Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Neu Wulmstorf
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1029-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neu Wulmstorf in alten Ansichten'

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49. Spaziergänger aus Neu Wulmstorf und aus den Dörfern am Rosengarten loekt es immer wieder auf die schönen Wanderwege der heimatlichen Waldungen. Sicher werden sie einen kurzen geschichtlichen Hinweis auf die im Stiftssunder südlich von Schwiederstorf am Wege nach Neugraben aufrecht stehenden Steine mit eingemeißelten Kreuzen oder einem Wappen begrüßen. Am Wege in der Nähe der Waldschänke steht der erste dieser zwanzig Steine, deren Reihe bis Leversen führt. In einer Urkunde von 1412 heißen sie 'Schedelstene' und zeigen eine Grenze, die vereinbarte Scheidung zwischen dem ehemaligen Besitz des Klosters Harsefeld und den Herren von Heimbruch an. Das 'Harburger Jahrbuch IX' macht auf die geschichtlichen Zusammenhänge aufmerksam.

SO. Im Schwiederstorfer Teil des Rosengartens ist der Kar!stein einer der am stärksten besuchten Wanderziele. Die Sage führt zu Kar! dem Großen, der sich hier in schwerem Kampfe seiner Franken gegen die heidnischen Sachsen ein Stündchen Ruhe gönnen und nicht geweckt werden wollte. Aber als die Gefahr bedrohlicher wurde, mußte sein Hund das Wecken übernehmen. Erzürnt prüfte der Kaiser mit harten Schlägen die Schärfe seines Schwertes. Sie zeigen sich noch heute als tiefe Kerben. Doch die im Granit deutlich hervortretenden Pferdehufe und Hundepfoten müssen doch wohl kultische Bedeutung gehabt haben oder galten wohl als eine ehemalige Grenze.

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51. Als vor dem Ersten Weltkriege Wald und Heide im Kreise Harburg den Hamburger 'Luftsnappern' beste Gelegenheit zu Abwechselungen, Entspannung und Erholung aus städtischer Betriebsamkeit boten, waren die Schwarzen Berge, Haake, Rosengarten, Stuvenwald, die Fischbeker Heide, Elstorfer und Schwiederstorfer Kölken und Ohe beliebte Wandergebiete. Durstigen und hungrigen Wanderern wußte der Schwiederstorfer Malermeister Hermann Meyer damit entgegen zu kommen, daß er in der Nähe des Karlsteins 1909 eine Schänke errichten ließ, die besonders sonntags großen Zuspruch fand und noch heute den Wanderern gastlich offen steht.

52. Zum niedersächsischen Bauern gehört auch die Liebe zum Pferd. Es waren nur wenige Jahre zwischen der Zeit des völligen Verziehts auf Pferde, als um 1935 den Traktoren eindeutig die ganze Aufmerksamkeit galt, und den sechziger Jahren, als der Reitsport einen starken Aufschwung nahm und die Pferdezucht wieder interessant machte. Hier zeigen sich Sniers Männer aus Schwiederstorf mit ihren Pferden aus der Zeit um 1925.

53. Dieses Lichtbild wurde um 1908 in Schwiederstorf gemacht. Das Fotografieren auf den Dörfern war damals noch eine seltene Überraschung für alle, die sich gern einmal 'affnähmen' lassen wollten. So entstanden die jetzt selten gewordenen Fotos wie dieses auf Maddens Hof Nummer 7. Maddens Frau deckt längst die Erde auf dem Elstorfer Friedhof, und auch die Mägde weilen nicht mehr unter den Lebenden. Die beiden kleinen Mädchen aus dem ersten und zweiten Schuljahr haben inzwischen das 8. Lebensjahrzehnt überschritten.

54. In diesem alten Lichtbild aus der Zeit um 1900 zeigen sich die Jäger, die vom Jagdherrn zur Treibjagd eingeladen worden waren und sicn hier am Rande des Stuvenwaldes vor dem Fotografen aufgebaut hatten. Die große Zahl der Jäger kam aus der Stadt, denn die Pachtverträge wurden damals überwiegend mit Pächtern aus Harburg und Hamburg vereinbart, An Treibjagden nahm aber auch die Dorfsjugend gern teil, wie die Gruppe der Schwiederstorfer Treiber im Vordergrund des Bildes zeigt.

55. Die ältere Generation in Elstorf und Umgegend erinnert sich noch recht lebendig der Sturmkatastrophe mit einer echten 'Windhose' vom 24. Mai 1929, die besonders für Elstorf große Sachschäden an Gebäuden, Bäumen, in den Gärten und auf den Äckern brachte. Der Wirbel drehte dicke Äste von den Bäumen, und die prachtvollen Linden an der Hauptstraße wurden zu Dutzenden aus dem Erdboden gerissen. Zweiundzwanzig Gebäude wurden mehr oder weniger völlig zerstört. Das Foto zeigt das zerstörte Haus des Bauern Otto Benecke auf Stemmanns Hof Nummer 1.

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sc. Dippens Gasthaus in Elstorf hatte früher eines gegenüber drei anderen Gasthäusern, übrigens immer gutbesuchten Dorfskrügen, voraus: Als Nachbarhof zur Kirche waren Dippens Stallungen wegen des Ausspannens besonders beliebt. Der Platz vor dem Hause und vor der Missendöör bot den Kirchgängern aus den Außendörfern viel Parkmöglichkeit. Der hilfsbereite Stallknecht hat sich dort manche Mark verdient. Und das alte Ehepaar auf Dippens Hof und im Krug, Peter Benecke und Frau Anna geborene Prigge, waren hochgeachtete Leute in einer weiten Umgegend.

57. Das Dorfsbild des Kirchortes Elstorf verlor viel an Schönheit entlang der sich durch den ganzen Ort erstreekenden Hauptstraße. Aber der Orkan vom Mai 1928 hatte seine ganze Macht gezeigt, Bäume entwurzelt, Wohnhäuser und Scheunen zerstört, Getreidefelder bis zur Unkenntlichkeit geschädigt und die Einwohner in Angst und Schrecken versetzt. Tischler Hennings, Vaaß alter hübscher Fachwerkgiebel links im Bilde, Sattler Prigge und Köllmanns Gasthaus rechts an der von allen Bäumen entblößten Straße sind gut zu erkennen.

58. Die nachweisbare Geschichte des Heitens'schen Vollhofes in Elstorf beginnt mit dem Jahre 1563, aber die ältesten Höfe unserer Heimat bestanden schon tausend Jahre früher. Mit den Vollhöfen begann die Besiedlung des Landes. Das in Fachwerk erbaute und mit einern stets gepflegten Rethdach versehene Bauernhaus war bis zum Umbau eines der schönsten im alten Elstorf. Das Kriegerehrenmal im Vordergrund des Bildes erinnert an die Gefallenen beider Weltkriege.

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