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Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1831-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Die Stadt Neuenhaus erhielt im Jahre 1369 Stadtrechte. Sie ist aus der ehemaligen Burg Dinkelrode, die an der heutigen Burgstraße lag, hervorgegangen. Im 15. Jahrhundert wurde Neuenhaus durch die Anlage von Wällen und Stadtgräben und durch die vier Stadttore zu einer kleinen Festung. Nur durch diese Tore - Ülser, Veldhüser, Diek- und Prinsenpoorte konnte man auf friedlichem Wege in die Stadt gelangen. Daher mußte General Rabenhaupt, bevor er am 28. März 1674 die Stadt erstürmen konnte, sechzehn Brücken über die Gräben schlagen.

An markanten Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert bestehen noch heute das ehemalige Geschäftshaus Peters, 1655 erbaut, und das Brillhaus am Markt, 1684 erbaut, ehemals Pastorat, davor Wohnhaus des Generalsteuereinnehmers van Gesseler. Beide Häuser haben wunderschöne Giebel, verziert mit Wappen. Auch die reformierte Kirche stammt aus dieser Zeit, 1684 erbaut. Aus dem 18. Jahrhundert stammt das 1793 erbaute alte Rathaus, das wegen seiner historischen Bedeutung und seiner architektonischen Schönheit bei der Stadtsanierung verschont und 1979 durch die Ausgestaltung des dahinter liegenden Platzes besonders hervorgehoben wurde. Bemerkenswert ist auch das Haus des Uhrmachers Claudi, in dem

der spätere preußische Finanzminister Johannes von Miquel geboren wurde.

An diesen berühmten Sohn unserer Stadt erinnert auch die Miquelstraße. Man hat in gleicher Weise auch dem berühmten Arzt Bening, der sich bei der Cholerabekämpfung in Groningen auszeichnete, durch die Beningstraße ein Denkmal gesetzt. Es würde zu weit führen, wollte man alle bedeutenden Männer die aus Neuenhaus kamen, nennen. Erinnert soll aber werden an die drei Gebrüder Westenberg. Der älteste, Johannes Arnoldus, war 1662 hier geboren und wurde stellvertretender Drost und Amtmann von Lingen. Der Zweite, zugleich der bedeutendste, war Johannes Ortwin, hier am 28. Mai 1667 geboren; er wurde ein hervorragender Jurist und Hochschullehrer in den Niederlanden. Der Jüngste, Ernestus Wilhelm, hier 1670 geboren, war Professor der Medizin in Harderwijk.

In Neuenhaus hat von altersher ein gewisser Wohlstand geherrscht, bedingt durch die Häufung von Ämtern, durch die für die Grafschaften Bentheim und Lingen bedeutsamen Märkte und durch seine zentrale Lage in einer ländlichen Umgebung, für die Neuenhaus Einkaufszentrum war. Sonst wäre es wohl auch nicht zu erklären, daß 1807 inNeuenhaus vier Brauereien, vier Brennereien und vier Weinhandlungen be-

stehen konnten und daß Neuenhaus von jeher in der Anzahl von Gastwirtschaften, verglichen mit der Einwohnerzahl, eine Spitzenstellung einnahm. Charakteristisch für das alte Neuenhaus sind die Häuser mit den Holzgiebeln und den großen Dielentüren zur Straßenseite hin. Wenn auch schon manche dieser Häuser abgebrochen wurden und andere durch Modernisierung der Vorderfront ein anderes Gesicht erhalten haben, so sind doch viele dieser Häuser noch in alter Form vorhanden und erinnern an die Wohnverhältnisse von früher, die durch die allgemein übliche und damals auch notwendige Viehhaltung maßgeblich beeinflußt wurden. Typisch für das alte Neuenhaus sind die schönen kunstvoll aus Stein gehauenen Gartenpforten aus dern 17. und 18. Jahrhundert, die immer von neuem jeden Kunstfreund erfreuen.

