Neheim in alten Ansichten

Neheim in alten Ansichten

Auteur
:   Heike Schmidt
Gemeente
:   Neheim
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5410-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neheim in alten Ansichten'

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Neheim. Arnsbergerstraße

59. Schon in den zwanziger Jahren dehnt sich das Textilgeschäft Mühlfelder gegenüber der Kirche über zwei Häuser aus. Beide Gebäude werden später zu einem verbunden. so daß sich eine repräsentative Schaufensterfront ergibt. Während des Nationalsozialismus übernimmt Baltus das Anwesen. Direkt an der Einmündung zur Möhnestraße liegt das dritte Gebäude, das Haus des Textilhändlers Rosenthal. Auch er muß in den dreißiger Jahren sein Unternehmen autgeben. Das folgende, niedrige Haus gegenüber der Möhnestraße ist in zwei Läden aufgeteilt: Vehrenberg und Wolft. Metzgerei Scheiwe und Kaisers Kaffee sind im Gebäude mit der ausgeprägten GiebeJfront untergebracht. Eckhaus Vickermann auf der linken Seite wird um 1930 abgerissen und großzügig neu gebaut. Im anschließenden Haus mit dem vorstehenden Erker ist der Gasthof'Zum Schwan' ansässig.

Arnsberçerstresse

60. Aus dieser beschaulichen Straße entwiekelt sich die spätere Fußgängerzone. Bei den Geschäftsinhabern stößt man auf bereits vor siebzig Jahrcn geläufige Namen. So bieten im Haus zur Linken Buchhändler Thomas und Putzmacherin Kaulmann ihre Waren an. Dann folgt hinter dem Hospitalweg (Springufer) Schuster Heimarm mit seinern Geschaft sowie SchreibwarenStröher und Putzmacherei Hellmich. Das dritte Gebäude, zunächst reines Wohnhaus, wird zu einer Filiale von Foto-Stoll und Butterhalle Wiesehof umgebaut. Die rechte Seite bcginnt mit Wohnhaus Taprogge. dessen Fassade noch zwei große Kastanien zieren. Im Hof ist eine Kohlenhandlung untergebracht. Das folgende Geschäftshaus übernimrnt später 'Betten-Flügge. Die anschließende Biber-Apotheke cxistiert heute noch unter diesem Namen.

NEHEI!1. Hochsirasse

61. Da sich an dieser Straße der erste Pharmazeut niederläßt, gibt man ihr den Namen Apothekerstraße. Dieser wird um 1908 in Hochstraße umgeändert; vermutlich, weil sich der Weg höher und höher bis zum Neheimer Kopf ausdehnte. Links auf diesem Foto um 1922 haben die Geschäfte Heide und Hili in den für die damalige Zeit erstaunlich großen Schaufensterfronten ihre Waren dekoriert. Neben dem freien Grundstück befindet sich die Metzgerei Bauer (heute Uhren-Eiloff). Das Hotel Nies mit dem ausgeprägten Erker dominiert an der Kreuzung zur Möhnestraße. Das folgende, kleine Fachwerkhaus wird 1955 abgerissen und ermöglicht Nies einen Erweiterungsbau. Direkt rechts gegenüber der Kirche ließ der Gastwirt 'Lichten Jüngele', so sein Spitzname, die Schlagseite seines Fachwerkhauses mit verzinkten Blechplatten verkleiden.

62. Wie mit dem Lineal gezogen durchschneiden die Hauptverkehrsadern die Innenstadt. Die langen, geraden Straßen sind das Resultat des Wulffschen Bauplans von 1807. Bis zum Müggenberg und Neheimer Kopf klettern die Wege berelts hoch. Auf der linken Hügelkuppe stehen die Häuser der Siedlung Althoff'. wegen ihres gelben Anstrichs damals 'Bananenhäuscheu' getauft. Einige Meter abwärts haben sich die ersten Gebäude um die Ziegelei Emde , zu erkennen an ihrern hohen Schornstein, gruppiert. Die dunkle, viereckige Fläche am oberen linken Bildrand ist der noch klein angelegte Möhnefriedhof, der später fast bis auf den 'Alten Holzweg stößt. Ringsurn sind noch keine Straßen erschlossen. Im Vordergrund breitet sich die dichtbesiedelte Unterstadt aus. Rechts liegt das von Acker- und Grünflächen bedeekte Binnerfeld.

