Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Neu Wulmstorf
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1029-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neu Wulmstorf in alten Ansichten'

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19. Die Serge der Einwohner galt bei der schweren Flutkatastrophe in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar 1962 mit den Angehörigen ihrer Familien besonders auch den Haustieren. Diese ängstlichen Pferde wurden gerettet, aber die Verluste an Vieh waren sehr erheblich. Aus Rübke ertrank der Landwirt Johannes Behrens in der entsetzlichen Schreckensnacht.

20. Eines der letzten Sumpf- und Niederungsgebiete, das Moor bei Rübke, steht in diesen Tagen vor der Verwirklichung eines schwerwiegenden Eingriffs in ein Gebiet, das für alle um den Schutz ihrer Landschaft besorgten Menschen, für Naturfreunde und die Tier- und Pflanzenwelt von überragender Bedeutung gewesen ist. Das Moor und mit ihm die von seinem Segen lebenden Menschen, viele Tierund Pflanzenarten werden durch den Bau einer quer hindurch führenden Autobahn aufs schwerste geschädigt. Das Bild zeigt zwei der ältesten Moorhöfe an der Rübker Grenze, die beseitigt werden müssen, damit der Autoverkehr ungehindert durch eine Landschaft rasen kann, die in langen Jahrhunderten zwar schwere bäuerliche Arbeit erforderte, aber auch vielen eine bezaubernde Ruhe und Erholung schenkte.

21. Rübkes Lage im Moor zwischen der Geest und der Marsch läßt in den Namen der aus einer Liste vom 27. Mai 1570 bekannten Einwohner deutlich die Verwandtschaft zum Alten Lande erkennen. Es mögen die Meinschien, Faje, Oldehaver, Nibbe, Sietas, Butendiek, Knubbe, Kleinoht und für 1647 noch Bröhan, Freudenthal, Prange, Quast, Ockelmann genannt werden, deren Ahnen Altländer waren. Das mit einem sehr schönen Giebel ausgestattete Haus Nummer 2 des Bauern Gustav Ellmers am Ortsausgang nach Ninkop beweist den Übergang des Hausbaues zum Alten Lande.

22. Hinter der alten Steinmauer und dem wuchtigen, vielästigen und von Fremden gern beachteten Baumriesen liegt der Allershof, Mienenbüttell. Er mußte nach der grausamen Zerstörung im April 1945 mit allen Nebengebäuden völlig neu aufgebaut werden. Auch in Mienenbütte1 tragen starke Eichen mit hohen Wipfeln zur Schönheit des Dorfes wesentlich bei. In der altestbekarmten Schreibweise des Ortsnamens vom Jahre 1015 wurde Niangibutli geschrieben. Damit war das neue, auf das Grundwort -büttel endende Mienenbüttel gegenüber dem 'alten' - Oddenebutli - oder Ohlenbüttel gemeint.

23. Das Lichtbild aus der Zeit um 1913 zeigt den alten Giebel von der Dielenseite des Allershofes in Mienenbüttel. Es wurde freundlicherweise für diesen Bildband zur Verfügung gestellt. Das Haus brannte nieder. Mancher Betrachter des Bildes wird neugierig auf das Gespann vor dem Phaeton blieken, den bäuerlichen Kutschierwagen aus der Zeit vor dem Ersten Weltkriege. An die Stelle dieses Wagens für festliche, feierliche und sonntägliche Ausfahrten, dessen seltsame Bezeichnung - auszusprechen wie 'Feitung' - aus der griechischen Sprache stammt, rückte um 1930 das Auto.

24. Der Bliek auf das Foto zeigt Heitens Hof in Mienenbüttel Nummer 2, der 1945 mit dem benachbarten Allershof das Schicksal einer völligen Zerstörung erlitt, als britische Truppen das Dorf unter Feuer genommen hatten, Der alte Hofname stammt aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und entstand aus dem Rufnamen des Bauern Hein Marquart, der 1665 gestorben ist. Die seit 1786 auf dem Hofe wirtschaftende Familie Westphal kam aus Wohlesbostel, doch kann die Geschichte von Heitens Hof bis zum Jahre 1550 zurück verfolgt werden. Der Bliek über die alte Findlingsmauer auf die Giebelseite des schmucken Hofes beeindruckt den Betrachter sehr stark.

25. Nödigt warm to'n Vadderstahn ader ok Vaddersen to spääin bi'n Kinddööp, dat drofft'n nich utslaan, un dat hett hier ok jümmer gullen. Up dat Bild driggt de Bamudder den lûtten Jungen. de döfft warm schall, iûst na'n Wagen, un een van de Froons hoolt up den Weg na Kark dat lege Kind warm. Dat de Keerls dat Vadderstahn bannicb iemst neuhmen, kann'n jûm al van den Zitinner affsehn. De liggt de meiste Tied in't Schapp. De leeg Diem mit den witten Platen will woll de Froonslûüd noch gau'n Fidirkiek ruprecken, dat se jo nich'n freem ward.

26. Erst im Jahre 1934 konnte in Rade durch Ausführung und Beendigung kostspieliger Tiefbohrungen eine gunstigere Wasserversorgung erzielt werden. Die bis in eine Tiefe von 95 Metern in einen wasserspeichenden Horizont reichende Bohrung führte nach mannigfachen Überlegungen und Bemühungen zur Gründung des 'Wasserwerks Rade'. Die zufriedenen Gesichter der Männer spiegeln die Freude über den Erfolg ihrer Anstrengungen wider, Durch den Anschluß der Dörfer Rade, Mienenbüttel und Ohlenbüttel an das Versorgungsnetz des Wasserbeschaffungsverbandes Harburg im Jahre 1960 wurde der Trinkwasserbedarf auch hier schließlich zufriedenstellend geregelt.

27. In Rade mit einer Höhenlage zwischen 69 und 76 Meter und Mienenbüttel mit 87 Metern über NN hat es in trockenen Sommern immer an Trinkwasser gemangelt. Zwar waren fast alle Häuser auf eine behelfsmäßige Versorgung eingestellt, das Regenwasser in Zisternen aufzufangen oder Wasser aus der Umgebung, zum Beispiel aus Oldendorf, zu holen. Aber mit so geringen Mengen mußte sparsarn gewirtschaftet werden. In großen Fässern auf pferdebespannten Schleppern wurde das Trinkwasser herangeholt. Die Dorfteiche reichten als Viehtränke aus. Für kleinere Familien genügten geringere Wassermengen, die in leichter zu bewegenden Fässern gefahren wurden, wie das Foto aus der Zeit um 1930 zeigt.

28. Die Kinder aus Mienenbüttel, Ohlenbüttel und Rade gingen bis 1892 zur Schule nach Appel. Wer aber die Zahl der die Appeler Schule besuchenden Kinder von 1891 mit 103 erfährt, wird die Notwendigkeit einer eigenen Schule für die genarmten drei Dörfer verstehen. Es wurden auch die langen und gefahrvollen Schulwege für diese Kinder mitbedacht. Der Ortschulinspektor in Hollenstedt und die Königliche Regierung Lüneburg willigten zum Schulneubau in Rade ein, und mit dem 21jährigen aus Hagen bei Bergen, Kreis Celle, gebürtigen Lehrer Karl von Hörsten <t 1922 in Klecken) begarm Ostern 1892 der Unterricht in Rade. Die Schule war bis 1950 einklassig, dann vorübergehend zweiklassig. Ein neues Schulhaus wurde 1964 errichtet.

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