Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten

Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten

Auteur
:   Verkehrsverein Nachrodt-Wiblingwerde
Gemeente
:   Nachrodt-Wiblingwerde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6596-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten'

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Diimpel

9 Der Dümpel ist ein altes, zum Kelleramt gehöriges Gut. Im Iahre 1705 wird Peter zu Dümpel als Besitzer genannt. Der Besitz kam 1916 an die

Familie von Löbbecke. Der alte Postweg führte früher von Altena kommend durch die Lennefurt bei Café Renfordt über die Hofanlage Dümpel, durch einen Hohlweg nach Lössei und weiter

nach Iserlohn. Mitten durch den Hof verlief auch die alte Kreisgrenze Altena - Iserlohn. So lag das westliche Bauernhaus (Breer) im Kreis Iserlohn und das östliche (Sülberg) im Kreis Altena. Für Kinder aus

dem Hause Breer mußte lange Zeit 'Gastschulgeld' von der Gemeinde Oestrich an die Gemeinde Nachrodt - Wiblingwerde bezahlt werden.

Einsal

10 Der Name Einsal stammt von einem Freigut des Kelleramtes (Einsaler Hof), das später zum Rittergut Helbecke gehörte. Die erste urkundliche

Erwähnung erfolgt in einer Pachtliste von 1600. Damaliger Besitzer war 'Marren van Ensell'. Mit Einsal bezeichnete man im 19. Jahrhundert das gesamte Gebiet von der Helbecke bis zur Nachrodter

Lennebrücke. Auf alten Postkarten sind Ortsbezeichnungen wie Obstfeld, Nachrodter Brücke, Rastatt usw. stets mit dem Hinweis 'bei Einsal' versehen. Stempel zeugen von einer eigenen Poststelle.

Der heutige Ortsteil Einsal bestand noch 1930 aus nur wenigen Häusern an der Eichendorff- und unteren Bachstraße.

Im Lennetal bei Einsal

Finkingsen

1 1 Gegenüber von Einsal liegt auf der rechten Lenneseite der alte Hof Finkingsen. 'Vynckynck' wird bereits 1481 als Kelleramtshof erwähnt. Heute zählt Finkingsen zu den landschaftlich schönsten Flecken der Gemeinde. Viele werden sich noch an die mächtige 'Landratseiche' zwischen Roland und Finkingsen erinnern. Der Stamm hatte einen Umfang von 5,60 m. Ostern 1933 brannte sie zum ersten Mal und wurde von den Mitgliedern des 'SGV' gerettet. Nach dem zweiten Brand 1967 mußte sie leider gefällt werden. Die unmittelbar oberhalb des Hofes stehende etwa 500jährige'

Hexeneiche' ist wohl der älteste Baum der Gemeinde. Der Sage nach tanzten hier in lauer Maiennacht die 'Hexen ' bei 'greulicher Musik' von Maultrommeln.

êinsal.

VeYlag von Ernst Bischoff, Iserlobn.

Grennigloh

12 Das Gut Grennigloh kann auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Für das Haupthaus auf dem Grennigloh wird das Baujahr 1553 angegeben; die heutige Familie Peter Dresel besitzt einen Türstein mit der [ahreszahl 1554. Im Iahre 1695 kaufte [ohann Dietrich Baltes von Dresel, Besitzer der Lauenscheider Mühle bei Heedfeld, kurz vor seinem Tode für 400 Taler das Gut Grennigloh und machte es seinem Sohn Thomas Dietrich zum Erbgeschenk. Thomas Dietrich Dresel wurde somit zum 'Urvater' der Dresels im Kirchspiel Wiblingwerde. Sein Sohn [ohann Peter Dresel errichtete 1727 den bedeutenden Kornspeicher auf dem

Grennigloh. Der Doppelgrabstein von [ohann Dietrich Baltes von Dresel und seiner Ehefrau Margarethe Boltz genannt von Dresel steht heute in einer kleinen Anlage unweit des Hofes.

Herlsen

13 Der heutige Ortsteil Herlsen leitet seinen Namen vom ältesten Hof ab. Bereits 1446 ist der Name 'Hernsel!' für die Ansiedlung bezeugt. Im [ahre 1705 kannte man die Schreibweise 'Hcrrnsahl'. Wiblingwerde und das Kelleramt hatten bis 1750 ihr eigenes Gericht. Zum Traditionsgut gehört es, daß auf dem Hof in Obern-Herlsen nicht nur der Richter wohnte, sondern daß in dem großen Saal des Hauses auch Gericht gehalten wurde. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Haus und 1947 auch der Saal umgebaut. Pastor Carl Christian Landmann schreibt in seiner 'Wiblingwerder Chronik': 'Das Stammhaus von OberHerlsen ist schon früher in

zwei Güter geteilt worden. Jedes desselben gehört einer Familie Westermann. Das oberste der Güter kam 1832 durch Heirat an die Familie Dresel vom Grennigloh.' Die Westermanns sollen um 900

aus Schweden kommend in Ober-Herrnsahl zugezogen sein. Die Aufnahme zeigt das Hauptgebäude um 1940.

