Neubukow in alten Ansichten Band 2

Neubukow in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Haak und Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6306-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 2'

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49 Das Schmiedehandwerk ist schwer, man muß den schweren Schmiedehammer schwingen können. Hier wird ein Eisenreifen für einen Pferdewagen zum Beziehen einer Holzfelge bearbeitet. Das Eisen wird durch Hitze im Schmiedefeuer gedehnt, dann auf die Felge gezogen oder geklopft. Durch Erkalten zieht es sich zusammen und gibt dem Rad so die nötige Stabilität. Vom Schmied selbstgefertigte Nägel (Schmiedenägel genannt), so war es jedenfalls früher, zogen das Eisen noch fester an die Felge. Beim damaligen Kopfsteinpflaster war solide Handwerksarbeit gefragt. Handwerk hatte var den beiden Weltkriegen noch goldenen Boden.

50 Die Senator-SchröderStraße, erbaut in den dreißiger Iahren, verbinder den Malpendorfer Weg mit der Reriker Straße. Senator (Stadtrat) Schröder (1832-1917) pachtete 1 858 die Wasserund die Windmühle, auch die sogenannte Pfarrhufe vor dem Mühlentor. Der Pachtvertrag war bis 1876 abgeschlossen. Die Mühlen und die Pfarrhufe gehörten zur Amtsfreiheit, waren also zu NeubukowAusland.1876 kam die sogenannte Amtsfrei heit zur Stadt. Ob Senator Schröder bei diesem 'Einigungsvertrag' mitgewirkt hat, und man nach ihm deshalb eine Straße benannt hat, ist mir nicht bekannt.

S 1 Blick vom Damm des Staubeckens über den Hellbach, Aufnahme aus den zwanziger [ahren. Im Hintergrund die Holländer-Windmühle, 1888 von Familie Evers in Berghausen erbaut. Heute (1996) ist sie flügellos und zurWohn- und Arbeitsstätte umgebaut. Die reetgedeckte Fachwerkscheune links gehörte zum Iandwirtschaftlichen Betrieb von Dethloff Der Hellbach fließt hier in den Mühlenteich und sein Wasser treibt eine Wasserkraftanlage.

52 Nachdem durch den Flüchtlingsstrom 1945/46 viele katholische Familien hier seßhaft wurden, entstand auch eine katholische Kirchengemeinde. Diese erwarb bald eine frei gewordene Großgarage im Malpendorfer Weg und baute sie zu einer kirchlichen Begegnungsstätte um. Hier versammelt sich die Gemeinde zum sonntäglichen Gottesdienst.

53 Hier ein Bliek zur Wismarschen Straße aus der Mühlenstraße. Das Geschäftshaus an der Ecke Brandstraße war die Drogerie Langberg. Im Hintergrund, schon Wismarsche Straße, entdecken wir die ehemalige Bäckerei Harms. Gegenüber von Langberg war die Klempnerei von Steinhagen, die an das Pfarrgrundstück grenzte. Die Mûhlenstraße war bis 1936, bis zum Bau der Reriker Straße, Durchgangsstraße nach AltGaarz und somit Geschäftsstraße.

54 Unsere Kirche rnit dem gotischen Sûdportal, das teils mit spitz oder rund geformten und glasierten Backsteinen vom handwerklichen Können der alten Meister zeugt. Heute ist hier der Haupteingang. Bis 1 81 9 war um die Kirche der Friedhof In diesem jahr wurde der neue Friedhof außerhalb des Stadtgebiets angelegt. Am 20. April 1 81 9 wurde er von Ernst Schliemann, dem Vater Heinrich Schliemanns, eingeweiht. In dieser neueren Aufnahme sehen wir das kupferbeschlagene 2,20 m hohe Giebelkreuz, das 1958 aufgesetzt wurde. Eine Feldsteinmauer schließt den Kirchenplatz von der Straße ab.

55 Das Andenken an den großen Sohn unserer Stadt, Heinrich Schliemann, wurde in Neubukow immer gepflegt. So wurde 1990, einhundert [ahre nach seinem Tode, nach einer Konzeption des Bildhauers Rainer Kessel, Nantrow, der Platz vor dem pfarrhaus unter Einbindung des Kirchenplatzes gestaltet. Eine in den Boden gelegte Platte trägt das Geburts- und Todesjahr Heinrich Schliemanns. Gegenüber dem Pfarrhaus, an der Feldsteinmauer, wurde eine Stele mit einer Reliefplatte mit der Stratigraphie Trojas aufgestellt. Auf dem Bild die Initiativgruppe für die Gestaltung des Platzes von links: Hans-Alhert Kruse, Annemarie Schulz, Dr. Win-

fried Weißenberg, San.-Rat Gerlinde Weißenberg. Frank Marienberg, Bürgermeister Walter Doll, RolfEtzold und Walter Haak.

56 Mühlenstraße - Ecke Brandstraße. Die Überschrifi dieses Bildes 'Drogen- Delikatessen - Kolonialwaren' sagt uns gleich einiges über das Alter dieser Aufnahme aus. Ein Händler mit Drogen wird dieses heute nicht so publik machen. Der Begriff Droge hat heute einen anderen Sinn, früher war es ein Sammel begriff für Waren einer Drogerie. Die Bezeichnung Kolonialwarenhandlung datiert diese Aufnahme in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, als die Europäer noch Kolonien hatten. Auch die Kleidung der dargestellten Personen weist uns in die Zeit kurz nach der Iahrhundertwende. Der Kariolwagen hält vor der Sattlerei Bennecke.

Alle Handwerker waren mehr oder weniger aufLandkundschaft angewiesen.

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57 Hier haben wir eine Aufnahme aus der Zeit der Iahrhundertwende, So zeigte sich damals die Landschaft dem Blick von der Schliemannstraße. Der Acker war Pfarracker, teils Hagens Gärtnerei. Der Pfarracker, heute Kleingartenanlage, wurde von der Gärtnerei Hagen, vormals Edler, bewirtschaftet. Wir sehen links die Windmühle, dann den Schornstein und die Wirtschaftsgebäude der Wassermühle, die ehemalige Schmiede Almstaedt und die Häuser von Tremp und Schmuhl. Im Hintergrund der Wallberg. Die Straße mit den gekalkten Steinen führt nach Buschmühlen.

58 Nicht zu übersehen war dieses Finnenschild in der Hinterstraße, im umgangsprachlichen Platt auch Achterstraße genannt. Ein Haus mit zwei relativ großen Schaufenstern des Kaufmanns Friedrich Heise, In der Hinterstraße waren früher viele Kleingeschäfte, die alle ihren Umsatz harten. Die Kundschaft war zum großen Teil Landkundschaft. Gingen die Geschäfte in Krisenzeiten nicht so gut, so hatte man durch die im Nebenberufbetriebene Kleinlandwirtschaft eine gewisse soziale Sicherheit. Die der Stadt anliegende Feldmark war teilweise in kleine Flurstücke eingeteilt, wo bis in die erste Hälfte dieses jahrhunderts viele Fami-

lien ihre Kartoffeln und für Futterzwecke Rüben anbauten.

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