Das liebe alte Neuenhaus mag sich ändern. Aber es gibt wohl keinen Neuenhäuser, der nicht gerne von seiner Stadt erzählt. Das zeigte sich auch bei dem Sammeln der Bilder für diesen Bildband. Was man dabei an Anekdoten erfährt, wieviel alte Spitznamen man hört und was alles aus dem geselligen Leben der Vereine erzählt wird, könnte ein ganzes Buch füllen. Die Neuenhäuser waren wohl immer ein geselliges

Völkchen. Sonst würden die vielen Vereine kultureller, sportlicher oder anderer Art hier nicht soviel Zulauf haben und nicht so reges Leben entwickeln, wie es tatsächlich der Fall ist. Auch die Pflege der Nachbarschaft hat sich hier nach alter Grafschafter Sitte und Ordnung bis heute erhalten.

Abschließend sei allen gedankt, die mitgeholfen haben, daß dieser Bildband zustande gekommen ist. Leider konnten wegen Platzmangels nicht alle zur Verfügung gestellten Bilder berücksichtigt werden. Sollte dieser erste Band freundlich aufgenommen werden, ist an die Herausgabe eines zweiten Bandes gedacht. Schließlich muß besonders erwähnt werden, daß Neuenhaus in der Erhaltung alter Bilder viel Glück hatte. Denn durch die Verbindung der Familien H. Nijhuis und Marold-München und die Fotokunst von Vater und Sohn Marold sind uns viele Ansichten aus dem alten Neuenhaus erhalten geblieben. Dafür muß Neuenhaus der Familie Marold immer dankbar sein. In diesem Bildband ist nur die alte Stadt Neuenhaus berücksichtigt, allerdings einschließlich der Ort steile Teich und Hilten. Denn diese waren praktisch schon lange vor ihrer Eingemeindung mit dem Stadtkern Neuenhaus verwachsen und gehören somit zur Geschichte unserer lieben traditionsreichen Stadt.

1. Dies ist das Foto eines infolge seiner Naturfarben sehr gut erhaltenen Gemäldes. Bis etwa 1912 kamen die holländischen Torfschuten nach hier ins Schutendeep und luden dort Torf ab, der in Holland wegen der schnell vorgetriebenen Kultivierung im Überfluß vorhanden war. Bei der Rückfahrt mußten sie das Öffnen der Schleuse bei Frenswegen abwarten, um mit der Rückflut wieder zur Zuiderzee zu gelangen. Zur Erinnerung an diese Zeit hatte die Stadt beim 600jährigen Stadtjubiläum 1969 vor dem Verwaltungsgebäude ein mit Torf beladenes Schiff aufgebaut, also an der Stelle, wo früher das Schutendeep, der Torfhafen, war. Links im Bild erkennt man das Veldhauser Tor, das 1903 abgerissen wurde.

2. Dieses Bild erinnert an das erste Neuenhauser Postgebäude, wahrscheinlich schon zur Franzosenzeit, Anfang des 19. Jahrhunderts, entstanden. Fest steht nur, daß dieses Haus im Jahre 1855 schon als Postamt diente. Als es für diesen Zweck nicht mehr ausreichte, errichtete der damalige Postverwalter an der gleichen Stelle 1880 ein neues Postamt, das bis 1928 seinen Dienst tat und später unter dem Namen 'Ockerhaus', so genannt nach seinem Erwerber, bis 1978 eine Zierde der Stadt war. Seit 1928 war das Postamt in dem neuerrichteten Postgebäude an der Bahnhofstraße gegenüber der Einmündung des Dackhorstweges untergebracht.

Letzte Fahrt der Kaiserlichen Post zwischen Lingen und Neuenhaus arn 31. Dezember 1909.

Behüt dich Gott, es wär so schön gewesen, Behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein.

Verlag von F. Hüsig, Lingen. Der letzte Postiltion.

3. Schon am 10. Februar 1751 war die Einrichtung einer Postlinie von Zwolle über Neuenhaus nach Lingen durch den Grafen Friedrich Carl von Bentheim genehmigt. Die letzte Fahrt der kaiserlichen Post von Neuenhaus nach Lingen erfolgte am 31. Dezember 1909. Letzter und langjähriger Postillion auf dieser Strecke war der am 17. Juni 1859 in Laar geborene Joharm Theodor Hemrne, Vater des Schuhmachermeisters Hemme. Die Postkutsche hatte gewisse Vorrechte: Alle anderen Fuhrwerke, selbst schwere Lastwagen, mußten vor ihr ausweichen. Letzte Station auf der Fahrt von Lingen nach Neuenhaus war stets der Gasthof Richmering. Hier blies der Postillion noch ein lustiges Lied, nahm ein 'Söpke' zu sich und dann ging es heimwärts.

