Neubukow in alten Ansichten Band 3

Neubukow in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6684-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 3'

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9 Das Haus in der Kröpeliner Straße 1 7 mit dem herrlichen Schmuckgiebel war das Geburtshaus des Bäckermeisters Techel. Im hinteren Gebäudeteil befand sich die Backstube mit dem Backofen. Später kaufte Siegmund Burchard dieses Haus und handelte mit Schreib- und Tabakwaren. Während der NS-Zeit betrieb der Fischräucherer Haack hier sein Gewerbe und lebte vom Fischhan-

del. Nach dem Krieg blieb das Gebäude ein Fischladen, aber die Bausubstanz war so schlecht, dass das Haus 1988 abgerissen werden musste. Im Neubau wurde wieder ein Fischladen eingerichtet, doch das Geschäft rentierte sich nicht und so zog der HNO-Arzt Dr. Hebisch ein, der als niedergelassener Arzt hier praktiziert.

10 Dieses Foto entstand Anfang der dreißiger Iahre und zeigt uns die Ecke Burchardstraße - Kröpeliner Straße. Die Fleischerei Rosenkranz, später Weitendorf, wurde auf dem Eckgrundstück erst nach dieser Aufnahme gebaut. Zu DDR-Zeiten sind in der Fleischerei Notschlachtungen durchgeführt worden. Die Kröpeliner Straße hatte zu dieser Zeit, wie uns das Foto aussagt, noch keine Asphaltdecke und die Einmündung zur Burchardstraße ist nach der Bebauung weiter östlich verlegt worden. Rechts, wo der Ackerwagen steht, ist noch die Bauernstelle Hartig zu sehen. 1 996 wurden das Klinkergebäude und das

weiße Eckhaus abgerissen und es entstand hier ein modernes Einkaufs- und Wohngebäude.

11 Im Iahre 1920 fanden wir für Neubukow folgende mittelbäuerlichen Betriebe, genannt: Friedrich Hartig/Kröpeliner Straße/48 ha; Hans Altschwager /Markt/ 3 7 ha; Ernst von der Heyden/Kröpeliner Straße/ 18 ha; Martin Haack/Wismarsche Straße/ 17ha; und die städtische Dampfmühle mit 15 ha. DasVieh aller bäuerlichen Betriebe wurde bis

in die dreißiger Iahre gemeinsam geweidet. Die Wiesen und Weiden waren Eigentum der Stadt. Morgens um 5.00 Uhr ging der Kuhhirte durch die Straßen und holte mit dem dumpfhallenden Ton des Kuhhorns die letzten Schläfer aus dem Bett.

Zweimaliges Blasen bedeutete, dass der Austrieb an diesem Tag zur Weide hinter den Schützenplatz führte; blies der Hirte dreimal, dann weideten die Kühe am Panzower Weg. So wussten die Frauen, wo sie zum Melken hinzugehen hatten. Um

6. 0 0 Uhr wurden die Hoftore geöffnet und die Kühe trotteten zum Markt. Hier empfing sie der Hirte.

12 Dieses verputzte Fachwerkhaus stand an der Ecke Kröpeliner Straße, Reriker Straße und gehörte dem Franer Friedrich Schmidt. Heute befindet sich an dieser Stelle ein modernes Wohnhaus mit Einkaufspassage, Apotheke, Gaststätte und Fitnesscenter. Ursprünglich, im Iahre 1 739, wohnte hier der Scharfrichter. Die Aufnahme entstand im Iahre

1986 kurz vor dem Abriss. Der Abriss erforderte nicht viel Kräfteaufwand. Es wurde für diesen Zweck ein russischer Panzer von der Garnison Rerik angefordert. Ohne viel Aufsehen fuhr der Panzer mitten

in der Woche während der Mittagszeit mehrere Male durch den Bau und schob einen riesigen Schuttberg zusammen, der nach dem Feierabend weggefahren wurde.

13 Die 1887 erbaute Molkerei mal aus einer ganz anderen Perspektive gesehen. Hierauf erkennen wir noch ganz deutlich den Originalzustand des Gebäudes, das in den dreißiger]ahren umgebaut wurde und - was heute schon ganz unmöglich wäre - den Bewuchs der Fassade mit wildem Wein. Mit Pferdegespannen und den eigens dafür konstruierten Wagen wurde die Rohmilch von den Gütern angeliefert. Der helle Kofferwagen war der Verkaufswagen des Milchhändlers Walter Hartmann aus der Wismarschen Straße und diente zum Straßenverkauf.

