Neubukow in alten Ansichten Band 3

Neubukow in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6684-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19 Dieses Foto muss noch vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sein. Die Mauer vorne sieht noch neu aus, das Dach vom Turm ist repariert worden und auf dem Mittelschiff sieht man deutlich den Schornstein von der Heißluftheizung. Die Bäume sind noch klein und sie lassen die Gebäude größer und mächtiger erscheinen, als man es heute im Iahre 200 1 wahrnimmt. Die Heizungsanlage wurde Mitte der fünfziger Iahre außer Betrieb gesetzt und statt des Schornsteins ziert jetzt ein mit Kupferblech benageltes Holzkreuz diese Stelle. An der südwestlichen Turmseite sind ein-

gemauerte Feldsteine zu erkennen. DerTurm stand während des Dreißigjährigen Krieges unter Kanonenbeschuss. Mit Hilfe der Feldsteine besserte man die Granateneinschläge wieder aus.

20 Diese Konfirmanden des Jahrganges 1955-1956 wurden van Pastor Dr. Gloede unterrichtet. Er war van 1947 bis 1959 hier in Neubukow tätig. Die Kirchgemeinde hat ihm sehr viel zu verdanken. In der schlechten

Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, wo es weder Baumaterial noch andere Materialien legal gab, hat er es fertig bekommen, mit Hilfe der einheimischen Handwerker, die voll hinter ihm standen, die dringenden Reparaturen am Kirchengebäude durchführen zu lassen.

1 950 wurde die Kirche sogar nach Entwürfen, die Pastor Gloede selbst erarbeitet hatte, ausgemalt.

Da dieses Gotteshaus nicht mehr beheizbar war, wurde

im Rektorhaus 'Am Brink' ein Saal für die Wintergottesdienste eingerichtet. Alles zu einer Zeit, wo das Bauen, besonders für die Kirche, noch so gut wie unmöglich war.

21 Im Iahre 1779 wurde durch Pastor Witt zum Bau einer neuen Turmuhr eine Sammlung veranstaltet. Die alte Schlaguhr ließ sich nicht mehr reparieren.

Der Schlosser- und UhrmachermeisterTengel aus Neubukow lieferte das neue Uhrwerk zu Ostern 1780 und setzte dieses auch in Betrieb. Im Iahre

1 859 wurde vom Maler Carlsburg aus Neubukow das Ziffernblatt neu gestrichen und der Zeiger vergoldet. Das Uhrwerk hatte im Laufe der Iahre an Funktionstüchtigkeit verloren und 1865 lieferte der Zahnmacher Dreyer aus Rehna ein neues Werk. Unbekannt ist leider, ob auch ein neues Ziffernblatt in diesem Zusammenhang montiert wurde.

221m Juli 1986 brachten der IngenieurWWirthKern und sein Sohn Erik das alte Rehnaer Uhrwerk in mühevoller Kleinarbeit wieder in Gang. Das Werk für den Glockenschlag zur vollen Stunde aber ist wohl seit dem Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Dieses historische Uhrwerk wurde dann vom Uhrmachermeister Zastrow gepflegt und lief mehrere Jahre. Dringende Reparaturen am Gebäude im Iahre 1999 machten es erforderlich, dass zu diesem Zweck auch der Turm eingerüstet wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde vom Tischler Prüter das hölzerne Ziffernblatt der

Turmuhr nachgebaut. Höhe 2 500 mm und Breite 2 350 mmo Der Maler Siegfried Schulz führte die farbliche Gestaltung aus. Der Schlosser Hermann Willamowski fertigte einen neuen Zeiger von 1,42 m Länge an und somit konnte die gotische Einzeigeruhr noch erhalten werden.

231mjahre 1819, am 20. April, wurde von Pastor Ernst Schliemann der neue Friedhof außerhalb der Stadt eingeweiht. Er war so abgeteilt, dass stadteinwärts ein Streifen von 40 Fuß Breite für die sogenannte Kapellenreihe abgenommen wurde. Auf diesem Raum erbaute man die Kapellen. Die älteste war für Rakow, im Iahre 1857 ist eine für Spriehusen und 1 859 noch eine für Buschmühlen hinzu gekommen. Die Folgen der Choleraepidemie im Iahre 1850 machten es erforderlich, den Friedhof zu vergrößern, was im Iahre 1856 geschah. Die Kapelle für die Neubuko-

wer Bevölkerung wurde im Iahre 1865 erbaut.

