Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten

Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten

Auteur
:   Verkehrsverein Nachrodt-Wiblingwerde
Gemeente
:   Nachrodt-Wiblingwerde
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6596-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nachrodt-Wiblingwerde in alten Ansichten'

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Gemischtwaren Wilhelm Winkhaus

hofWilhelm Lenhoff und richtete einen Gemischtwarenladen für die dörfliche Versorgung ein. Sein Sohn KarlHeinz Winkhaus führte mit

49 Im [ahre 1930 kaufte Wilhelm Winkhaus den Gast-

Familie den Betrieb weiter. 1972/73 wurde im Rahmen der Dorfsanierung ein neues Geschäftshaus errichtet. Die alten Gebäude wurden von

der Familie Sackenheim erworben, die hier ein Wohnstudio einrichtete. Die Aufnahme entstand im [ahre 1949.

Romanische Dorfkirche Wiblingwerde

SO Lückenlos nachweisbar ist die Namenswidmung von Quelle und Kirche in Wiblingwerde durch die [ahrhunderte: Johannes derTäufer. Die heutige Kirche wurde im spätromanischen Stil in der ersten Hälfte des 13. [ahrhunderts erbaut. Die kleine zweijochige und dreischiffige Hallenkirche ist ein charakteristisches Bauwerk des Sauerlandes. In der Kirche steht ein romanischerTaufstein aus der Zeit um 1000. Das Patrozinium Johannes des Täufers weist daraufhin, daßWiblingwerde ein bedeutender christlicherTaufort und somit ein sehr alter und wichtiger Pfarrort war. Die Einwohner

unterstanden direkt dem Kaiser oder König. Seit 1 S 82 ist die Kirchengemeinde evangelisch reformiert. Die Aufnahme der Kirche mit pfarrhaus und Küsterhaus entstand 1910.

Kirche, Pfarrhaus und Küsterhaus um 1910

Evangelische Kirche Nachrodt

SI Nach 1573 habensämtliehe Bewohner des Kirchspiels Wiblingwerde den evangelischen Glauben angenommen. In unserem Bezirk waren der Kirchengemeinde Altena alle die links, Wiblingwerde alle die rechts der Lenne wohnten zugeteilt. Nachrodt, Dümpel und Lasbeek gehörten zu Iserlohn. Frau Emma Schmidt, geborene Löbbecke hatte der Schulgemeinde ein Legat von 3 000 Mark mit der Auflage hinterlassen, einen Teil zu einemAnbau für kirchliche Zwecke zu verwenden. Nach Fertigstellung der 'Nachrodtcr' Schule wurde hier am 4. Dezember 1881 der erste Gottesdienst abgehalten. Am 1. [anuar 1900 wurde Nachrodt selbständige Kirchengemeinde. Im Iahre 1904 wurde der Grundstein für die

evangelische Kirche gelegt. Noch im gleichen [ahr am 6. Dezember wurde sie von Generalsuperintendent Dr. Nebe aus Münster eingeweiht. Pfarrer der Gemeinde war Ernst Bartels. Die Baukosten, einschließlich Grundstück und Pfarrhaus, wurden auf92 000 Mark veranschlagt.

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Missionshaus

52 Nach der Reformation war das katholische Leben in der Gemeinde völlig erstorben. Die ersten Katholiken, die zu Beginn des 19.]ahrhunderts hier ansässig wurden, waren wahrscheinlich Arbeiter auf der 'Nadelschleifund Scheuermühle' . Mit Vergrößerung des Nachrodter Werkes wuchs die Zahl der Katholiken stark an. Trotz der Circumscriptionsurkunde van 1844, die sie nach Altena einpfarrte, gingen sie von Nachrodt (unterhalb der Brücke) gewöhnlich nach Letmathe, von Einsal nach Altena zur Kirche. pfarrer Kramer erbaute 1894 ein Missionshaus (heutiges Vereinshaus), das im un-

teren Stockwerk zwei größere Zimmer enthielt. Eines davon diente als Kapelle, das andere als Schulraum. Beide Räume waren durch eine Flügeltür verbunden und konnten zu Gottesdiensten gesamt ge-

nutzt werden. Am 8. Dezember 1895 wurde der Betsaal von Kaplan Habighorst aus Altena eingeweiht.

Katholische Kirche St.josef

53 Im Iahre 1920 wurde die Katholische Gemeinde selbständig. Im [ahre 1926 konnte man endlich mit dem Bau der neuen pfarrkirche beginnen. 'temporibus gravibus' heißt

es in der Urkunde des Grundsteins, denn durch die Inflation war das gesammelte Kapital wertlos geworden und der 'Phónix' hatte gerade siebenhundert Arbeiter entlassen. Im Juli 192 7 konnte trotzdem

die neue pfarrkirche von Dechant Niggetit eingeweiht werden. Die feierliche Konsekration nahm der Weihbischof Joh. Hillebrand aus Paderborn am 25. September desselben [ahres vor. Die Baukosten beliefen sich auf 94 363,96 Mark.

