Neubukow in alten Ansichten Band 2

Neubukow in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Walter Haak und Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6306-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 2'

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69 Ein Zeitdokument aus dem Ersten Weltkrieg (19141918). Schon am 2. Oktober 1914, also gleich in den ersten Kriegswochen, wurde Albert Holdack aus unserer Stadt verwundet. Das bedeutete für ihn im August 191 5 die Entlassung aus dem Heer. Ein Dokument, das uns Europas Irrweg vor Augen hält. Leider hat die Menschheit aus diesem Völkerringen nichts gelernt. Der folgende Zweite Weltkrieg war viel grausamer, forderte von allen Völkern unseres Kontinents viele Opfer, vor allem auch unter der Zivilbevölkerung. Hoffen wir, daß nach diesem Inferno die Völker endlich gelernt haben, so miteinander umzugehen, 'daß alle Menschen frei von

Angst und Not leben können'. (Formulierung nach Atlantik-Charta. )

70 Aus Deutschlands dunkelster Zeit. Diese Aufnahme mit Blick tief in die Burchardstraße. entstand am 1. Mai 1933. Noch im gleichen [ahr erhielt diese Straße den Namen Hindenburgstraße. Das Besondere an diesem Bild ist der noch vorhandene hohe Baumbestand. Drei Reihen Linden, die ein Alter von ungefähr 35 bis 40 [ahren haben könnten, bildeten diese Allee.

Die Kronen, vor ein paar [ahren gestutzt, sorgten im Sommer für erfrischenden Schatten. Als man im Iahre 1936 anfing in Neubukow ein Drehstromnetz winzubauen, waren diese Linden natürlich für den Freileitungsbau im Wege und mussten weg.

Als Auchgleich dafür pflanzte man zwei Reihen Totdorn, der regelmäßich geschnitten wurde. Dieser Bepflanzung ist man bis heute noch treu geblieben.

71 Kriegsjahr 1941: Wir schauen in einen Laden in der Burgstraße zu Kaufmann Harms. Das Angebot ist kriegsbedingt. Die Lebensmittel wurden schon bei Beginn des Krieges (1939) rationiert. Alles gab es nur aufKarten. 1942 wurde die wöchentliche Brotzuteilung von 2 400 g auf 2 000 g herabgesetzt, die Fleischmenge reduzierte sich von 500 g auf 300 g.Auch Gegenstände für die Bedürfnisse des Alltags, wie Seife und Waschmittel, wurden auf Karten zugeteilt. Die Abschnitte der abgegebenen Karten mußten vom Kaufmann gesammelt und abgeliefert werden. Für ein 'FróhliehesWeihnachten' war das Angebot sehr mager.

72 Hier ein Beispiel der Vernetzung zwischen Stadt und Land und auch innerhalb der Berufszweige. Wir sehen einen Kaufmannswagen bei der Fahrt 'über Land'. Dieses Fahrzeug gehörte Kaufmann und Landwirt Harms aus der Burgstraße. Es war ûblich, daß einige Kaufleute ihre Kundschaft auf dem flachen Land mit Waren versorgten. Gutsbetriebe dominterten früher in unserem Kreis. So wurden auch die in Arbeit stehenden und die kein eigenes Fahrzeug hatten, jede Woche mit dem Nötigsten versorgt und ihre überschüssigen Produkte wurden aufgekauft.

73 Ein Bild aus den zwanziger [ahren. Wir sehen hier Zimmerleute der Baufirma Rosenkranz beim 'Abbinden' einer Scheune oder eines Dachstuhles. Voraussetzung hierzu war eine ebene Fläche, auf die die Balken gelegt wurden. Nach der Bauzeichnung wurden dann die - wie hier zu sehen - im Vierkant geschnittenen Stämme nach der gebrauchten Länge geschnitten, gestemmt und gebohrt. Die Verbindungen wurden genau eingepaßt und mit großen Holznägeln, die der Zimmermann selber herstellte, fest verbunden. Die einzelnen Teile wurden mit dem Stemmeisen gezeichnet. So konnten sie beim Richtfest problemlos eingesetzt wer-

den. Vor unserer Zeit wurden die Stämme nicht zum Vierkant gesägt, sondern mit einem breiten Beil bearbeitet,

74 Partie am kleinen Hellbach, dem sogenannten Keneser-Bach. Ehemals (bis 1825) gehörte dieses Feuchtgebiet zumAmtsteich. Nach der Stadtgründung war das Gebiet geflutet, einmal als Wasserreservoir für die Wassermühle, aber auch als Stadtbegrenzung für die Sicherheit der Stadt. Ein gepflegter pfad führt heute entlang des Baches und lädt zum erholsamen Spaziergang ein.

75 In diesem Hofhinter der ehemaligen Neuen Molkerei wurden früher während der Deckperiode von Februar bis August die gekörten Hengste für die Pferdezüchter der Region aufgestallt. Die Hengste, vierWarmblut- und ein Kaltbluthengst, gehörten zum Gestüt Redefin und wurden von einem Gestütswärter des Gestüts gepflegt. Außer der Fütterung war dieser auch für die Bewegung derTiere verantwortlich. Dazu gehörten täglicheAusritte auf damals noch weit autofreien Landstraßen. Der Kaltbluthengst, ein Belgier, stand später in Bantew Die Warmbluthengste gehörten zur

Mecklenburger Rasse und trugen als Brandzeichen ein 'M' am linken Oberschenkel.

76 Spriehusen, ein Ortsteil von Neubukow, war früher ein Gutsbetrieb von 350 ha Größe. Bis 1945 war es im Besitz der Familie Nölting. Auf unserem Bild sehen wir noch den alten Gutsstall. der in diesen Tagen (Februar 1996) demAbrißbagger zum Opfer fiel. Nur das rechts im Bild stehende reparaturbedürftige Gutshaus erinnert an die Vergangenheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Land an Landarbeiter und Ostvertriebene aufgeteilt und später genossenschaftlich bewirtschaftet. Spriehusen liegt an einer festen nach Rerik führenden Straße und ist leicht

zu erreichen. Durchquert

man den Ort, so bietet sich demAuge ein weiter Bliek

über das Hellbachtal, und man erfaßt die blinkenden Wasserflächen von Haff und Ostsee.

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