4. Gerd Jeurink war seit April 1905 Postillion auf der Strecke Neuenhaus-Wilsum, die er zweimal täglich befuhr. Er erhielt monatlich 150,- Mark, dazu bekam er von jedem Fahrgast acht Groschen Fahrgeld. Da Jeurink vier Pferde hielt, die er auch noch gut füttern mußte, achtete er darauf, das Fahrgeld prompt zu erhalten. Ein häufiger Fahrgast aus Neuenhaus, der wohl zahlen konnte, dies aber nicht gerne tat, mußte des öfteren beim Hof Vischer zwischen Ülsen und Neuenhaus aussteigen und wurde erst wieder mitgenommen, wenn er bezahlt hatte. Gerd Jeurink rückte am 5. August 1914 in den Krieg und verlor schon am 14. September 1914 einen Arm. Als er 1915 aus dem Lazarett heimkehrte, wurde er von Postmeister Ocker sofort wieder in den Postdienst übernommen.

5. Im Ersten Weltkrieg wurden Hilfspostboten in Zivil eingestellt. Auf diesem Bild rechts erkennt man Bernhard Voet. Man erzählt von ihm, daß er, wenn ein Feldpostbrief kam, diesen auch noch spät abends austrug, damit die wartenden Familienangehörigen die Post schon einen Tag früher erhielten. Später fuhr er als 'Fischvoet' per Fahrrad durch die nähere und weitere Umgebung von Neuenhaus und versorgte seine vielen Kunden mit Fisch. Er lebte damals im alten Satink' sehen Haus an der Hauptstraße. Als er Witwer geworden war und seine Kräfte nachließen, ging er ins Altersheim Hilten, wo er 80jährig starb. Sein Bruder Friedrich, links im Bild, hat ihm manchmal beim Postaustragen geholfen.

6. Im Jahre 1896 wurde die Kreisbahnstrecke Bentheim-Neuenhaus eröffnet. Diese Aufnahme wurde 1905 auf dem Bahnhof Neuenhaus vor der dreiachsigen Lokomotive NI. 1008 gemacht. Diese war 1898 in Düsseldorf gebaut und unter dem Namen 'Staatsminister von Miquel' in Dienst gestellt. Das Lokomotivpersonal stammte fast vollzählig aus Neuenhaus. Die Namen sind oben von links: Hermann List, Johannes Veddeler, unbekannt, Gerhard Westenberg und Johann Pohlmann. Untere Reihe von links: Anton Eickmann, Josef Heitkamp (? ) und Wilhelm Schröder. Interessant sind die Beigaben zu diesem Bild: links Achse, Hammer, Schraubheber, in der Mitte ein Behälter und rechts Schüppen und Besen.

7. Oben sehen wir eine Lokomotive, die im Jahre 1904 gebaut wurde. Vor ihr stehen links Pohlmann und rechts Dieckmann, der spätere Bürgermeister von Neuenhaus. Die Lokomotive auf dem unteren Bild ist schon moderneren Typs, Unter den Personen, die vor der Lokomotive und dem ersten Personenwagen stehen, erkennt man den langjährigen Streckenwärter Jan Warmer mit dem Schraubenschlüssel in der Hand. Seit Eröffnung der Strecke Neuenhaus-Coevorden ging er täglich über die Schwellen zwischen Neuenhaus und Ringe seinen Kontrollgang hin und zurück. Mittags aß er bei Schroer in Großringe.

8. Die Schweinezucht spielte in der Grafschaft von jeher eine große Rolle, wobei sich die Bentheimer Schwarzbunten besonderer Beliebtheit erfreuten. Die Zahl der Märkte mußte laufend vermehrt werden. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Neuenhaus vierundzwanzig Markttage. An kleineren Markttagen konzentrierte sich der Ferkelhandel auf den Platz vor der reformierten Kirche. Die Pferde der Bauernwagen waren dann in den Stallungen der nahegelegenen Gasthöfe untergestellt. Auf diesem Bild sehen wir in der Mitte mit Strohhut den angesehenen Kaufmann Christian Buddenberg in lebhaftem Gespräch mit Bauern, die ja seine besten Kunden waren. Im Hintergrund erscheint das Buddenberg'sche Geschäftshaus, davor der mehrarmige Kandelaber.

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