Nabburg in alten Ansichten

Nabburg in alten Ansichten

Auteur
:   Ernst Dausch
Gemeente
:   Nabburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5587-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nabburg in alten Ansichten'

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19. Zum Bild der Nabburger Altstadt gehört ein Handwerksbetrieb, der schon im Jahre 1803 gegründet wurde und zu den ältesten der Stadt zählt. Dieses schmucke Haus gehörte Anton Schreiner; er war 'Königlicher Hofzinngießermeister, Kaiserlicher und Königlicher Hoflieferant'. Im Privatarchiv der Firma befinden sich unter anderem Ernennungsurkunden, Silber- und Goldmedaillen, Auszeichnungsurkunden von Weltausstellungen, Dankschreiben höchster Staatsbeamter; sogar Seine Kaiserliche Hoheit, der Großfürst Wladimir von Rußland, gehörte zu den Kunden. Die Aufnahme fertigte der Sohn Georg Schreiner im Jahre 1908.

20. Das Bürgerspital, ein sehr interessantes Haus in der Altstadt Nabburg. Es bietet in seiner behäbigen, breithingelagerten Masse einen wohltuenden Anblick für jedes Auge. Durch die langgezogene Frontmauer mit der gut ausgewogenen Höhe und einem fast ebenso hohen Dach, glaubt man die Ruhe der 'guten alten Zeit' förmlich zu spüren. An der Südkante der Hausfront ist das Epitaph des Predigers Sixtus Lerchenfelder eingernauert, der einst die Wandlungsglocke für die Pfarrkirche stiftete. Das Bürgerspital war damals nicht etwa ein 'Armenhaus', sondern die alten Bürgersleute konnten, nachdem sie ihr Anwesen übergeben hatten, hier auf Kosten der reichen Spitalstiftung ihren Lebensabend verbringen .Über den Bau erfahren wir erstmals im Jahre 1412 aus dem Testament des Pfarrers J ohann Zenger; es gab auch einen Plan, dieses Spital bei der Nikolauskirche in der Vorstadt Venedig zu bauen.

21. Das bedeutendste Bauwerk der Stadt Nabburg ist zweifellos die Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist. Ein hochgotischer Bau des 14. Jahrhunderts, der schon etwa 1290 begonnen wurde. Ursprünglich hatte diese Kirche zwei Türme; 1536 brannte der Nordturm durch Blitzschlag ab. Im 15. Jahrhundert wurde die Westernpore und nördlich die Annakapelle errichtet. An das alte Südportal wurde im 18. Jahrhundert die Sebastianskapelle angebaut. Das Hauptschiff mit einem - was eigentlich nicht alltäglich istChor im Osten und Westen bildet mit dem gleichhohen Querschiff die Kreuzform, die Seitenschiffe sind niedriger und errnöglichen so die Belichtung des Mittelschiffes. Getragen wird das Gewölbe durch Bündelpfeiler. Vom alten Inventar verblieb die Madonna auf der Mondsichel, die zwei Engel tragen, eine sehr gute Arbeit aus der Zeit um 1470. Rechts vom Hauptportal befindet sich an der Außenwand der Kirche eine Reliefplastik aus Sandstein, die ohne Abtrennung auf der gleichen Tafel links die Kreuzabnahme und rechts die Grablegung Christi zeigt. Diese beachtenswerte Arbeit aus der Zeit um 1400 ist leider schon stark beschädigt. Die Kirche hat auch einige interessante Grab- und Gedenksteine, unter anderem des Nabburger Pfarrers Georg Thumbacher, des Benediktinerpaters Kaspar Rueppandus aus Andechs, des Dekans Johann Jakob von Windisch aus Aschenfeld, des Regensburger Domdechanten Nikclaus von Kindsperg, der Brandt und Neidhardt von Gneisenau; daneben zeigt ein Steinrelief Christus am Ölberg und darunter das Wappen der Krätzl. An der nördlichen Außenwand steht auf einer Konsole ein 'Schmerzensmann' mit falsch aufgesetzem Kopf; an der Konsole befinden sich zwei Wappen.

22. Eine Aufnahme des linken Seitenaltares - des sogenannten Marienaltars - in der Pfarrkirche Nabburg aus dem Jahre 1930. In der Mitte die aus dem 15. Jahrhundert stammende Madonna auf der Mondsichel. Als nicht mehr 'zeitgemäß' hat man bei einer urntangreichen Renovierungsmaßnahme im Jahre 1961 diesen neugotischen Altar entfernt.

23. Der Innenraum der Pfarrkirche um die Jahrhundertwende; der Ostchor ist noch ohne bemalte Glasfenster. Der neugotische Kanzelaufbau sowie die Fassungen der Kreuzwegstationen sind nicht mehr vorhanden; lediglich der neugotische Hochaltar wurde vor zehn Jahren wiedererrichtet.

24. Der Antoniusaltar stand früher in der Pfarrkirche rechts vom Hauptaltar. Aus einem Inventarverzeichnis, das ein Johannes Besalm im Jahre 1474 erstellt hat, geht hervor, daß damals elf Altäre vorhanden waren. 1950 waren noch fünf Altäre in der Pfarrkirche; der Hauptaltar, links davon der Marienaltar, rechts der Antoniusaltar, in der Sebastianskapelle der Sebastiansaltar und in der Annakapelle der Josefsaltar.

25. Von welcher Seite man auch immer die Stadt Nabburg betrachtet, stets ist sich mächtig erhebend und sichtbar die Stadtpfarrkirche. Man muß sich schon wundern, daß man seinerzeit in einer doch verhältnismäßig kleinen Stadt so eine mächtige Kirche gebaut hat, Bischof Senestrey - er wirkte um die Jahrhundertwende im Bistum Regensburg - hat der Nabburger Kirche damals den schönen Namen Johannisdom gegeben. Eine Luftaufnahme aus den dreißiger Jahren.

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26. Das Obere Tor - im Norden der Stadt - um die Jahrhundertwende. Der Aufgang und die dazugehörigen An- und Aufbauten aus Holz sind noch sehr einfach, fast verkommen. Dieser achteckige Torturm ist ein äußerst malerisches Bauwerk. Die Jahreszahl 1565 in der Außenwand läßt auf einen Umbau der Tordurchfahrt schließen; hier sind noch die Mauerblenden für das Fallgitter und zwei Reihen von Krallensteinen, die es hielten, zu sehen. Die anschließende Straße nach Kemnath/a.B. verläuft nach dem Tor ein Stück im 'Zwinger' (Raum zwischen der äußeren und inneren Stadtmauer). Bekannt ist die Sage 'Vom Hufeisen am Obertor'.

27. Das Obertor mit der damaligen Oberen Schmiede. Der linksseitige große Tordurchbruch durch die alte Stadtmauer erfolgte erst 1913. Dieses Tor war seinerzeit dem Abbruch nahe; dem Historischen Verein in Regensburg und Amberg ist es zu verdanken. daß es erhalten blieb. Der genannte Verein lieferte auch die Umbaupläne. Eine Werbekarte des Gasthofes 'Zum Stern' aus den dreißiger Jahren; die Aufnahme machte der 'Photorneister Herben Landgraf aus ZwickaufSa.'

28. An der Westseite des Bürgerspitals schließt sich der Spitalhof an. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kommunbrauerei wurde 1920 das Katholische Jugendheim errichtet. Stadtpfarrer Josef Schlegl und Kaplan Georg Schinner haben sich damals um diesen Bau große Verdienste erworben. Baumeister war Fritz Danhauser. Eine Aufnahme von Georg Schreiner aus dem Jahre 1924.

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