Schule Wiblingwerde

54 Die erste Schule wurde in Wiblingwerde für das Kirchspiel Wiblingwerde im [ahre 1672 eingerichtet. Träger war die Kirchengemeinde. Sie war am Küsterhaus angebaut und wurde 1820 abgebrochen. Ein größeres Schulhaus aus Steingemäuer, mit einer Lehmdecke und einem teils mit Stroh, teils mit Steinen bedeckten Dach, stand bis 1839. Ein weiterer Neubau reichte sodann bis 1893. In denjahren 1893-1895 entstand der Südf1ügel des heute noch bestehenden Schulgebäudes. Dieses wurde 1953/54 nach Norden hin vergrößert. Heute arbeitet in dem Gebäude die Gemeinschaftsgrundschule Wiblingwerde. Auf dem Schulhof stehen seit 1938 der Kornspei eher vom Kreinberge (1597) und seit 1990 die Heimatstu-

be Wiblingwerde. Das Foto zeigt die Schule im Winter 1950. Eine weitere eigenständige Volksschule hat von 1876 bis 1968 in Veserde bestanden.

Schule in Nachrodt

SS Im Iahre 1830 wurde in Obsfeld die erste Privatschule gegründet. Bis zu dieser Zeit mußten die Kinder die Schule in Wiblingwerde besuchen. Der Unterricht wurde anfangs in Privaträumen von 'verarm-

ten Kaufleuten' oder ' ... aus dem Militairstande ausgetretenen Unteroffizieren' abgehalten. Der erste ausgebildete Lehrer Heinrich Weber eröffnete im März 1831 eine Privatschule im Nebengebäude von 'Haus Nachrodt'. Später wurde das Schullokal in das

Spelsberg'sche Haus an der Nachrodter Brücke verlegt. 1838 wurde die Privatschule in eine öffentliche umgewandelt. 1862 konnte das erste Schulhaus eingeweiht werden. Es war ein einklassiges Gebäude an der' Alten Chaussee' (Ehrenmalstraße - heute

Lewerenz). In Nachrodt wurde 'Auf der Saurenwiese' eine neue Schule gebaut und 1881 eingeweiht (heute Zahnarztpraxis ). Sie dehnte sich zu einer vierklassigen Schule aus. Das Bild zeigt Schüler im Iahre 1918/19.

Turnhalle

56 Bereits im [ahre 1891 gründeten Karl Gräf, Ernst Fischer, Karl]eide, Hermann Schirmer, Max Heinze und Ernst Bierögel den Turnverein Nachrodt-Obstfeld. Schon bald versammelten sich mehr als vierzig junge Männer unter der Fahne von Turnvater [ahn. Schon 1907 zählte der Verein 154 (aktive) Mitglieder. 1905 führte er das 'Bezirkswetturnen des Märkischen Turngaus' durch, an dem sich 122 Turner beteiligten. Von den insgesamt vergebenen 43 Turner-Kränzen blieben drei in Nachrodt. Die eigene Turnhalle konnte allerdings erst im [ahre 1930 realisiert werden. Nur durch Ei-

genhilfe der Männer vom Turnverein und den vielen ehrenamtlichen Helfern aus der ganzen Gemeinde einschließlich der Schüler wurde der Bau ermöglicht.

Turnverein Wiblingwerde

S7 Am 9. September 1912 gründeten 4 S Einwohner der Wiblingwerder Hochfläche den Turnverein Wiblingwerde. Hilfe bekamen sie vom MTV AltenaiDeutsche Eiche Altena. Bereits 1913 nahmen Jugendliche des TVWiblingwerde an auswärtigen Wettkämpfen teil. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges kam der Turnbetrieb zum erliegen; zwölfVereinsmitglieder starben. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war der Turnbetrieb zufriedenstellend. 1942 mußte derTurnbetrieb eingestellt werden. Erst im Herbst 1949 normalisierte sich das Leben und ein neuer Vorstand wurde gewählt: Vorsitzender

Wilhelm Walt er, Kassierer Wilhelm Winkhaus, Schriftführer Friedrich Korte, Oberturnwart Werner Rüsch, Zeugwart Heinrich Wilke und Beisitzer Gustav Panne. Das Foto aus dem [ahre 192 S

zeigt die Turner: Willi Walter, Willi Sassenscheid, Heinrich Becker, Heinrich Panne, Alfred Haake, Gustav Panne, Willi Gülicher und Ernst Renfordt.

Musikverein

58 Der Musikverein wurde um 1928 gegründet. Es waren Mitglieder des Posaunenchores, die gerne einmal Marsch- und Tanzmusik spielen wollten. In Hauptlehrer Merke fanden sie einen begabten Dirigenten, der zudem auch einen Übungsraum in der Nachrodter Schule zur Verfügung stellte. Als Dirigenten folgten Hans Beginski (Heckes) und Ernst Merks. Sie müssen gut gespielt haben, denn im Dritten Reich wurden sie ungefragt als SA-Standartenkapelle übernommen. Nach dem Krieg folgte eine Durststrecke. Da der überwiegende Teil der Mitglieder bei den Einsaler Walzwerken beschäftigt waren, übernahm

der Besitzer Karl Emil Tucht sie dann als Werkskapelle mit Sepp ReischI als Dirigenten. Ende der sechziger [ahre verhallten die letzten Töne wegen fehlenden Nachwuchs.

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