Nabburg in alten Ansichten

Nabburg in alten Ansichten

Auteur
:   Ernst Dausch
Gemeente
:   Nabburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5587-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nabburg in alten Ansichten'

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enne 1520

49. Bei dieser alten Postkarte aus dem Jahre 1896 vom Verlag B. Wende aus Berlin-Schöneberg handelt es sich um eine gezeichnete 'Vorlagenkarte' auf der dann immer nur noch das jeweilige 'Stadtbild' eingesetzt wurde. Bei der Stadt Nabburg handelt es sich um den bekarmten Merianstich aus dem Jahre 1644 (nicht 'anno 1520'); verkauft wurde diese Karte in der Buchbinderei Michael Müller, Nabburg; sein Nachfolger war Jakob Mehltretter.

50. Das frühere 'Höidhaus' am Brunnanger; hier wohnte der Gemeindehirte. Er hatte gleichzeitig die Aufgabe den 'Bumml", Gemeindestier, zu halten und die Rinder und Schweine zu hüten. Der 'Höida' (Hüter) blies mittags mit einem Horn durch die Gassen, worauf die Rinder in den Ställen losgemacht und vom Hüter auf den Hutanger getrieben wurden, wo sie bis zum Abend unter seiner Aufsicht weideten. Auf dem Platz des ehemaligen Hüthauses steht heute das Feuerwehrgerätehaus der Stadt Nabburg. Der frei liegende Bach ist zwischenzeitlich verroht.

51. Die St.-Nikolaus-Kirche in Nabburg-Venedig liegt am linken Naabufer, gegenüber dem Stadtberg, in der Vorstadt Venedig. Dieser Kirchenbau dürfte im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts entstanden sein. Sie ist eine der sechs romanischen Hallenkirchen in Bayern, die von hohem kunstgeschichtlichen Interesse sind, Die früher dreischiffige gewölbte Hallenkirche rnit ihren fünf Jochen, einer Ostapsis und zwei Türmen über den östlichen Joehen des Seitenschiffes, hat aus der damaligen Zeit nur noch eine Empore , die das dreischiffige West joch einnimmt. Auf dem Votivbild in der Kreuzbergkirche zu Schwandorf von 1796 hat die Kirche noch zwei Türme. 1806 fiel sie der Säkularisation zum Opfer und wurde profaniert. Ein Gastwirt steigerte die Kirche, verkaufte die Glocken und die Einrichtung und machte aus diesem Heiligtum eine Scheune. 1910 erwarb der Bayerische Staat die Kirche; es fehlten jedoch die Mittel zur Renovierung, so daß dieser Bau weiterhin als Lagerstätte Verwendung fand. Ende der sechziger Jahre wurde die Wiederherstellung als Kriegergedächtniskirehe eingeleitet. Am 16. August 1970 erfolgte die Benediktion der St.-Nikolaus-Kirche.

52. Der 'Edelmannshof in Persehen war zu der Zeit, als Nabburg noch nach Persehen eingepfarrt war, ein Pfarrhof. Seinen Namen hatte er von einem Besitzer namens 'Edler von Steinling'. 1605 erhielt dieser Bauernhof das jetzige Aussehen. Die letzten 260 Jahre waren Hessel und Hösl auf dem Hof. Nach der Aussiedlung des letzten Besitzers Michael Hösl, im Jahre 1957 drohte diesern Anwesen der Verfall. Dem damaligen Heimatpfleger AIfons Haseneder (1911-1983) und Landrat Hans Werner ist es zu verdanken, daß diese einmalige Hofstelle erhalten wurde. Der damals gegründete Verein 'Oberpfälzisches Bauernmuseum e.V.' kaufte 1961 den Hofund begann mit der Restaurierung. Bereits 1964 konnte das Bauernhofmuseum Persehen eröffnet werden. Seit dem 1. Januar 1977 gehört dieses Museum dem Bezirk Oberpfalz. Das Foto zeigt eine Zeichnung des Kunstmalers Albert Reich aus dem Jahre 1930.

53. Im Bereich der Stadt Nabburg gab es früher vier Bahnposten. Die Bahnwärter hatten die Aufgabe, für die jeweiligen Straßenübergänge beim Herannahen eines Zuges die Schranken zu schließen. Im Bahnwärterhaus wohnte die Familie des Bahnwärters. Meistens war noch ein kleiner Stall mit Garten vorhanden. Neben dem Federvieh und den Stallhasen gab es auch noch Ziegen (im Volksmund 'Eisenbahnerkühe' genannt). Ein Posten war am Fuß des PlentIkreuzes, der wichtigste an der Naabbrücke in Nabburg, einer am Fuß des Fleischberges und der vierte hinter der Ledermühle. Die Postenhäuschen sind längst verschwunden, die Schranken werden heute über 'Fernsehauge' vollautomatisch betätigt.

54. Die Gemischtwarenhandlung Wolfgang Grimm wurde im Zuge der Straßenbegradigung Neunburg-Oberviechtach abgebrochen. In diesem Geschäft konnte man schon 1912 die ersten Radios kaufen. Unter dem Firmennamen 'WO-GRI' betätigte sich der Inhaber auch als Fotograf und es gibt noch die eine oder andere schöne Aufnahme von Alt-Nabburg,

55. Die 1000Jahrfeier der Stadt Nabburg vom 23. bis 31. August 1930 war ein großes Fest, mit einem sehr umfangreichen Programm: Gewerbeschau, Kunstausstellung Landwirtschaftsschau, Festspiel 'Siegfried von der Nabeburg', Vergnügungspark mit Bierzelt, Empfänge, Stadtbeleuchtung, Konzerte, Pontifikalamt mit Seiner Exzellenz Bischof Dr. Michael Buchberger, Historischer Festzug, Tagung des Opf. Christ!. Bauernvereins, Landfrauentag, Kinderbelustigungen, Bezirkstierschau mit Viehprämierung, Kreistagung des Landw. Vereins Oberpfalz, Viehmarkt und Landw. Veranstaltungen, Feuerwerk. Festpostkarte vom einheimischen Künstler Kar! Schmidt-W,

56. Am Hauptfestsonntag der lOOO-Jahrfeier war auf dem Paradeplatz (heute Oberer Markt) vor der Pfarrkirche ein Altar aufgebaut. Eine unübersehbare Menschenmenge feierte mit Bischof Dr. Michael Buchberger das Pontifikalamt, zu dem Geist!. Rat Griener aus Vohenstrauß die Festpredigt hielt. Der Kirchenchor sang die fünf-stimmige Heinrichsmesse des großen Heimatsohns und Kirchenmusikers, Kanonikus Michael Haller, aus Neusath.

57. Historischer Festzug der lOOO-Jahrfeier (Bild oben) und Bürgermeister und Rat der Stadt Nabburg 1474 (Bild unten). Die Honoratioren des Festes, von links: Oberregierungsrat Brandner, Regierungspräsident von Rückert und 1. Bürgermeister E. Daucher.

58. Historischer Festzug der lOOO-Jahrfeier. Nabburger Leinweber, anno 1560.

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