Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten

Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten

Auteur
:   Verkehrsverein Nachrodt-Wiblingwerde
Gemeente
:   Nachrodt-Wiblingwerde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6596-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten'

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Altenaer Straße

(heute Hagener Straße)

39 An der 'Hauptgeschäftsstraße' in Nachrodt, der Altenaer Straße zwischen Amtshaus und Nachrodter Hof, waren um 1930 2 Lebensmit teIgeschäfte (Kolonialwaren), 1 Gemüse- und 1 Feinkostgeschäft, 2 Metzgereien, 1 Bäckerei, 2 Herren-Schneider, 2 Textilgeschäfte, 2 Frisiersalons, 1 Lederwarengeschäft, 1 Schreinerei, 1 Buchdruckerei und Buchhandlung, 1 Apotheke, 1 Haushaltswarengeschäft, 1 Putzmacherin, 1 Fachgeschäft für Uhren und Schmuck, 1 Sattler, 1 Klempner, 1 Fuhrgeschäft und 2 Anstreicherbetriebe zu Hause. Dazu karn eine feste Ausgabestelle für Frischmilch. Ein tolles Angebot im Vergleich zu heute!

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Nachrodt, Altenaerstrafie

Sassenscheidt

40 Werkmeister August Sassenscheidt, Sohn einer alteingesessenen Wiblingwerder Familie, errichtete im [ahre 1912 in Obstfeld eine Metallfeindrahtzieherei. Die Aufbauarbeit wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen.

1920 trat der Bruder Hermann als Gesellschafter in die Firma ein. Durch umsichtige Führung wuchs der Betrieb stetig, so daß er auch den Zweiten Weltkrieg ohne Gefährdung überstand. 1947 wurde der Schwiegersohn des Hauses, Herr Heinrich Schenk, zum Geschäftsführer bestellt. Die Firma Sassenscheidt stellt Feindrähte aus verschiedensten Materialien und Legierungen her, in Dicken von 0,05 mm wesentlich dünner als ein Haar.

Gebr.Obstfeld

ster [ulius und der Kaufmann Ewald Obstfeld eine Fabrik für Spezialwerkzeuge für die Drahtindustrie. Mit Eintritt des jüngeren Bruders Paul im [ahre 1926 verlegte man sich

41 Die Wiege der Chemischen Fabrik Gebr. Obstfeld steht im Steinwinkel. Hier gründeten der Schlossermei-

auf die Produktion von Reinigungs- und Putzmittel. Die hervorragende Qualität der Handwaschpaste 'Reinol' eroberte den Markt im In- und Ausland. 1946 brannte der

Betrieb total ab. Dank der großen Anstrengung und der Geschlossenheit der Belegschaft wurde der Betrieb am neuen Standort an der Altenaer Straße wieder aufgebaut.

Wiblingwerde Nachrodter Straße

42 Die heutige Nachrodter Straße wurde um 1950 aufgenommen. Ab Mitte der sechziger [ahre wurde Wiblingwerde im Rahmen eines EGSanierungsprogramms neu gestaltet. Die Sanierung wurde 1976 mit der Eröffnung des Bürgerhauses am Dorfplatz abgeschlossen. Das Foto zeigt links im Bild hinter den Bäumen die heutige Schule in Wiblingwerde, errichtet 1893-1895 und 1953/54 erweitert. Rechts im Bild an der Straße die Bäckerei Ernst Rittinghaus. In der Mitte der Straße das Restaurant 'Zur Post' van Fritz Mintenbeck; heute befindet sich etwa an dieser Stelle das Bürgerhaus.

Wiblingwerde Lüdenscheider Straße

43 Die Aufnahme von 1914 zeigt die heutige Lüdenscheider Straße. Im Vordergrund links die sogenannte Festwiese - heute Tankstelle und KFZWerkstatt Willi Siepker. In der Bildmitte die 'Kriegerhalle' . Sie wurde 1913 vom Kriegerund Wehrverein Wiblingwerde als Gemeinschaftshalle erbaut. Während des Ersten Weltkrieges 1914-1918 waren hier französische Soldaten als Kriegsgefangene untergebracht. Sie wurden im Wegebau und in der Waldarbeit eingesetzt. 1945 wurde der Krieger- und Wehrverein als Gliederung des Kyffhäuser-Bundes aufgelöst und sein Vermögen beschlagnahmt. Die Halle diente zunächst der

Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft Wiblingwerde als Lagerraum und kam 1953 an die Gemeinde zurück. 1954 schlossen Gemeinde und TV- Wiblingwerde

einen Nutzungsvertrag. Die Halle wurde Turn - und Festhalle. Ihr Abbruch erfolgte im Winter 1976/77 imRahmen der Dorfsanierung. Der Platz dient heute als Parkplatz.