Holensiepen

natürlich an dem hier entstandenen Schul- und Sportzentrum der Gemeinde. Im kirchlichen Melderegister van Wiblingwerde findet man 1720 den Hofnamen 'Hollen-

14 In der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde ist kaum ein Flurstück so bekannt wie der 'Holensieperi' . Das liegt

siepen' . Später fügte man zur Erläuterung den Zusatz 'Irn Hollensiepen zu Obsfeld' hinzu. Der Name deutet auf einen Hof hin in einem 'von einem Bach (Si epen) durch-

[losseuen Engtal' . Durch Eingriffe in die Landschaft läßt sich diese Deutung nur noch schwer nachweisen.

Kreinberg

15 Der Name 'Kreinberg' leitet sich von 'Krähenberg' ab. Hier soll früher der Galgen gestanden haben. Das Stammhaus auf diesem Hof wurde 1535 erbaut. 1573 war Johannes vom Kreinberge Kirchmeister in Wiblingwerde und 1599 war [ohann am Kreinberge Holzrichter der Lenne-Mark. Im [ahre 1718 wurde das Gut zum Kreinberge in zwei Güter geteilt. Beide Besitzer hießen Kreinberg. Die vordere Hälfte kam dann durch Heirat an die Familie Bestgen aus Altena und ab 1872 an die Familie Wolff. Die hintere Hälfte kam durch Heirat an die Familie Grennigloh van Opperhusen

und dann an die Familie Heiermann von der Heide. Von der letzteren ging der Hof durch Heirat im [ahre 1948 an die Familie Knipps. Durch einen verheerenden Brand am 29. Juni 1959 wurde während

der Heuernte die gesamte Hofanlage vernichtet. Die Familie Knipps baute wieder auf, die Familie Wolff verließ den Kreinberg und zog nach Ihmert -Heide.

Niggenhuser Hof

Beirhus-Gut in Wiblingwerde ausgegliedert. Er gehörte zunächst der Familie Winkhaus und kam 1800 an die Familie Sassenscheid. Gleichzeitig

16 Der 'Niggenhuser Hof' wurde durch eine Teilung im 17. Jahrhundert aus dem

wurden davon die Kotten Wilke und Eberg getrennt. Im Rahmen der Dorfsanierung Wiblingwerde verschwanden Mitte der sechziger [ahre Hof

und Kotten. Der 'Niggenhuser Hof' wurde oberhalb des Dorfes am Wege nach Herlsen in der Feldf1ur neu errichtet.

Obstfeld

17 Das Freigut 'Obsfeld' von 'oberes Feld' - war einer der ältesten und größten Höfe der Gemeinde. Es war dem Kellerarnt nicht lehenspflichtig. Später wurde es in Obernund Niedern-Obsfeld geteilt. Aus Obern-Obsfeld entstanden: der Schultenhof, die Schmalschotte, der Obsfelderstall. Niedern-Obsfeld umfaßte den 'Lepschenhof" in Einsal (Fach werkhaus Grennigloh), den Holensiepen, so wie das gesamte Gebiet Obstfeld, Obstfuhr und Langenstück.

Auf dem Bild ist im Vordergrund links das Haus von 'Gustken Schäfer', rechts 'Bäcker Sassenscheid' . In der zweiten Reihe der 'Schuiten-

hof', 'Knipp', Krummenerl, Schmermbeck und das 'Deursche Haus'. Darüber ist die 'ncuc' Schule Obstfeld und 'Schuster Schulte' zu sehen. Die obere Reihe zeigt die 'ßahnhàuser ' (Hochstraße).

Gruß aus ObsHeld

(Weatfäl. Schweiz)

Bliek .011 Ticfcllhar

Rennerde

18 Der Siedlungsname 'Rennerde' bedeutet 'Durchgang durch einen schmalen Wasserlauf' und ist seit 1693 bezeugt. Das Gut 'Obern-Rennerde' gehörte ursprünglich der Kirchengemeinde. Die Hofanlage 'Middern Rennerde' gehörte zunächst einer Familie Winkhaus. Nach Teilung ging die eine Hälfte an die Familie Renfordt, die andere Hälfte, in zwei Kotten geteilt, blieb der Familie Winkhaus. Der Hof der Familie Renfordt teilte sich an die Familien Gundermann und Fuhrwerk. Das Gut 'Niedern-Rennerde' gehörte der Familie Renfordt. Dazu gehörte der Kotten in der Nordhelle. Rennerde ist der Stammort aller Renfordt's

in der Gemeinde. Die Aufnah me zeigt 'Middern-Rennerde' um 191 O. Links das Haus der Familie Renfordt, vor dem Haus Lisette Panne, geborene Knipps und auf der Straße vor dem Hause: Dietrich Renfordt,

genannt der 'Lange Titti'. Bildmitte und rechts: Hof der Familie Schnepper; rechts im Vordergrund die 'Schminc' und ganz rechts der 'Backs'; vor der 'Schrnitrc' steht Anna Winkhaus.

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