Neubukow in alten Ansichten Band 3

Neubukow in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Burkhard Albrecht
Gemeente
:   Neubukow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6684-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neubukow in alten Ansichten Band 3'

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59 Auch diese Bilder vom Bahnhof gehören schon zu den alten Ansichten. Der Veränderungsprozess ab 1995 hinterließ gravierende Spuren. Das dritte Gleis wurde nicht mehr genutzt und demzufolge demontiert. 1 998 fielen die Speicher der ehemaligen Firma Dethloff dem Bagger zum Opfer und machten Platz für den Baumarkt. 1 999 wurde die Gleisanlage zwischen Rostock und Wismar erneuert und durch Neubukow nur noch einspurig geführt. Den Schalterbetrieb stellte man im Iahr 2000 ein, sodass das Bahnhofsgebäude zur Zeit keine Funktion ausübt.

60 Auf diesem Bild sehen wir die 1950 erbauten Toiletten mit dem dahinterliegenden alten Güterboden. Das vordere Gebäude des Güterbodens wurde Mitte der fünfziger Iahre aufgestockt und somit eine Dienstwohnung für das technische Personal geschaffen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten der Bahnanlagen im Iahre 2001 riss man das Toilettengebäude ab. Der Güterboden ist jetzt verwaist und geht wohl einem ähnlichen Schicksal entgegen. Wo die Mauer mit dem Kandelaber stand, sind heute Bäume gepflanzt.

61 Im Iahre 1954wurden die Bahnanlagen im östlichen Bereich des Ortes erheblich erweitert und ausgebaut. Es entstand eine dreigleisige Entladerampe, die speziell zum Entladen von Truppentransporten gedacht war. Als 1994 die letzten sowjetischen Truppen Deutschland verließen, wurden diese Anlagen nicht mehr genutzt und somit vom durchgehenden Gleis abgenabelt.

Auch das Stellwerk fiel dem Bagger zum Opfer.

62 In der Hinterstraße fand man noch bis in die fünfziger Iahre des 20. Jahrhunderts viele kleine Geschäfte und Gewerbetreibende, eine Bäckerei (Wilken), eine Drogerie (Raabe), zwei Eisen- und Haushaltswarengeschäfte (N eumann und Heise) ,

ein Lebensmittelgeschäft (Rost), einen Glaser (Holldorf), einen Maler (Baumann), eine Schlosserei (Wig gers ), einen Stellmacher (Jens), einen Friseur (Weitendorf) , einen Landwirt (Ahrens) und zwei Schneider (Türk und

Hack barth) . N eben ihrer beruflichen Tätigkeit hatten die meisten von ihnen etwas Acker und hielten sich Hühner und Schweine, um die Lebensmittelkartenzuteilung aufbessern

zu können. Diese Aufnahme, so um 1953, zeigt uns noch das alte bewährte Kopfsteinpflaster. An den Fassaden der Häuser hatte sich bis zu dieser Zeit nicht viel verändert.

63 Auf diesem Foto sehen wir das Haus vom Viehhändler und Schlachter Carl Ahrens in der Hinterstraße 24. Die Aufschrift über der Haustür gibt Zeugnis davon. Bis zur Weltwirtschaftskrise bestanden noch vier weitere Schlachtereien, teilweise sogar mit Ladenverkauf, in dieser Straße. Hans Hauk, Nr. 3; Paul Klevesahl, Nr. 11; Richard Kaatz, Nr. 15; undAhrens, Nr. 29. Die kleinen Betriebe lieferten ihre Produkte in Körben mit der Bahn bis nach Hamburg. In derWismarschen Straße Nr. 7 wirkte der Schlachter Grützmacher und in der Kröpeliner Straße der Schlachter Knief. Überlebt haben den Trubel der Welt die Traditionsbetriebe Paul Prüter am

Markt 3 und Helmut Lönnies (vormals Hugo Wegner) in der Keneser Straße 15.