Wiblingwerde, 492 m Ü. d. M.

Wiblingwerde vom Lohagen

44 Die Aufnahme ist um 1910 entstanden und zeigt einen Blick auf das Dorfwiblingwerde vom Lohagen aus. Der Titel 'Lufikurort' ist für Wiblingwerde bis Ende der fünfziger [ahre gebräuchlich gewesen. Seit August 1984 darfWiblingwerde die Bezeichnung 'Sraarlich anerkannter Erholungsort' führen. Nur wenige Häuser auf diesem Bild sind im Rahmen der großen Dorfsanierung 19661976 erhalten geblieben. Rechts die Rückseite des Gasthofes Wilhelm Lenhoff, heute Wohnstudio Sackenheim. Irn Hintergrund rechts die heutige Grundschule. Die Windkraftanlage gehörte zur Stellmacherei/Sägewerk Fritz

Renfordt. Sie wurde 1920 abgebaut und verkauft. Das weiße Haus in der Bildmitte links war das Wohnhaus der Familie Renfordt und ist noch heute bewohnt. Geblieben ist auch die alte Dorfkirche.

Bruss aus WlbllOgwerdel (LlofrK..Jrort), 492 m u. d M

Bäckerei Ernst Rittinghaus

45 Die Bäckerei Ernst Rittinghaus wurde 1897 von Ernst Rittinghaus und seiner Frau Emma, geborene Hohage von Haste begründet. Ernst Rittinghaus hatte zuvor als Bäckergeselle in der Bäckerei der Brenscheider Kornmühle gearbeitet. Das Foto entstand um 191 2. Es zeigt das Ehepaar Emma und Ernst Rittinghaus mit ihrem Sohn Ernst, geboren 1907, und zwei Mitarbeiterinnen. Der Betrieb wurde 1985 aufgegeben. Ende 1997 wurde die letzte Bäckerei im Dorf geschlossen. Seit 1998 gibt es nur noch eine Bäckerei-Filiale.

Backerel VDn Ernsl RIHlnghaus

Dorfschmiede Heinrich Wilke

die Dorfschmiede. Die notwendigen Gebäude waren vom Niggenhuser Hof (Hofanlage Beirhus) als Kotten abgetrennt worden. Die Schmiede wurde im Rahmen der

46 Der Schmied Friedrich Wilke aus dem Waldeckschen in Hessen begründete 1832

großen Dorfsanierung 1966/ 1976 in die heutige Harpkestraße verlegt. Die Aufnahme mit den Kindern vor der Schmiede Heinrich Wilke

ist um 1947 entstanden. Sie

zeigt von links: Ein Kind aus Judasleben - damalige DDR das vor dem Mauerbau oft in der Familie war, Friedrich Wilke, Heinrich Wilke und Lisette Wilke.

Dorfschmiede Heinrich Wilke innen

47 Die Schmiede war Produktionsstätte für alle dörflichen und bäuerlichen Belange, einschließlich Bauschlosserei und Landmaschinendienst. Von daher gehörte sie zur dörflichen Grundversorgung. Rechts im Bild, das um 1947 entstanden ist, ]ulius Dresel vom Beirhus.

Stellmacherei -Sägewerk Fritz Renfordt

48 Diese Aufnahme mit der Familie Renfordt und Gesellen ist um 1915 entstanden. Im Iahre 1909ließ Fritz Renfordt für seine Stellmacherei! Sägewerk eine Windkraftanlage bauen. Ab 191 1 wurde Wiblingwerde allgemein mit Strom versorgt. Die Windkraftanlage wurde 1920 demontiert und verkauft. Aufgrund der Wirtschaftskrise mußte die Familie ihren Betrieb 1921 aufgeben. Ein Wiblingwerder Bürgerkonsortium richtete darin eine Drahtzieherei ein, die jedoch nicht lange existierte. 1936 wurde das Betriebsgebäude abgerissen. Das Wohnhaus (heuteAm Lohagen 2) blieb erhalten.

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