Neubukow in alten Ansichten Band 2

Neubukow in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Haak und Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6306-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 2'

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19 Dieses Bild ist heute (1996) 65 Iahre alt. 1946 habe ich Albert Thöl noch flüchtig kennengelernt. Für Backwaren brauchte man Brotmarken, alles war damals rationiert, die Geschäfte gingen schlecht.AlbertThöl war alt, er har auch bald die Bäkkerei aufgegeben. Zu seiner Zeit stand noch vor dem Haus, wie auch vor anderen Häusern, die zu einer Plauderstunde einladende Bank. Kein Autolärm störte die Ruhe, nur pferdefuhrwerke rumpelten über das Kopfsteinpflaster des Marktes zu ihren, teilweise noch den Marktplatz säumenden Hofstellen. Nach ein paar Iahren

Vakanz ist heute wieder in dem Hause eine florierende Bäckerei.

20 HotelStadt Hamburg' in den 1960er jahren, also nach der Verstaatlichung durch die Behörden der ehemaligen DDR. Hinter den gestutzten linden sehen wir noch die niedrige Begrenzungsmauer der Freiterrasse. In 'Stadt Hamburg' - seinerzeit Gasthaus 'Zur Goldenen Trompete' - kehrte 1841 Heinrich Schliemann (18221890) auf dem Weg nach Hamburg ein. Es war der erste Besuch Heinrich Schliemanns in seiner Geburtsstadt, ein weiterer erfolgte 1883 anläßlieh eines Aufenthaltes in Warnemünde.

21 Diese Aufnahme zeigt uns Neubukow, wie es sich unserem Blick vom Kirchturm in Richtung Bahnhof darbot. Im ersten Drittel unseres [ahrhunderts war unsere Stadt noch ein Ackerbürgerstädtchen, wo die Bank vor dem Haus, unter teils hohen, teils gestutzten Linden, am Feierabend zur Plauderstunde einlud. Hier wurden die Ereignisse der großen und kleinen Politik, noch ohne Emotionen und ohne Spanmingen, friedlich durchgesprochen. Kein Autoverkehr störte die ländliche Idylle. Doch die Fluktuation, vor allem der jungen Leute, war groß. Lûbeek und Hamburg loekten sehr viele.

J(ötel Staàt J(amburg Bes. ff. Lange

Çruss aus Neubukow

22 Hier sehen wir den Marktplatz, wie er sich in den dreißiger Iahren unseren Blikken darbot. Zum großen Teil umsäumen Linden den Platz. Wie das Rathaus sind auch das Hotel 'Stadt Hamburg' und das Geschäftshaus rechts, Ecke Keneser Straße, mit einem ins Dachgeschoß Raum bietenden Doppelwalmdach gedeckt. Links neben 'Stadt Hamburg' steht die Fleischerei Prüter mit einern die Vorderfront prägenden Fachwerkaufbau. Flankiert wird dieser heute unter Putz stehende Aufbau von zwei Gauben. Links der Fleischerei ist der Lebensmittelladen von Kaufmann Quant mit einem Zwerchgiehel.

23 Hier sehen wir noch die Ecke von Schönrocks Hotel, dem späteren Volkshaus. Daneben war die ehemalige Gaststätte von Grosse. Wie zu sehen, war der ganze Komplex uralte Bausubstanz. Es ist die Ecke Markt - Wismarsche Straße. Im Oktober 1980 erfolgte der Abriß dieser Hàuserfront bis zur Hinterstraße. Der Abnß erforderte nicht viel Körperkraft. Es erschien auf Anforderung ein sowjetischer Panzer von der Reriker Garnison. Er fuhr einmal hm und zurück, da fiel die ganze marode Bausubstanz zusarnmen und brauchte nur noch geräumt werden. Heute ist hier ein neues Geschäfts- und

Wohnhaus entstanden. das dem Marktplatz ein neues Gepräge gibt.

24 In unmittelbarer Nachbarschaft mit der Apotheke arn Markt, Ecke Keneser Straße, steht die 1869 gegründete Druckerei. Am 1. Mai 1 91 3 kaufte Karl Keuer den Betrieb, den sein Sohn Karl-Friedrich Keuer heute weiterführt. Auch seine Tochter steht im Betrieb mit der Absicht, ihn in der dritten Generation als Famihenbetneb weiterzuführen. 1930 wurde das Haus aufgesteekt und ausgebaut. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges bis 1945 -ab 1938 in Zusammenarbeit mit der Drukkerei Michaels in Kröpelin erschien hier die Tageszeitung 'Der Ostseebote' . Nach der Wende wurde der Betrieb auf Offset umgestellt.

NeubuAo" i. Me&/. - Markt mit Apotheke

25 Hier haben wir eine Aufnahme vom Marktplatz, die schon vor 1914 getätigt wurde. Das Rathaus ist hinter gestutzten Linden versteekt. Der Blick schweifi über den nördlichen Teil des Stadt. Wir sehen rechts vom baumbestandenen Wallberg die 1897/98 gebaute Stadtschule. Achten wir hier einmal auf die kleinen Dinge, zum Beispiel auf die rechts vom Rathaus stehende Pumpe. Diese standen seinerzeit im Stadtgebiet verteilt und waren die einzigen öffentlichen Wasserspender. Sie waren holzurnman telt. Dieser Holzmantel wurde aus einen in der ganzen Länge durchbohrten Stamm hergestellt und nahm so das Pumpenrohr und Ge-

stänge auf ZurWäsche wurden ehemals auch die die Stadt begrenzenden Gewässer genutzt.

26 Ein Bild, das ein Gruseln und zwiespältige Gefühle in uns auslöst, Hier wird der sowjetische Panzer aber auf Anforderung zum Abbruch maroder Bausubstanz eingesetzt. Es ist die alte Gaststätte Grosse am Markt, Ecke Wismarsche Straße. Das Haus gehörte der Familie Mackwardt. Die Panzer waren bis kurz nach derWende (1991) im benachbarten Rerik starioniert.

27 Das Haus mit dem schönen Fachwerkgiebel gehörte zu dem Ensemble der einstöckigen Häuserreihe, die den Marktplatz säumten. Es war das Eckhaus Markt/Kirchenstraße und gehörte Fräulein Plath. Sie stellte hier nach altem Rezept die 'Plathsche Heilsalbe' her. Heute ist die Häuserreihe hinter dem Rathaus längst der Spitzhacke oder später dem Abrißbagger zum Opfer gefallen. Ein nun schon bald erneuerungsbedürftiger Neubau mit je einem Laden für die 'Iextilbranche und des Lebensmittelhandels füllen die Reihe aus. Die Aufnahme stammt ausden sechziger Jahren. Das Kaufhaus wurde 1971 gebaut.

28 UnsereAbbildung war das Nachbarhaus von Plath, die Wohnstätte der Familie Könnike. Über der EingangstÜT an der Ecke steht 'Radiowerkstatt', Hier hatte der Rundfunk- und Fernsehmechaniker Fritz Brüsehaber seine Werkstatt. Es war schon die Zeit, als das Fernsehen in der freien Wirtschaft seinen Siegeszug antrat. In der ehemaligen DDR gab es die ersten Apparate auf Zuteilung. Rechts im Bild sehen wir die angrenzende Ecke eines Bauernhauses, des Hauses Altschwager.

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