Nauen in alten Ansichten

Nauen in alten Ansichten

Auteur
:   Dieter Kristke
Gemeente
:   Nauen
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6048-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nauen in alten Ansichten'

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Einleitung

Aus der Geschichte der Stadt

Die ältesten Zeugnisse des Besiedlungsgebietes von und um Nauen sind circa dreitausend [ahre alt und geben den Hinweis auf germanische Ansiedlungen.

Die erste urkundliche Erwälmung der Ansiedlung stammt aus dem Iahre 1186. Die Markgrafen OUo und Konrad von Brandenburg verkauften im Iahre 1292 an Nauen 53 Hufen Land. Die Nauener besaßen bisher keinerlei Bürgerrechte, wie die anderen Städte in der Mark Brandenburg. Es ist jedoch anzunehmen, daß sie als Dorf schon mächtiger waren als manch andere Stadt in der Mark. Sie mußten sich diese Rechte erst erkaufen, vielmehr gegen Bezahlung schenken lassen.

Nauen wurde markgrälliche Immidiatsstadt und damit nur ihren Landesherrn rechenschaftspf1ichtig. Das Handwerk und Gewerbe konnten sich entwickeln. In den nun kommenden [ahren erhielt Nauen von ihren Landesherren viele Privilegien.

[edoch blieb auch Nauen von den Folgen der Kriege nicht verschont. 1348 forderte die Pest viele Opfer. In den jahren 1414, 1514, 1626 und 1695 wird die Stadt von Bränden heimgesucht und bis zum letzten Haus eingeäschert. Beim letzten Brand gehen alle Akten und Urkunden der Stadt verloren. Es braucht lange Zeit, bis sich die Stadt von den Katastrophen erholt hat,

Von der ursprünglichenAnordnung der Ringbebauung trotz aller Brandkatastrophen hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. Der historische Stadtkern hat seine Form beibehalten.

Mit derTrockenlegung des Havelländischen Luches 1718-1724, entwickelte sich Nauen immer mehr zu einer bedeutenden Akkerbürgerstadt der Region. Im [ahre 1816 wird Nauen zum Mittelpunkt des neugebildeten Kreises Osthavelland und damit zum politischen Zentrum.

Durch die Fertigstellung der Chaussee von Berlin nach Hamburg und der Bahn Berlin-Hamburg 1846 wurde die Entwieklung der Stadt begünstigt. In den [ahren 1888/89 wurde die zur damaligen Zeit größte Zuckerfabrik Europas gebaut. Damit konnten auch andere Industriebetriebe, der landwirtschaftliche Gerätebau in Nauen Fuß fassen. Bis in die heutige Zeit waren die Zuckerfabrik und der Rübenanbau strukturbestimmend für die Stadt.

Im jahre 1906 wurde mit den Großversuchen der Funkteclmik im Nauener Luch begonnen. Nur zehn Iahre spater wurde der reguläre Nachrichtenverkehr mit Übersee aufgenommen. 1932 ging das Funkamt in die Hände des Staates über. Bis 1945 klang es aus allen Radioapparaten in der Welt: . Achtung Achtung, sie hören jetzt das Nauener Zeitzeichen.'

Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Stadt, bis auf die Bombardierung des Bahnhofes, von den Kriegsereignissen verschont.

Im jahre 1952 wurde eine Verwaltungsreform durchgeführt mit dem Ergebnis, daß der Kreis Osthavelland um ein Drittel eingeschrumpft wurde. Die letzten zwei Drittel des Kreises verschwanden mit der Zusammenlegung der Kreise Nauen und Rathenow 1993. Hierrnit verliert Nauen seine Bedeutung als Kreisstadt. DerVerwaltungssitz befindet sich jetzt in Rathenow!

Den Mitgliedern des Heimatvereins, die mit ihren Leihgaben zur Herausgabe 'Nauen in alten Ansichten' beigetragen haben, meinen herzlichsten Dank.

Dieter Kristke, Mitglied des Nauener Heimutvereins 1990 E. V.

1 Am2.Septemberl873 wurde in dem neugeschaffenen Stadtpark ein Denkmal für die in den Kriegen der Iahre 1866, 1870 und 1871 gefallenen Nauener Bürger eingeweiht. Die Arbeiter fûhrte Steinmetzmeister Adolf Ehlert aus.

2 Der Chausseebau BerlinHarn burg wird 1 830 beendet. Damit stieg die Bedeutung der Stadt Nauen. Lag die Stadt bis dahin abseits von jedem Durchgangsverkehr, jetzt trat eine Änderung ein. Hotels und Ausspannstationen hatten Hochkonjunktur.

3 Auch in der Stadt gab es genug Gartenlokale und Gaststätten, die zum Verweilen einluden. Der Bäcker und Konditor Oskar Boltze nutzte dazu seinen Vorgarten in der Chausseestraße (Hamburger Straße).

4 Auch die Restauration von C. Demuth veränderte sich mit dem Wachsen der Stadt. Die kleine Gaststätte mit Biergarten mußte einem Hotel mit Gastronomiebetrieb weichen. Der Besitzer war der Vorsitzende des örtlichen Radfahrerclubs, was auch daraufhindeutet, daß es auch das Vereinslokal war!

Gruss aus Nauen

Restauratîon von C. Demuth

5 Bei den Gründungsarbeiten zum Neubau des Kreishauses wurde eine Reihe alter Grabkreuze und Platten gefunden. Sie erhielten ihren neuen Stadtort an der Nordund Ostseite der St.-JacobiKirche. Eine Platte hatte folgenden Wortlaut:

Dieser Stein bedeckt den sterblichen Teil eines Hochede1geborenen Herrn Andreas Friedrich Wegener, angesehener Fuhr- und Handelsmann zu Nauen. Er ward cm 30.11.1735 geboren und starb an einer vie1jährig auszehrenden Krankheit im 54. jihr setnes Alters den ... Januar 1789. Kraft und Lebensordnung vermochten ihm nicht länger zu erhalten: noch Jänger aber werden Angehörige, Freunde und ... sein Andenken feiern und seine Asche segnen.

6 Dank der zentralen Lage wurde Nauen im Iahre 18] 6 zur Kreisstadt gewählt. Erst zehn Iahre später wurde mit dem Bau des königlichen Landratsamtes begonnen. Mit den wachsenden Verwaltungsaufgaben erwies es sich als zu klein. 1889 wurde ein zweites Gebäude bezogen. Bereits l 924 wurde der ältesteTeil abgerissen. Um beide Gebäudeteile zu verbinden, wurden zwei Grundstücke dazugekauft und ein neues Landtatsamt errichtet. Es wurde aber keine architektonische Einheit erzielt,

7 Ein neues Verkehrsmittel innerhalb der Stadt wurde im Iahre 1898 durch den Puhrwerksbesitzer Bolß eingerichtet. Für die damalige Zeit ein wahrer Fortschritt. Die Linien führten vom Staatsbalmhof und vom Bahnhof Chausseestraße (Ketziner Bahnhof) zur Stadtmitte und zum Schûtzenhaus. Der Fahrpreis für eine Person betrug zehn Pfennig.Ab 9.00 Uhr Abends erhöhte sich der Preis auf zwanzig Pfennig.

8 Das Rathaus, erbaut in der Zeit zwischen 1 888 und 1890, wurde am 19.Januar 1891 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Seine historische Bauweise zeigt Elemente der norddeutschen Backsteingotik.

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