63. Eine der schönsten Aussichten auf Neheirn kann der Besucher vom Waldhaus 'Zu den drei Bänken' genießen. Weiden auf den Wiesen des Schwiedinghauser Feldes auch schon längst keine Kühe mehr , so breitet sich vor dem Betrachter immer noch dieses herrliche Panorama aus. Vom Totenberg ins Möhnetal und entlang der Ruhr kann der Bliek bis zum Ohl und nach Hüsten schweifen. Im Vordergrund erstreckt sich das weitgebend unbebautc Binnerfeld. Bei genauern Hinsehen lassen sich viele , die Stadt prägende Bauwerke identifizieren. Von weitem präsentiert sich Neheirn nicht als ein geschlossenes Häuscrrneer , sondern wird durch üppige Grünbepflanzung aufgelockert. Heutzutage haben sich die Wohngebiete wesentlich vergrößert. Nicht nur im Tal dehntcn sie sich weiter aus, aueh die umliegenden Hänge wie Totenberg oder Müggenberg sind mittlerweile mit Eigenheimen bedeekt.

64. Die Zeichnung stellt die 1884 von den Schützen erbaute FesthaIIe dar. Als die Schützen 1915 eincn, wegen der starken Hochwassergefährdung besonders kostspieligen Erweiterungsbau begannen, konnten sie infolge der schweren Kriegsjahre die Geldmittel zur Schuldendeckung nicht mehr aufbringen. So sahen sich die Mitglieder gezwungen, die Halle zum Verkauf anzubieten. Der neue Besitzer vergrößerte sie , gliederte einen Gastronomiebetrieb an und haute sie zur 'Volkshalle' aus. Die verschieden großen Säle wurden von diversen Vereinen gebucht. Im Mai 1943 versank die Volkshalle in den schlammigen Fluten der Möhne. Der Verlust dieser Halle, die zu feierlichen Anlässen gerne in Anspruch genommen wurde, berührt so manchen Alteingesessenen immer noch, da bis heute kein adäquater Ersatz geschaffen wurde.

Neheim

Partie an der Möhne mit WIedenberg ur.d Kapene

65. Diese Ansicht vor 1910 zeigt den Bliek flußaufwärts ins MöhnetaJ. Links sind der eiserne Steigerturm der Feuerwehr von 1894 und das Gerüst eines Festzeltes zu erkennen. Die Vogelstange steht direkt unterhalb der Wiedenbergkapelle. Die Schützenvereinigung entwickelte sich aus der Bürgerwehr, die ursprünglich für die Verteidigung der Stadt zuständig war. Die Gründungsstatuten von 1607 legten Iest , daß nur Hausbesitzer katholischen Glaubens aufgenommen wurden. Keiner ledigen Frau war die Teilnahme am Schützenfest gestattet. Obwohl sich das strenge Reglement der Schützen nach und nach lockerte , fühlten sich honorige Bürger anderer Konfessionen übergangen und gründeten 1837 den Jägerverein. Der Schießplatz am Möhneufer und das dort aufgebaute Festzeit wurden von beiden Vereinen gleichermaßen genutzt.

66. Auf dieser Aufnahme von 1931 posiert die Jugend der Fretwilligen Feuerwehr anläßlich des 50jährigen Bestehens. Gerade in der Vergangenheit erfüllten die Mitglieder eine überaus wichtige Funktion, denn die enge Bauweise , Strohdächer, Petroleumlampen und sonstige Gefahrenquellen erforderten im Falle eines Brandes rasches Eingreifen. Und Neheirn war in der Tat ein 'gebranntes Kind', das durch einigc Großfeuer ganze Straßenzüge verlor. Den lodernden Flammen konnten die Löschmannschaften anfangs nur mit Ledereimem und primitiven Schläuchen entgegentreten. Bereits 1884 wurde das erste Spritzenhaus an der Schobbostraße bezogen. 1903 schaffte man eine hohe mechanische Drehleiter an, 1923 eine Motorspritze. Mit dern Kauf des motorisierten Mannschaftswagens der Firma Adler 1926 brachen endgültig neue Zeiten in der Brandbekämpfung an.

67. Eine sehr alte , beständige und einzigartige Sitte ist mit dem sogenannten Grafenbegängnis verknüpft. Im Testament des letzten, kinderlos gebliebenen Grafen Gottfried IV. und seiner Gemahlin Anna wird verfügt. daß der ausgedehnte Stadtwald in Neheimer Besitz übergeht. Mit der Schenkung verbindet sich die Bitte des Grafen, jährlich eine Messe rnit anschließendem Donatorenessen zu feiern. Der Verstorbene wurde als einziger weltlicher Regent im Dom zu Köln beigesetzt. Jedes Jahr im September fährt eine Abordnung der Stadt zu einer Kranzniederlegung nach Köln. Zur Freude der Kinder beinhaltet das Verrnächtnis des Grafen auch die sogenannte Stütchenverteilung. Schulpflichtige Kinder aus Neheim (seit J943 auch aus Hüsten) erhalten ihr süßes Milchbrötchen in der Schule. An die Kleinen verteilen die Donatoren die Stütchen vor dem Rathaus bzw. heutzutage auf den Marktplätzen.

68. In vergangenen Jahrhunderten, als

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