Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1831-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 1'

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19. Das Schuhgeschäft Temme befand sich in der ehemaligen Mühlenstraße. Vor dem Haus haben sich für das Foto aufgestellt, von links nach rechts: Heinrich Temrne, Dietrich Vorrink, Johann Hemme, Gerrit van Dyken, Weu stink und die damalige Kindergärtnerin Tante Trudi, die spätere Frau Ollech. Die beiden Kinder vorne sind Bernd Schrader, später in Lingen, und die heutige Frau Behrends in der Lagerstraße. Das Haus wurde zwar verändert und das Schuhgeschäft besteht nicht mehr, das Haus geht aber immer noch unter dem Namen 'Ternmenhaus'. Der Schuster Gerhard Temme war ja auch eine stadtbekannte Person und die treibende Kraft in vielen Vereinen.

20. Der Begründer dieser Bäckerei und Kolonialwarenhandlung steht hier mit seiner Frau vor der Ladentür. Dietrich Borggreve war ein Enkel des Schneidermeisters Anton Borggreve in Ülsen und gehört somit zu dem Zweig der in Holland und Deutschland weitverbreiteten Borggreve-Familie, der zu Napoleons Zeiten vom Borggreve-Hof in Tilligte in die Grafschaft kam. Dietrich Borggreve arbeitete zunächst auf der Mühle Nordbeck in Hardingen, bevor er die abgebildete Bäckerei begründete, Sie stand dort, wo sich heute die Zwiebackfabrik befindet, deren Produkte den Namen Neuenhaus weithin bekannt gemacht haben. Dietrich Borggreve stiftete zum Andenken an seinen Sohn Heinrich eine Orgel für das reformierte Gemeindehaus.

21. Als Dietrich Borggreve noch mit seiner Fietse und dem grofsen Korb Brötchen ausfuhr, entstand dieses Bild. Links vorne erkennt man das alte Haus Dammerboer, heute Herbers, dann folgt das Haus van der Reis, heute Strothmann, und im Anschluß daran das 1979 abgerissene Straußhaus. Dieses war ursprünglich eine Bierbrauerei. Spater errichtete hier der Rechtsanwalt Strauß sein Anwaltsbüro. Die Frau des Rechtsanwaltes war eine geborene Fokke, Der Oberschulinspektor Fokke hatte in diesem Haus 1851 eine Lehrer-Präparandenanstalt begründet, die speziell die Aufgabe hatte, zukünftige Landlehrer auf ihren Beruf vorzubereiten.

22. Als der gelernte Tischler Reefmann, allen alten Neuenhäusern als der getreue Glöckner und Betreuer der reformierten Kirche in bestem Gedächtnis, aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrte, wurde er von der fürstlichen Verwaltung angestellt. 1920 wurde die auf dem Bild sichtbare Tischlerwerkstatt am Ölwall errichtet, die zugleich als Holzlager diente. Reefmann hatte die zur fürstlichen Verwaltung gehörenden Häuser in Ordnung zu halten. So wurde er häufig ohne bestimmten Auftrag nach Frenswegen, Wietmarschen und anderen Orten geschickt nur mit der allgemeinen Weisung, dort nach dem Rechten zu sehen und, soweit das möglich war, entstandene Schäden sofort an Ort und Stelle zu reparieren. 1m Februar 1978 wurde die Schreinerei abgebrochen.

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Gastwirtschaft v. Joh. Orten

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23. Die Gastwirtschaft Otten in der Mitte dieser Karte, die 1913 geschrieben wurde, befand sich dort, wo heute Lankhorst sein Hotel 'Glückauf betreibt. Nachfolger von Otten wurde Büchner, zu dessen Zeit das Haus niederbrannte. Eine Zeitlang hat auch Masselink diese Gastwirtschaft betrieben. Das Bild rechts zeigt wartende Fahrgäste auf dem Bahnsteig des Bahnhofs Neuenhaus, zu denen sich einige Hilfskräfte aus der Bahnhofswirtschaft gestellt haben. Links wirft man den Bliek über den Mühlenkolk auf die alte Wassermühle. Bei dem Haus, das hinter der Mühle hervorragt, handelt es sich um das traditionsreiche Geschäft von Hillebrand Nijhuis, das heute nicht mehr besteht,

