Murrhardt in alten Ansichten

Murrhardt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Gerhard Fritz und Hans Dieter Bienert
Gemeente
:   Murrhardt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4617-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Murrhardt in alten Ansichten'

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Murrhardt

? Riesbergerho1ungshei ??

39. Seit Ende des 19. Jahrhunderts erwarb sich Murrhardt allmählich den Ruf eines Erholungsortes und einer Sommerfrische für geplagte Großstädter. Verschiedene Kur- und Erholungsheime entstanden, so beispielsweise das hier abgebildete Riesbergerholungsheim 'Kaffeemühle' an der Straße nach Westermurr. Unter seinen verschiedenen Besitzern (Kraus, Böcklin, Ebinger) nahm es lange Zeit Kurgäste auf. In den dramatischen Tagen des Ruhrkampfs 1923 wurden hier auch von den Franzosen aus Buer ausgewiesene Familien und Kinder untergebracht.

40. Das Freibad am Murrwehr am Obermühleweg in den zwanziger Jahren. Das Wehr regelte ursprünglich den Wasserzufluß zum Kanal der Obermühle, der hinter dem Holzhäuschen am rechten Bildrand abzweigte. Nachdem als erstes nachweisbares Murrhardter Freibad der Feuersee gedient hatte, war bereits vor dem Ersten Weltkrieg die aufgestaute Murr am Obermühleweg zum Murrhardter Freibad geworden. Ursprünglich mußten Männlein und Weiblein nach Geschlechtern getrennt vorund nachmittags zum Baden anrücken.

41. Haus des Fotografen Weber mit Atelier an der Ecke Siegelsberger Straße und Fritz-SchweizerStraße vor 1910. Hier hat der Mann gelebt und gearbeitet, dem wir die meisten in unserem Bildband vorgestellten Bilder verdanken. Das Haus ist noch heute erhalten, hat jedoch das Atelier und den schönen geschwungenen Giebel eingebüßt und ist auch ansonsten stark verändert. Es hatte nicht zuletzt 1945 bei der Sprengung der unmittelbar danebenliegenden Eisenbahnbrücke schwere Schäden erlitten.

42. Das in den dreißiger Jahren neu bezogene Fotohaus Weber mit den Arkaden im Graben direkt neben den Murrhardter Möbelwerkstätten. Beide Häuser gingen beim Beschuß am 18. April 1945 zugrunde. Die junge Frau vorne links ist die Tochter des Fotografen, Esther Weber, verheiratete Dreikauß.

43. Doppelhaus DähnlWieland am Beginn der Siegelsberger Straße um 1910. Heute hat hier die Firma Wieland, die mittlerweile das gesamte Anwesen besitzt, eine Shell-Tankstelle und ein Geschäft für landwirtschaftliche Maschinen. Das alte Gebäude wurde, wie fast alle Häuser in dieser Gegend, im April 1945 zerstört. Gerüchte wollen wissen, daß die abziehenden deutschen Truppen hier noch einmal auf die anrückenden Amerikaner geschossen hätten.

44. Doppelhaus DähnJWieland und Fotoatelier Weber (im Hintergrund) bei einer Überschwemmung September 1912.

45. Menschenmenge auf dem zugefrorenen Feuersee Januar 1908. Wenn man die landschaftliche Schönheit und den Freizeitwert des Feuersees sowohl im Sommer als auch im Winter bedenkt, kann man nur den Kopf schütteln über den vor knapp zwanzig Jahren im Gemeinderat ernsthaft diskutierten Plan, den See zuzuschütten und an seiner Stelle Parkplätze zu schaffen. Zum Glück wagt heute keiner mehr in diese Richtung zu denken.

46. Eisstauungen an der Murr im kalten Winter 1928/29. Das Bild stammt aus dem März 1929, die Eisschollen waren bis zu 80 cm dick.

47. Ein für den Lebensalltag vor dem Ersten Weltkrieg höchst bemerkenswertes Bild: Die Personen im Vordergrund bedienen gerade eine einfache Obstmühle, bei der ein senkrecht stehender Mühlstein in einem Holztrog hin- und herbewegt wird, Leider ist nicht zu erkennen, wo man den Obstsaft aus dem Trog ablaufen lassen konnte. Das Gebäude ist die alte Lohmühle am Kehbach, an der Abzweigung des Kirchrains von der Gartenstraße. Die Straße, die im Hintergrund bergaufwärts führt, ist die Gartenstraße - damals noch völlig unbebautes Gebiet.

48. Das Murrhardter Rathaus beim Sängerfest 1913. Unter dem obersten Fenster in der Mitte befindet sich der alte Wappenstein mit der Jahreszahl 1558, der beim Neubau des Rathauses anno 1787 vom alten Rathaus übernommen worden war. Der Wappenstein war vier Jahrhunderte lang vorhanden. Beim Umbau des Rathauses 1959 hat man ihn zerschlagen und fortgeworfen. Auf dem Original des Fotos kann man die Aufschriften der Plakate am Balkon lesen. Sieheißen: Gesangverschöntdas Leben, Gesang erfreut das Herz. Und: Hoch den Sängern. An der Rathaustür sind nebeneinander zwei Bildplakate angebracht mit der Aufschrift: 26. Landw. Wanderausstellung.

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