64 Die halb zugemauerten Ladenfenster des Hauses aus der Hinterstraße 3 1 bezeugen, dass dieses auch ein Wohn- und Geschäftshaus war. Ein Zigarrenmacher übte hier sein Handwerk aus. Der Schuhmacher Frehse erwarb das Haus mit dem Grundstück und lebte viele Iahre in ihm. Der Sattlermeister Schaefer wurde der Nachfolger vom Schuhmacher und veräußerte dieses Anwesen, als er sich zur Ruhe setzte, an die Hebamme Frau Gildemeister. Als Frau Witten burg dann die Besitzerin wurde, richtete man im Laden gleich nach dem Zweiten Weltkrieg für einige Iahre das Torfbüro ein. Torf war in dieser

schlimmen Zeit ein sehr begehrter Brennstoff und wurde in Passee gestochen. Der Friseurmeister Krija wirkte im Laden von 1948 bis 1949. Danach zog der Milchhändler ein. Bevor der kleine Laden endgültig als Wohnraum diente, befand sich darin noch ein Baubüro. Die Mieteinnahmen waren nach dem Krieg sehr gering, sodass der Zerfall des Hauses nicht mehr aufzuhalten war.

65 Auch das Haus im Kröpeliner Tor 23 ereilte ein dahinsiechendes Schicksal. Viele können sich daran erinnern, wie die Bausubstanz sich allmählich verformte. Auch neue Fenster, die in den siebziger Iahren fachmännisch und lotrecht eingesetzt wurden, konnten das langsame Versinken nicht aufhalten. Der Abbruchbagger kam Anfang der neunziger Iahre und bescherte dem Sterbenden dann doch noch ein rasches Ende. Lange vor der Bebauung dieses Grundstückes lagerte hier die Gerberei Hellfritz die Abfälle. Vielleicht war das die Ursache für den weichen Untergrund.

66 Von der Hinterstraße gelangt man in die Wasserstraße. Sie ist eine der kürzesten Straßen von Neubukow und heißt deshalb Wasserstraße, weil sie zum Wasser führt. Die Hausfrauen spülten in vergangener Zeit dort vom Holzsteg aus ihre Wäsche. Auf dem Bild sehen wir das Haus Nr. 1. Die Familie Willi Malow verabschiedet den Besuch. Dieses Foto ist leider das einzige, was erhalten geblieben ist. 1990 wurde das Gebäude abgerissen. An gleicher Stelle ist nun eine Mauer zu sehen.

67 So sah das Haus in der Wasserstraße Nr. 2 kurz vor dem Abriss 1994 aus. Für viele Neubukower, die täglich diesen Weg zur Arbeit gingen, ist es noch ein sehr bekanntes Bild. Deutlich ist zu erkennen, dass die Traufe zur Straße um 2,5 m angehoben wurde. Nach 1945 wohnten hier zwei Familien. Die Räumlichkeiten waren sehr klein, doch die Menschen waren froh, ein Dach über dem Kopf zu haben.

Aber auch hier war der Zerfallprozess nicht mehr aufzuhalten.

68 Am V.Januar 1997 beging der Neubukower Familienbetrieb Rudolf Klatt sein 70. Geschäftsjubiläum. Begründer war der Stellmacher- und Maschinenschlossermeister Richard Klatt, vielen Neubukowern noch gut bekannt, auch aus seiner langjährigen aktiven Zeit als Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Neubukow, später als Ehrenmitglied. Mit seinem Partner, Herrn Steinfeld, eröffnete er am 20. Ianuar 1927 auf dem Heidtschen Grundstück in N eubukow Wismarsche Straße 267 eine Maschinen - Reparaturwerkstatt und Schmiede. Die Weltwirtschaftslage während dieser Zeit veranlasste den Betreiber dieses Unter-

nehmens die Palette der Dienstleistungen zu erweitern. Kraftfahrzeug- und Reifenreparaturen wurden mit ins Programm aufgenommen und eineTankstelle vor der Haustür an der Fernverkehrsstraße

1 05 lockte so manchen Kraftfahrer an, sich hier in Neubukow von Richard Klatt bequem bedienen zu lassen.

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