Mylau in alten Ansichten

Mylau in alten Ansichten

Auteur
:   Andreas Raithel
Gemeente
:   Mylau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5561-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mylau in alten Ansichten'

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9. Im April 1907 wurde der Südwestflügel der Burg abgebrochen, um an dessen Stelle einen Neubau zu errichten. Hier orientierte man sich nicht mehr am Historismus, sondern am Jugendstil.

10. Am 6. Juni 1907 begannen die Maurerarbeiten für den Neubau des Südwestflügels. Er sollte zusätzliche Räume für die Stadtverwaltung aufnehmen. Der darüber befindliche Saal mit Bühne wurde zunächst vom Schloßschenkenwirt genutzt. 1921 zog hier eine Jugendherberge ein.

11. Diese Radierung von der Burg schuf Robert Langbein, von dem es eine Reihe von Farbbildern auf Ansichtskarten des Schloßbauvereins gibt. Deutlich ist die repräsentative Gestaltung des Historismus zu erkennen: der 1894-1896 zum Rathaus umgebaute Palas und die Porphyr-Brüstung der Wehrmauer van 1897.

12. Der Fabrikant Robert Merkel (1850-1916), Mitinhaber der Kammgarnweberei und -spinnerei Hopf & Merkel, war dreißig Jahre lang Stadtrat in Mylau. Als Landtags- und Reichstagsabgeordneter sowie als Vorsitzender bzw. Vorstandsmitglied sächsischer Industrieverbände spielte er eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben. Am 10. Juni 1892 gründete er den Mylauer Schloßbauverein, und leitete ihn bis zu seinem Tode. Seiner unermüdlichen Tätigkeit sind die Rettung und Umgestaltung der Burg zu danken.

13. Am 14. Mai 1893 wurde in der Burg die Schloßschenke eröffnet. Drei Gastzimmer gehörten dazu. Der Eckraum (Foto) und das Metzschzimmer wurden 1899-1900 im sogenannten altdeutschen Stil gestaltet. Das Reichenbacher Maleratelier Harnisch übernahm die Ausmalung.

14. Von 1894 bis 1896 erfolgte der Umbau des Palas der Burg zum Rathaus. Der Höhepunkt der außen und innen betont repräsentativen Gestaltung war der Ratssitzungssaal. Die Brüder Arthur Georgi (Fabrikant in Mylau) und Dr. Otto Georgi (Oberbürgermeister von Leipzig) stifteten ein von der Hofglasmalerei F.X. Zettler in München gefertigtes großes Glasfenster (auf dem Foto im Hintergrund) mit dem Wappen von Reich, Königreich und Stadt. 18991ießen sich die Beamten und Angestellten der Stadtverwaltung vor dem Historismus-Portal des Rathauses fotografieren. In der Mitte ist Bürgermeister Gottreich Adolf Jacob zu erkennen.

15. Am 17. September 1897 besuchten König Albert und Königin Carola von Sachsen die Burg. Sie besichtigten auch die neuen Wandmalereien von Richard Harnisch im Roten Turm mit den Darstellungen der Schlösser der Wettiner. Auf der Wehrmauer entstand das Foto. Es zeigt rechts Prinz Georg, den Bruder des Königs, neben ihm Bürgermeister Jacob, den König (halb verdeckt), die Königin und Arthur Georgi (erklärend).

16. In vorreformatorischer Zeit war die Mylauer Kirche dem heiligen Wenzel geweiht. Sie dürfte Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut worden sein. Mit der Zunahme der Einwohnerzahl nach dem Dreißigjährigen Krieg machten sich Erweiterungen notwendig. 1688 entstand ein größerer Anbau. Für die Stadt Mylau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts bei über 3 000 Einwohnern ein Kirchneubau immer notwendiger. Nach fotografischen Außen- und Innenaufnahmen erfolgte im September 1887 der Abriß des alten Gotteshauses.

17. Das Innere der alten Kirche war schlicht. Auf der Empore hinter dem Kanzelaltar und direkt unter dem Dach stand die Orgel. Der berühmte 'königlich-polnische und churfürstlich-sächsische Hof- und Landorgelbauer' Gottfried Silbermann aus Freiberg hatte sie 1730/31 erbaut. Die Orgelweihe erfolgte am 2. Dezember 1731 mit einer Kantate des Mylauer Kantors Johann Christoph Tröger. 1887 wurde die SilbermannOrgel geborgen und 1890 in die neue Kirche eingebaut. Damals erhielt das wertvolle barocke Instrument ein neogotisches Gehäuse.

18. Im Jahre 1855 war auf Anregung des Pfarrers Heubner ein Kirchbauverein gegründet worden. Eine regelmäßige Pfennigsammlung erbrachte bis 1887 133 000 Mark. Während der Amtszeit des Pfarrers Schlag schritt man zum Kirchneubau. Am 15. September 1887 wurde der Grundstein gelegt. Die Aufnahme entstand während des Richtfestes am 1. August 1889.

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