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Hótel Atbersmeier

24. Diese Postkarte, geschrieben 1905, zeigt rechts oben das 1750 erbaute Hotel, das um 1903 durch Albersmeier von dem Vorbesitzer Kieft, der nach Echteier verzog, übernommen war. Es wird erzählt, daß Albersmeier bei schönem Wetter Tische und Stühle vor die Tür setzte, ringsherum Kästen mit grünen Pflanzen stellte und so ein 'Café im Freien' anbot. Bei dem heutigen Verkehr würde das ein zweifelhaftes Vergnügen sein. Rechts vom Hotel ein heute nicht mehr vorhandenes Wohnhaus der bekarmten Bürgerrneister-Farnilie Grim. Links sehen wir das damalige Postamt (später Ocker) mit der Postkutsche, dann das zu dieser Zeit von Familie Harger bewohnte Haus (heute Drogerie SchulteÜbbing).

25. Dieses renommierte Hotel befand sich zunächst im späteren katholischen Pfarrhaus. Nachdem Sickermarm das abgebildete Gebäude erwarb, betrieb er neben der Hotelwirtschaft eine ausgedehnte Landwirtschaft. In sein Hotel nahm er nur ausgewählte Gäste auf. Leute, die ihm als Trinker bekannt waren, wies er brüsk zurück. Morgens konnte man vor dem Hotel stets Kutschen sehen, die zur Abholung der Gäste bereitstanden. Als Hotelwirt folgte ihm sein Schwiegersohn Harger. Dessen Tochter Hanni heiratete den Rentmeister Ibershoff. Das Hotel wurde in der Folge von verschiedenen Pächtern bewirtschaftet, zur Zeit der Entstehung dieses Bildes von Anton Kip aus Ootmarsum. Vor dem Abbruch am 19. August 1974 war Eigentürnerin A. Schlüter, geborene Nave, gebürtig aus Lingen.

26. Die Gastwirtschaft und Fleischerei Veldhoff, links im Bild, lag an der Ecke Hauptstraße und Burgstraße, Als Josef Teismann ('dicke Jupp') hier eingeheiratet hatte, wurde unter seiner Regie und der seines Sohnes Clemens das Haus völlig umgewandelt. Heute befindet sich dort die Gaststätte 'Alt Neuenhaus' der Familie Mey, die ihre Räume mit historischen Bildern aus Neuenhaus geschmackvoll ausgestattet hat. Der traditionsreiche Gasthof van Dyken, rechts im Bild, geht wahrscheinlich auf die Familie van Dyken zurück, die schon im Mittelalter als Beschließer der Burgtore genannt wird. Die Gastwirtschaft ging allgemein unter dem Namen Trotz. Man sagte deshalb wohl: 'Wo gehtst Du hin, Du Rotz - zum Kartenspiel bei Trotz.' Es war dort urgemütlich.

27. Die hier vor der Gastwirtschaft Lankhorst in der Bahnhofstraße abgebildeten Personen sind Frau und Herr Thurmann, die in der Nachbarschaft wohnten, Friedrich Lankhorst, Jan Harm Lankhorst, Frau Lankhorst, geborene van Dyken (sitzend), und ganz rechts zwei Grasdorfer Bauern, die hier ausgespannt hatten. Man beachte die schöne Straßenlaterne. Nachfolger von Lankhorst als Wirt war Brankamp, der später das Haus an Süßkind verkaufte, das nun allgemein 'Haus Süßkind' genannt wurde. Süßkind war Fellhändler und betrieb auch eine Roßschlachterei. Diese befand sich auf der anderen Straßenseite, dort wo heute das Baukamp'sche Haus steht.

28. Die Gastwirtschaft Lankhorst, genannt 'mooie Frau', ist verschwunden. Wie war es zu diesem Namen gekommen? Frau Verbeek, auf diesem Bilde links, erzählt, daß ein Bauer aus Getelo den Tierarzt Winter fragte, wo er sein Pferd zur Behandlung unterstellen solle, worauf dieser sagte 'bei Lankhorst'. Da es aber in Neuenhaus zwei Gastwirtschaften Lankhorst gab, fügte er hinzu 'bi de mooie Frau', Und diese Bezeichnung ist haften geblieben. Im Pferdestall konnten hier etwa vierzig Pferde stehen. Die Bauern hatten pro Pferd zwanzig Pfennig, die Pferdehändler eine Mark an den Pferdewärter zu zahlen. Die zur Gastwirtschaft gehörige Schmiede befand sich zunächst im Gebäude rechts, in dem Röhrig eine Bäckerei hatte. Spater wurde die Schmiede in ein Häuschen, das auf der anderen Seite der Straße lag, verlegt.

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