Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Neu Wulmstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Marquardt
Gemeente
:   Neu Wulmstorf
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1029-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neu Wulmstorf in alten Ansichten'

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59. Die Freunde alter Ansichten aus Elstorf haben Wilhelm Marschalk für Aufnahmen aus früheren Jahrzehnten viel zu danken, auch diese mit den beiden Pferdeköpfen. In nächster Nachbarschaft zur Kirche lag der Dielenteil von Dippens altem Hofe mit dem warmenden Strohdach, Die Pferde steekten ihre Köpfe aus schmalen Fenstern des Stalles und 'beobachteten' den vorbeiflutenden Verkehr auf der in Ovelgönne beginnenden und in Basel endenden Bundesstraße 3. Viele Fremde hielten ihren Wagen an, um diese Erinnerung an die neugierigen Pferde mit nach Hause zu nehmen.

60. Vor einigen Jahrzehnten wurde in E1storf noch der 1. Mai alljährlich mit einem festlichen Umzug durch das Dorf, und mit Gesang und Tänzen in froher dörflicher Gemeinschaft gefeiert. Die Kinder führten den Festzug an, die gesamte Einwohnerschaft nahm an dieser Feierlichkeit zur Begrüßung des Mairnonats und der wärmeren Jahreszeit teil. Auf dem Lichtbild folgt der Schützenverein der Kinderschar.

61. Wir schauen hier auf das alte Gotteshaus in Elstorf, zu der bis 1904 die zwölf Dörfer zwischen Fischbek-Neugraben im Osten und Eilendorf im Westen der Kirchengemeinde angehörten. Der stündliche Ruf seiner Turmuhr verkündet den unaufhaltsamen Ablauf der Zeit, und die Glocken rufen fast täglich zu einem Augenblick der Besinnung auf, Aber über das Alter, mit Sicherheit ein recht ehrwürdiges, schweigen die granitenen Steine der wetterfesten Mauern.

62. Der Bau der ehrwürdigen St.-Nikolaikirche in Elstorf fällt wahrscheinlich in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Turm der Kirche wurde während der Zeit des Pastoren Justus Conrad Wedekind im Jahre 1729 errichtet, wahrscheinlich als Ersatz für einen älteren, über den aber nichts bekannt ist. Der Turm der evangelisch-lutherischen Kirche in Neuhaus an der Oste hat auffallende Ähnlichkeit mit dem Elstorfer.

63. Das Bild des Altars aus der St.-Nikolaikirche Elstorf stammt aus dem Jahre 1928, von Erich Marschalk im Sommer des Jahres an einern sonnigen Nachmittag aufgenommen. Die Schatten des damaligen Gestühls, links für die Frauen, rechts für die Männer, fallen schräg auf den Mittelgang, der nach dem Altar führt. Im äußeren Bild werden ihn alle Elstorfer Gemeindernitglieder sofort erkennen, aber das gegenwärtige Äußere verdankt er modernen Überlegungen zeitgemäßer kirchlicher Gestaltung.

64. Pastor Adolf Langelotz lud um 1930 die Lehrer von den Schulen seiner Kirchengemeinde gelegentlich zu Religionsgesprächen ein. An einem schönen Sommertage wurde im Pfarrgarten diese Aufnahme gemacht. Am Tisch sitzend von links: Albert Brenneke (1881-1979), Schulleiter in Elstorf und fast fünf Jahrzehnte Organist der Kirche, Pastor Langelotz, Heinrich Meyer, Ovelgönne (1894-1978) und Wilhelm Marquardt der Ältere, 1mmenbeck (1874-1952). Stehend von links nach rechts: Rudolf Brunkhorst, Wulmstorf (1899-1963), Wilhelm Kröger, zweiter Lehrer in Elstorf (1899-1972), Wi1helm Scharnhorst, Neu Wulmstorf (1928-1932), Heinrich Eggers, Neu Wulmstorf (1928-1931), und Wilhelm Marquardt der Jüngere, Verfasser dieses Bildbandes.

Immenbede

60s/wir/schaf/ Ftiedridï Siegmund

65. Man hätte um 1910 die im Kirchspiel Elstorf zugelassenen Autos wohl mit den Fingern an einer Hand zählen können, als Brinksitzer Heinrich Oelkers aus Immenbeek mit Braut Joharme Dammann, auch aus Immenbeck, sich auf den Phaeton, sprich 'Feitung', setzten, ihren gemeinsamen Lebensweg mit der Trauung durch Pastor Boes in Elstorf segnen zu lassen. Zehn Wagen mit den Brautjungfern, den Eltern, den Köstenbiddern, den Musikanten, Verwandten und Befreundeten folgten und kehrten nach zwei Stunden wohlgelaunt zurück, Im Hochzeitshaus wurden sie 'mit großem Bahnhof empfangen. Nach der Mahlzeit wurde gefeiert mit allem Drum und Dran, bis in den kühlen Morgen.

66. Von dem Bau eines Pfarr-Witwenhauses wird in den Elstorfer Annalen zum erstenmal im Jahre 1617 gemeldet. Pastor Christoph Frohne ließ es sich kurz vor seinem Tode bauen, das dann 1619 für siebzig Mark in den Besitz der Kirchengemeinde kam. 1639 wurde ein neues Haus für die Witwen verstorbener Pastoren errichtet, das im Stil mit einigen Veränderungen und Erneuerungen im Lichtbild von Wilhelm Marschalk gezeigt werden kann. Es wurde 1965 abgebrochen, um einem Neubau zu weichen,

67. Unweit des Ortes, am Wege von Ardestorf durch die Heide nach Grauen, stand Hulsten Schafstall, ein Bild aus der Zeit vor zweihundert Jahren mit niedrigem Dach und den in Fachwerk errichteten getühnten und mit Lehm beworfenen Wänden. Bis hundert Heidschnucken mögen ihren Schutz hier gegen die Unbilden von Wind und Wetter gefunden haben.

68. Wo westlich Ardestorfs die großen und ertragreichen Ackerflächen der sieben Bauern ausgebreitet liegen, herrschte noch vor achtzig Jahren tiefste Heide-Einsarnkeit. Hier wünschten sich, wenn die Schummerstunde heranrückte, Hasen und Füchse 'Gute Nacht!'. Nur selten wurde die Stille zwischen Birken und Föhren von den Schlägen der Twicke des Plaggenhauers unterbrochen. Die aus dem Abschmelzen von Toteisblöcken in ferner Vergangenheit der Eiszeit entstandenen Sölle, tiefen wasserreichen Tümpeln, loekten die Tierwelt zur Befriedigung des Durstes an und im Aberglauben der bäuerlichen Welt wurde ein Soll nach dem Teufel und Düvels Soll benannt.

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