Neubukow in alten Ansichten Band 2

Neubukow in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Haak und Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6306-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 2'

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59 Das Haus in der Hinterstraße gehörte in den ersten zwanziger [ahren Frau Seyer, Meisterin in der Zunft des Damen-Schneidergewerbes. Das Schild über derTür des Nachbarhauses zeigt an, daB hier Glasermeister Holdorf sein Gewerbe ausûbt. Neubukow hatte bis in unser Jahrhundert hinein viele Handwerksbetriebe. Oft waren die Inhaber im Nebenberuf auch KleinIandwirte. Die Hinterstraße bildete bis ins 18. [ahrhundert rnit der GrabenstraBe den Außenring der bebauten

Stadt.

60 Dieses Haus in der Hinterstraße gehörte dem Schlossermeister Otto Wigger. Hier eine Aufnahme aus den zwanziger [ahren. Die Hinterstraße - auch Achterstraße genannt

- war ursprünglich einstöckig

bebaut. Otto Wigger war Kunstschmied, die Leuchter an der Wand des Langschiffes unserer Kirche sind von ihm geschaffen. Das Pflaster des Bürgersteiges und der Straße wurden in den neunziger Iahren des vorigen [ahrhunderts gesetzt.

61 Sattlermeister Eekholt (1913-1985) in seiner Werkstatt. Hier bei der Reparatur eines Pferdegeschirrs. 1 875 harte Neubukow nach dem Mecklenburgischen Staatskalender noch sechs Riemer, sa die derzeitige Bezeichnung für Sattler. Vor allen Dingen stellte die Landwirtschaft durch den Bedarf an pferdegeschirr die meiste Kundschaft. Die Umgebung von Neubukow war in sechs Bezirke eingeteilt, sodaß jeder Handwerksmeister seinen Kundenkreis hatte. Das Angebot richtere sich auch hier nach der Nachfrage. Mit der Motorisierung der Landwinschaft entfiel die Nachfrage,

und so war Meister Eekholt in Neubukow der Letzte seiner Zunft.

62 Erwin Dorock (1 9 141996) in seinerWerkstatt. Er legte erst im 8. Iahrzehnt seines Lebens Hammer und Ahle aus der Hand und schloß seine Werkstatt endgültig ab. Erwin Dorock wurde 1946 aus seiner Heimat Ostpreußen vertrieben und machte sich hier selbständig. Er hatte einen großen Kundenkreis und war der letzte der einst dreißig Mitglieder umfassenden Schuhmachergilde unserer Stadt. Diese Zahl übermittelt uns der Mecklenburgische Staatskalender von 1876. Zu dieser Zeit wurden Schuhe und Stiefel noch in aufwendiger Handarbeit angefertigt, teilweise dann auf umliegenden Märkten angeboten und verkauft.

63 Hier ein Bild vom sogenannten O-W-Bahnhof

mit Lockschuppen und Gerätehaus der Rübenbahn Neubukow-Bastorf Diese Endstation der Schmalspurbahn gehörte zum BahnhofNeubukow und hieß offizell Bahnhof 'Neubukow Obere Weiche'. Das Wort 'Obere' bezog sich auf die Steigung vom Neubukower Bahnhof zu dieser Nebenstelle. Die Rübenbahn mit einer Spurweite von 900 mm diente vor allem zum Transport der früher auf den umliegenden Gütern geernteten Zuckerrüben zur Zuckerfabrik Wismar. Auf dem 0- W- Bahnhof wurden die Rüben von der Schmalspurbahn auf die Wagen der Normalspurbahn Wismar-Ro-

stock von einer erhöhten Rampe gekippt. 1946/47 mußten die Gleise und Anlagen dieser Bahn abgebaut und als Reparanon abgeliefert werden.

64 Der BahnhofNeubukow im Iahre 1902. 1883 wurde die Eisenbahnstrecke WismarRostock in Betrieb genommen. Am 27. Juli dieses jahres fuhr der erste planmäßige Zug von Rostock nach Bad Doberan, und am 22. Dezember 1883 erreichte der erste Zug im 30 km/h-Tempo auch Neubukow. Auf unserem Bild erwarten Bahnbeamte in den damaligen, an Militärschnitt erinnernden Uniformen einen einfahrenden Zug. 1937 wurde der Bahnhof umgebaut und vergrößert. So wurde die linke Seite des Gebäudes erweitert und hochgezogen und eine derzeit florierende Mitropa-Gaststätte eingerichtet.

65 Als erstes fàllt uns dieses Haus in die Augen, wenn wir in Neubukow dem Zug entsteigen und den Bahnhofsvorplatz überschreiten. Erbaut wurde es vom ehemaligen Besitzer und Betreiber einer gutgehenden Gerberei namens Hellfritz. Dieser Betrieb gab seinerzeit einigen Leuten Arbeit und Brot. Die Gerberei lag vor dem RostockerTor, die Anlagen betriebsbedingt in Wassernähe am Hellbach. In den dreißiger [ahren mußte der Betrieb stillgelegt werden, weil- wie mir ein ehemaliger Betriebsangehöriger erzählte - die Auflagen für die notwendige Reinhaltung des Hellbachwassers für den Betrieb zu teuer wurden.

66 Hier die Brücke für die Eisenbahnlinie Wismar-Rostock über den kleinen Hellbach (Keneser Bach). Es ist der Blick vom KeneserTorder Verlängerung der Keneser Straße, wie er sich anfangs der zwanziger [ahre darbot. Am 22. Dezember 1883 erreichte der erste Zug, von Wismar kommend, Neubukow. Das Haus mit dem Frontispiz gehörte Kaufmann Robert Dethloff, dahinter das 1891/92 errichtete Posthaus.

67 Wir stehen hier am Keneser Tor, der Verlängerung der Keneser Straße. Aus dem KeneserTor führte der alte Handelsweg von Nord nach Sûdost, nach Bützow. Hier fuhren seinerzeit die Kaufleute und Gewerbetreibenden zu den Märkten im Landesinnern. Der Pfad, der links abbiegt, führt weiter als Iungfernsteg. Diese Spaziertour war immer ein beliebter Spaziergang entlang des plätschernden Baches. Hier traf man Bekannte, tauschte Neuigkeiten aus und knüpfte neue Kontakte. Man erlebte Natur pur und nicht am Fernseher. Heute ist dieser Pfad wieder gepflegt und lädt mit seinen Ruhebänken zum Luftholen, zum Atmen in einigem

Abstand von der Fernverkehrsstraße lOS ein. Das Haus in der Mitte gehörte früher Familie Dethloff.

68 Die Molkerei Neubukow in der Keneser Straße wurde

1 887 als Genossenschaft von den umhegenden Gutsbetrieben gegründet. Außer einem Bauern waren nur Gutsbesitzer oder Pächter Genossenschaftsmitghed. Deshalb schlossen sich 1907 die Mittel- und kleinbäuerlichen Betriebe zusammen und errichteten die Neue Molkerei in der Burchardstraße. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges wurden diese Betriebe zusammengelegt. Die Erzeugnisse gingen zum größten Teil in die umliegenden Städte. Die Neubukower Einwohner wurden von zwei Milchhändlern versorgt, es waren die Verkaufsbetriebe Hartmann und Bartels.

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