14 In Neubukow gab es bis Ende des Zweiten Weltkrieges zwei Milchhändler, Hartmann und Bartels, die vom Wagen aus die Milch verkauften. Jeder hatte sein eigenes Revier. Auf diesem Bild sehen wir das pferdegespann des Milchhändlers Bartels aus der Kröpeliner Straße, hier vor der neuen Molkerei. Im Wagen waren sechs Tanks a. 50 1 Inhalt installiert, ein Tank für Trinkvollmilch, zwei Tanks für entrahmte Milch und drei Tanks für Buttermilch. Unter dem Sitz lagerten Butter, Quark und Käse. Die Ware wurde in der warmen Jahreszeit mit Brucheis gekühlt. Die Verkaufsroute ging bis Steinhausen-Neuburg. Diese Molkerei arbeitete als Molkerei von 1908 bis 1940.

15 Im Iahre 1951 trat der Molkereiverwalter Robert Peters in den Ruhestand. Anlässlich dieses Ereignisses wurde das Foto aufgenommen. Es zeigt uns die ganze Belegschaft von damals. Von links nach rechts: Wilhelm Kraatz

( der neue Verwalter) , Walter Stage, Heinz Dörbandt, Herbert Bartels, Robert Peters (ehemaligerVerwalter), Herr Boisen, Ferdinand Bohlmann, Wilhelm Wiechmann, Hans Stramm und Karl Vater. Vordere Reihe, von links nach rechts: Annemarie Stolz, Hildegard Albrecht und Irmgard Peters.

1 6 Diese Aufnahme wurde noch vor 1 936 gemacht. Erkennen kann man das an dem alten Gleichstromanschluss und der gestuften Terrasse. Hier sehen wir das Haus des Milchhändlers Walter Hartmann in derWismarschen Straße 5. Nicht nur der Handel mit Molkereierzeugnissen war sein Erwerb, sondern es wurde auch tüchtig Landwirtschaft betrieben. Neubukow war eine Ackerbürger- und Handwerkerstadt und diese Region ernährte sich selbst, was natürlich auch nach dem Zusammenbruch 1945 für die Menschen hier von großem Nutzen war. Nach dem Krieg wurde der mobile Milchverkauf einge-

stellt, aber der Verkauf von loser Milch wurde in diesem Haus durch den staatlichen Handel (HO) bis 1973 betrieben. Im Iahre

200 1 wechselte auch dieses Haus seinen Besitzer. Durch die folgenden Sanierungsarbeiten blieb der Stadt ein Kleinod erhalten.

17 Dieses Haus, gegenüber von der Molkerei im Keneser Tor, ließ im Iahre 1950 der Glasermeister Holdorf für seine Mieter erbauen, um sein Wohnund Geschäftshaus wieder für den Familienbetrieb voll nutzbar zu machen. Die Wohnungsnot war zu diesem Zeitpunkt in Neubukow sehr groß und für die betreffenden Mieter muss dieses als ein Geschenk des Himmels angesehen worden sein, plötzlich ein kleines Häuschen für sich alleine zu haben. Im Laufe der Zeit wechselte auch hier der Eigentümer und durch bauliche Ergänzungen hat das Äußere sich erheblich verändert.

18 Die Haustüren der Wohnhäuser im Stadtkern von Neubukow waren bis Anfang der sechziger Iahre noch zum größten Teil Unikate. Für die Tischler der damaligen Zeit war es eine große Herausforderung, sich jedes Mal etwas Neues einfallen zu lassen. Es wurden auch die Schlösser für die Türen noch in Handarbeit gefertigt. In diesem Haus in der Amtsstraße 9 lebte und arbeitete der Schlossermeister Albrecht Rindfleisch. Er war eine sehr Respekt einflößende Person und hatte im Volksmund den Beinamen Albrecht der Bär. Sein Vater, der Schlossermeister Matthias Rindfleisch, war

besonders geschickt im Kunstschmiedehandwerk und fertigte die Türbeschläge für die Kirche in Dreveskirchen. Dach und Außenanstrich haben sich bis zumjahre 2000 hier

nicht sehr einschneidend verändert, sodass man noch gut erkennen kann, wo sich dieses Haus befindet.

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