Die anderen Kapellen sind ohne viel Aufsehen in

den vierziger Iahren verschwunden.

24 Im Iahre 1492 hatte die Judenverfolgung in Neubukow ihren ersten Höhepunkt erreicht. Angeblich wurde die Hostie der Katholischen Kirche von jüdischen Bürgern entweiht. 25 jüdische Männer und zwei jüdische Frauen wurden festgenommen, nach Sternberg gebracht und auf dem Judenberg verbrannt. 1778 wurden in Neubukow wieder jüdische Bürger sesshaft. Um ihren Beitrag für die Stadt zu leisten, spendeten acht Familien Geld für die Anschaffung der zweiten Turmuhr. Rechts auf dem Bild sehen wir das Giebelhaus Nr. 4 der Wollenweberstraße.

Erbaut wurde es im Iahre

1 850 und diente als Synagage. Anfang der dreißiger Iahre, als sich deutlich abzeichnete, was auf die jüdische Bevölkerung zu-

kommen würde, verkaufte man dieses Gebäude als Wohnhaus. Viele Juden verließen Deutschland.

25 Im Iahre 1840 wurde der jüdische Friedhof eingeweiht. Die Fläche des Friedhofs dehnte sich vom heutigen Eingang bis zur Ostseite des Fußballfeldes in den Anlagen aus.Während des Dritten Reiches im Iahre 1934wurde diese Kultstätte zerstört. 1947 bemühte sich die Stadt, die Anlage in verkleinerter Form wieder zu errichten. 1976 baute man

den Rest der Friedhofsanlage als Gedenkstätte aus. Am 13. September 1 983 brachte man am Eingang die Gedenktafel an und enthüllte sie feierlich. Von rechts nach links: Peter Rieck, Nussbaum, Alfred Pahl, Peter Junginger, Christen, Hans Neumann, unbekannt, Heinrich Schröder, Horst Maas, Herbert Winter, unbekannt, unbekannt.

26 Das Haus in der Brandstraße Nr. 1 gehörte dem Brunnenbauer Franz Siems. Der oberhalb der Haustür liegende Querbalken war mit dem Namen 'Moratzky 1825' datiert. Die Wasserversorgung Neubukows und der umliegenden Dörfer erfolgte zu dieser Zeit noch manuell. Wer keinen Brunnen auf seinem Grundstück hatte, musste in Neubukow noch bis 1 972 Wasser

von der öffentlichen Pumpe holen. Im Iahre

1 936 wurde dieses Haus von der Firma Paul Techel aufgestockt und mit einem Fachwerkgiebel verziert. Der Wirkungskreis des Pumpenbauers reichte bis Rerik, Insel Poel, Kröpelin und die anliegenden Dörfer. Der tiefste Brunnen, den Franz Siems gebaut hatte, maß 27 Meter.

27 Die Anlagen entstanden im Iahre 1867 und wurden im Iahre 1900 weiter ausgepflanzt. So steht es auf der gusseisernen Platte, die an dem kleinen Obelisk angebracht ist. Der Plan für die Anlagen stammte von einem Wismarer Landschaftsarchitekten, wurde aber nicht bis zur letzten Konsequenz realisiert. Dieses Bild, eine Ansichtskarte aus den dreißiger Iahren, strahlt eine feierliche und erhabene Stimmung aus. Das Kriegerdenkmal ist der Mittelpunkt. 1 975, zu den Feierlichkeiten der 725Jahrfeier, entstanden hier in massiver Bauweise eine Festhalle und einige Kioske. Das Kriegerdenkmal

setzte man um und errichtete auf seiner Stelle eine kleine Freilichtbühne mit Umkleideräumen. Die Freilichtbühne wurde bis Ende der achtziger Iahre häufig genutzt.

28 Die Maiumzüge der Stadt Neubukow begannen mit einer Ansprache auf dem Markt, führten durch die Stadt und endeten in den Anlagen vor der Festhalle. Auf diesem Bild, aufgenommen am 1. Mai

1 983, sehen wir ein gemeinsames Musizieren mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Kröpelin, mit dem Spielmannszug des Deutschen Turn- und Sportbundes Neubukow und mit dem Jugendblasorchester Bad Doberan nach dem Umzug. Anschließend gab es einen kräftigen Schlag Erbseneintopf aus der Gulaschkanone. Für Getränke sorgte der Handel. Auf dem danebenliegenden Sportplatz fand meistens noch ein Fußballspiel statt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek