellt rechts neben dem Tor. Heute sieht der Friedhof mit seinen monotonen modernen Grabsteinquadern wesentlich eintöniger aus.

36. Das älteste, heute noch erhaltene Fachwerkhaus Murrhardts in den zwanziger Jahren. Dieses Gebäude im Graben stammt aus der Zeit von etwa 1550/1620, der auf Holzständem stehende Anbau mit seinem originellen Rautenmusterfachwerk ist eine Zutat des 18. Jahrhunderts. Während das Hauptgebäude heute noch existiert, ist die Scheuer, die ganz links im Bild noch zur Hälfte abgebildet ist, nicht mehr erhalten. Ihre Balkenkonstruktion weist auf ein hohes Alter (wohI16. Jahrhundert) hin. Ohne den architektonischen Wert der Scheuer zu erkennen, hat man sie leichtfertig abgerissen.

37. Das Haus Lang im Graben im Jahre 1910. Hier war der Sitz des Verlags Lang, der seit 1884 die Murrhardter Zeitung herausgab. Wie viele andere Gebäude fiel auch dieses Haus im April 1945 dem amerikanischen Beschuß zum Opfer. Dabei ging das umfangreiche Zeitungsarchiv zugrunde - ein unersetzlicher Verlust für die Murrhardter Ortsgeschichte. 1945 sind alle Zeitungsbände seit 1884 und eine riesige Menge von historischen Fotos verbrannt. Gleich nach 1945 wurde das Haus neu erstellt und beherbergt heute erneut die Verlagsräume der Murrhardter Zeitung.

38. Das Torhäusle in der Haupstraße in den zwanziger Jahren. Bis 1820 befand sich hier, die Hauptstraße überspannend, der untere Torturm, der bei seinem Abriß durch das Torhäusle ersetzt wurde. Im Torhäusle waren viele Jahrzehnte lang der Polizeiposten und das Gefängnis untergebracht. Das schmucke kleine Fachwerkhäuschen überstand das Inferno des April 1945, um nach dem Krieg leichtfertig und ohne Sinn für historische Bausubstanz abgerissen zu werden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek