Neubukow in alten Ansichten Band 3

Neubukow in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6684-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 3'

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39 Bürgermeister Stockmann diente seiner Stadt van 1 915 bis 1 92 5. Schwere Zeiten mussten durchlebt werden. Der verlorene Erste Weltkrieg hatte auch hier in Neubukows Geschäftswelt seine Probleme gebracht, die es nun zu meistern galt. Im Iahre 1925 wurde Bürgermeister Stockmann auf dem Bahnsteig von einem heranfahrenden Zug erfasst und tödlich verletzt. Ihm zu Ehren pflanzte die Bürgerschaft in der Schliemannstraße eine Linde und setzte einen Gedenkstein. Der Stein trägt die Inschrift: Bürgermeister Stockmann Linde 1915-1925.

40 Dieses Foto mit dem Geschäftshaus aus der Kenes er Straße 27 entstand im Iahre 1975 und war als Erinnerungsfoto für das Familienalbum der Familie Pölkow gedacht. Ursprünglich war dieses Haus ein kleines Wohnhaus mit der Traufe zur Straße gerichtet. Die Haustür befand sich halb rechts und etwas weiter rechts ein schräg überdachter Torweg. In der Mitte des Dachbereiches war eine Mansarde eingebaut, die wiederum ein Schmuckgiebel zierte. In Neubukow gab es viele Häuser, die mit einem Schmuckgiebel verziert waren. Im Laufe der Jahrzehnte verschwanden solche wunderschönen baulichen Besonderheiten. Der Besitzer dieses kleinen Häuschens war damals der Viehhändler Otto

Stuhr. Der Viehhandel spielte in den zwanziger Iahren eine bedeutende Rolle. Fleisch- und Wurstwaren wurden von den ansässigen Schlachtern von Neubukow aus mit der

Bahn nach Hamburg und Berlin geliefert. Als 1934 Otto Stuhr den Viehhandel aufgab, erwarb der Elektromeister Theo Pölkow das Haus mit dem dazugehörigen Grundstück.

41 Theo Pölkow, am 18. Dezember 1901 in Schwerin geboren, erlernte bei Siemens/Schuckert den Beruf eines Elektromonteurs. 1927 ließ er sich in Neubukow nieder und arbeitete hier als selbstständiger Handwerksmeister in dem sich langsam entwickelnden Wirtschaftszweig Elektrotechnik. Das 1934 erworbene Grundstück in der Keneser Straße 27 bot alle Voraussetzungen, um hier einen Handwerksbetrieb betreiben zu können. Die Geschäftslage in der Nähe von der Post und vom Bahnhof war sehr günstig. Das Haus wurde baulich so verändert, dass es ein Wohnund Geschäftshaus wurde. Diese Gruppenaufnahme entstand anlässlich des 20jährigen Betriebsjubiläums 1948 auf dem Hof.

Von links nach rechts:

Hans Frehse, Dieter Weith, Steuerberater Otto Wulf, ElektromeisterTheo Pölkow und Frau Elisabeth, Walter Pohl, Otto Dörbandt, Erich Leisner, Reinke, Leo Reichel und vorn die Töchter Brigitta und Elisabeth. Nach 50-jähriger erfolgreicher Arbeit setzte sich der Handwerksmeister am 3 1. Dezember 1970 zurRuhe.

42 Am Ende des 19. Iahrhunderts wurde im Hellbach/KröpelinerTor vom Bierbrauer Radloff die erste öffentliche Badeanstalt errichtet und einige Iahre betrieben. Die benachbarte Großgerberei verunreinigte aber das Badewasser und so kam

es bald nach dem Ersten Weltkrieg zur Schließung. Im Iahre 1926 entstand im KeneserTor eine neue Badeanstalt. Die Uferbefestigung errichtete man aus hölzernen Palisaden. Ein einfaches Wehr aus Bohlen diente zum Anstauen des Baches. Ein Nichtschwimmerbecken und ein Schwimmerbecken mit einem Sprungbrett von

1 m Höhe luden zum Baden ein. Herr Iahnke verkaufte die Eintrittskarten und betreute diese Einrichtung. Als durch den

Herbststurm 1940 eine morsche Pappel ins Becken stürzte, wurde der Badebetrieb eingestellt.

eubukow - Badean talt

43 Eine Herrengesellschaft hat sich so Anfang des 20. Jahrhunderts vor der Kegelbahn des Hotels 'Stadt Hamburg' für den Fotografen in Position gesetzt. Die Turnriege mit ihrem Riegenführer zeigt uns, dass das Kegeln durstig macht. In der hinteren Reihe ist als zweiter von rechts der Bäckermeister HelmutTechel zu sehen. Die Kegelbahn war bis 1939 in Betrieb und der alte Herr Wiedow betreute sie hausmeistermäßig. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Räumlichkeiten zu Wohnungen umgebaut und genutzt.

44 Ein Gruppenfoto von den Führungskräften des Schützenvereins aus dem Iahre 1926. In der Mitte ihr König, der Schmiedemeister Wilhelm Jonas aus Pepelow. Diese Zusammenkünfte und das Vereinsleben hatten auch noch andere Vorteile. Man tauschte sich bei einem Glas Bier aus. Es entstanden viele neue Gedanken. Auch geschäftliche und kameradschaftliche Beziehungen wurden gepflegt und vor allen Dingen war man immer auf dem neuesten Stand. Von links nach rechts: Malermeister Harms, Gastwirt Freitag, Revierförster Hagelstein, Otto Willner, Baumeister W Beyer, Schmied Haacker, Schützenkönig Jonas, Stellmacher Klein, Otto Dethloff, Richard Johlke, Fuhrunternehmer Denker,

Bäckermeister Dallmer, Schornsteinfeger Speer, Landwirt Moritz Burmeister, Tischlermeister Niemann und Schlossermeister Hans Passehl.

45 Die Handwerkerschaft und Bauernschaft der kleinen Stadt und der Umgebung bildeten den weltlichen Kulturträger. In meinem 45-jährigen beruflichen Wirken konnte ich feststellen, dass bis 1945 ein Großteil der hier angestammten Bevölkerung, auch wenn es nur weitläufig war, miteinander verwandt oder verschwägert war. Dieses hatte natürlich den Vorteil, dass ein gewisser Zusammenhalt, eine gewisse Solidarität geübt wurde und sich von alleine eine gewisse Disziplin aufrecht erhielt. In den Vereinen traf man sich wieder. Der Schützenverein, gegründet 1858, war so ein Anziehungspunkt. Die Feste, die dieser Verein organisierte, zogen Alt und Jung in den Bann. Die Aufnahme aus dem Iahre

1898 zeigt die angetretene Schützengilde. Das Haus Markt Nummer 13 ist hier noch im Rohbau zu sehen. Gerüste stehen noch davor.

46 'In 1/2 Stunde reise ab. Herzliche Grüße E. E.' Abgestempelt und datiert wurde diese Karte am 3 1. Ianuar 1899.Siewaran 'Frau Eggers Rostock i.M. Lange Straße 68' gerichtet. Das Datum gibt uns nun auch Aufschluss darüber, wann der Schützenverein sich hier auf dem Markt in Pose gestellt hatte.

Die Bäckerei ist jetzt fertig gestellt.

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47 Auf den beiden vorangegangenen Seiten sehen wir einmal das Haus Markt Nr. 13 im Rohbau und auf der nächsten Seite, auf dem Bild aus dem Iahre 1899, das fertiggestellte Haus Markt 13. Auf dieser Seite steht der erste Betreiber der Bäckerei Rudolf Kollakowski vor der Tür. Die Aufschrift auf der Schaufensterscheibe 'Bäckerei mit elektro Betrieb' weist auf den Einsatz modernerTechnik hin. Elektroenergie erzeugte

zu dieser Zeit noch in begrenztem Maße die Wassermühle.

48 Die nächsten Betreiber dieser Bäckerei Markt 13 waren Bäckermeister AlbertThöl, Karl Segler, Bäckermeister Harting und dann Bäckermeister Otto Riewe. Die Backstube befindet sich in der Keller-

etage und ist mit einem Steinofen ausgestattet. Von den neun Bäckereien, die Neubukow einmal hatte, ist diese die letzte. Der Meister Otto Riewe, hier auf dem Bild, bereitet das Brötchenbacken vor.

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