Neubukow in alten Ansichten Band 3

Neubukow in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6684-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 3'

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29 Während der Festspiele der Betriebe der AgrarIndustrie- Vereinigung des Bezirkes Rostock gibt ein Jugendblasorchester auf der Freilichtbühne in den Anlagen sein Bestes. Festmontierte Sitzbänke für etwa zweihundert Personen boten den Zuschauern Platz. Anfang der neunziger Iahre wurden die Freilichtbühne, die Kioske und die Festhalle wieder abgerissen. Nur das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ist verstümmelt auf dem neuen Platz stehen geblieben.

30 Das stolze Geschäftshaus in der Keneser Straße 2 wurde im Iahre 1870 von einem Herrn Käding aus Güstrow erbaut und betrieben. Der Geschäftsführer Herr Joost wurde der spätere Eigentümer dieses Gebäudes. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog wie überall in den Geschäftsräumen der staatliche Handel (HO) ein. Textilhandel, Eisenwarenhandel und Handel mit elektrischen Geräten wechselten sich nacheinander ab. Als Anfang der siebziger Iahre die Kaufhalle am Markt eröffnete, mietete ein größerer Friseurbetrieb die Geschäftsräume dieses Hauses an und baute

sie entsprechend um. Anfang 1990 verkaufte die Eigentümerin, Frau Albrecht, dann das Gebäude an den Friseurbetrieb und somit konnte sich das Handwerk in diesem Haus endgültig entfalten.

3 1 Die Keneser Straße nach 1936. Die Betonmasten bezeugen, dass dieser Ort schon elektrifiziert wurde. Die Straße ist neu gepflastert und die Telefonleitungen sind in die Erde verlegt worden. Zehn Iahre später trug die Straße den Namen ErnstThälmanns und ab 1990 erhielt sie ihren ursprünglichen Namen wieder. Bis zur Eröffnung der KaufhalleamMarkt,imJahr 1972, war die Keneser Straße die Hauptgeschäftsstraße von Neubukaw.

32 Auch das Bild von der Keneser Straße lagehört nun schon zu den alten Ansichten. Einst besaß der Schuhmacher Albrecht dieses Gebäude und verdiente sich hier sein tägliches Brot. Nach dem Krieg, als der Schuhmacher Steinhagen sein Gewerbe abgemeldet hatte, nahm die Handelsorganisation (HO) die Geschäftsräume in Besitz und eröffnete in Neubukow den ersten lebensmittelkartenfreien Laden. Natürlich waren die Preise seiner Zeit für die Allgemeinheit nicht erschwinglich.

Im Iahre 200 1 wurde das Haus abgerissen und schuf Platz für ein modernes Wohn- und Geschäftshaus.

33 Diese Aufnahme von der Keneser Straße entstand noch vor 1933. Das Geschäft gehörte dem Sattlermeister Gustav Uhr. Am 2. März 1873 in Sendzin, Kreis Zanter, geboren, 1918 - nach dem Ersten Weltkrieg - aus der Heimat vertrieben, von Pinne (Posen) nach Neubukow gezogen, machte er sich hier sesshaft und führte bis 1940 dieses doppelte Unternehmen. Die Gestelle für die Polstermöbel wurden, neben der Bautischlerei und Wagenlackiererei, ebenfalls in der eigenen Werkstatt hergestellt. Der Erbe, sein Sohn Karl Uhr, kehrte aus dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder, und so musste das Unternehmen fortlaufend verpachtet werden. In den achtziger Iahren wechselte das Grundstück den Besit-

zer. Von links nach rechts:

1 . ?, 2. Bernhard Holldorf, 3. Franz Suwalski, 4.Weiß, 5. Walter Handritz, 6. Gustav Uhr, 7. Willi Ehmke, 8. Karl Uhr, 9. Otto Schmidt.

34 Heinrich Denker, ein erfolgreicher Fuhrunternehmer und Bahnspediteur aus Neubukow, betrieb auch das erste Taxiunternehmen in dieser Stadt. Sein Wohnsitz war das Haus Nr. 15 in der Kenes er Straße. Zu seiner Zeit wurde das Haus aufgestockt. Hugo Wegener, sein Nachfolger, richtete sich in diesem Haus eine Fleischerei ein. Die Aufnahme wurde noch vor 1936 ge-

macht. Die Rohrtraversen auf dem Dach trugen noch die Telefonleitungen des Ortes. Das Fleischerhandwerk war zu dieser Zeit körperlich sehr schwer. Alles musste manuell angefertigt werden. Als 1936 Neubukowelektrifiziert wurde, setzte in allen produzierenden Handwerksbetrieben ein rascher Fortschritt ein. Im Iahre 1941 erwarb Johannes Lönnies diesen Betrieb.

35 Langsam wuchsen auch die Häuser der Kleinstadt Neubukow in die Höhe. Aus kleinen unwahrscheinlichen Traufhäusern entstanden ansehnliche Geschäftshäuser. Diese Federzeichnung aus dem Iahre 1920 wurde vom Maurermeister Paul Techel angefertigt und sie zeigt uns, wie das Eckhaus in der Keneser Straße 19 und das Geschäftshaus in der Keneser Straße 21 vor dem Aufstocken 1920 ausgesehen haben. In der Nr. 19 lebte die Familie Christian Techel, die eine Bäckerei und eine Gaststätte 'Café Schlûnz' betrieb (heute Café Hagemann). Das Haus Nr. 21 war das Lebensmittelgeschäft von August Hartig (später Konsum Steinke).

36 So sah der kleine Laden in der Keneser Straße 2 1 van August Hartig noch vor dem Umbau aus. Es ist anzunehmen, dass sich hier der Eigentümer mit seinem Gesellen so um 1920 ablichten ließ, um der Nachwelt zu zeigen, wie und in welcher Enge man zu dieser Zeit im Handel arbeitete. Verkauft wurden viele Waren, lose

z. B. Zucker, Mehl, Salz, Essig, Öl, Petroleum, Kartoffeln und auch Briketts. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg war der Laden bei der Bevölkerung eine beliebte Einkaufsmöglichkeit.

37 N ach dem Aufstocken sah das Haus Nr. 21 so aus. Für viele Neubukower war der Name Konsum Steinke noch ein bedeutender Begriff. Die Malerfirma Günter Musilinski ist dabei, die Fassade zu streichen. Fritz Steinke und seine Frau ließen sich bei dieser Gelegenheit mit fotografieren. 1 950 wurde das Geschäft, das die Familie Steinke erfolgreich führte, Konsum. Mitte der achtziger Iahre baute man die Ladenräume um und vergrößerte sie erheblich.

38 Die Aufschrift neben derTür machtWerbung für die Agentur der Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechselbank. In derTür steht der Eigentümer des Hauses und der Betreiber der Agentur, Bürgermeister Stockmann. Die kleine Stadt mit knapp 2 000 Einwohnern hatte noch mehr Bankagenturen, die bis zum 2. Mai 1945 betrieben wurden, und zwar die Mecklenburgische Wechsel- und Depositenbank, geführt von Karl Grühn; die Sparkasse Neubukow, geführt von Friedrich Meinke, in der Brandstraße; und die Raiffeisenkasse, geleitet von Ewald Klein in der Kröpe-

liner Straße 2. Nach dem Tode von Bürgermeister Stockmann übernahm Kaufmann Rost aus der Hinterstraße die Mecklenburgische Wechselbank. Nachweislich gab es schon ab 1 83 1 eine Ersparniskasse in Neubukow.

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