Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1831-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 1'

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29. Die Sündrup'sche Gastwirtschaft befand sich dort, wo heute das neue Fleischwarengeschäft Mars an der Ülser Straße steht. Im Volksmund hieß sie 'Gerichtslaube', weil, wie man behauptete, dort die Zeugengelder nach den Verhandlungen im gegenüberliegenden Arntsgericht verzehrt wurden. Im Ersten Weltkrieg befand sich in der Gastwirtschaft die Schreibstube des in Neuenhaus liegenden Militärs, Der letzte Wirt war Kar! Kaiser. Nach Auflösung der Gastwirtschaft betrieb Arends hier ein Lebensmittelgeschäft, bis er auf der Ecke Hauptstraße-Lagerstraße einen Neubau errichtete, Auf diesern Bild sehen wir im Hintergrund das ehemalige Hotel Sickermann, das Haus von Sanitätsrat Harger und das Amtsgericht.

30. Die Gastwirtschaft Vennebrügge befand sich zwischen reformierter Kirche und dem heutigen Friseurgeschäft Weustink. Diese traditionsreiche Gastwirtschaft war seit 1804 im Familienbesitz der Vennebrügge. Sie ist 1972 abgebrochen worden. Das zur Zeit dieser Aufnahme 1906 lebende Wirtspaar wurde allgemein 'Vader' und 'Moder' genannt. Vader war ein eifriger Jäger. Und deshalb wurde bei Vennebrügge manch Jagdessen veranstaltet. Der Pferdestalllag an der anderen Seite der Bahnhofstraße. Hier stellten die Pferdehändler gerne ihre Pferde ein, fand doch der Pferdemarkt auf der Bahnhofstraße statt, wobei die Pferde an der Kirche angebunden und auf dem Grünen Weg gemustert wurden. Die Geschwister Vennebrügge wissen noch manch amüsante Geschichte von Schmuggelpferden und Zollkontrolle zu erzählen.

31. Das erste Auto in Neuenhaus, Bild oben, besaß der volkstümliche und allgemein beliebte Arzt Dr. Rost. Sein Rad war immer am Auto angeschnallt, damit er auf Moorwegen, wo er mit dem Auto nicht weiterkonnte, das letzte Stück zum Hause des Patienten mit dem Rad zurücklegen konnte. Die Aufnahme ist kurz vor 1920 gemacht und zeigt, wie stolz die Jungen, hier Sloot, waren, wenn sie einmal vom Autobesitzer in den Wagen genommen wurden. Dasselbe sieht man auf dem Bild unten, wo Dr. Hatger den jungen Nijhuis mit in seinen Wagen genommen hat. Dieses Auto war das zweitälteste von Neuenhaus. Es war ein Ford. Die Aufnahme entstand 1924 vor der Reparaturwerkstatt von Anton Voshaar, Dackhorstweg 1.

32. Einzelne Postkarten wie diese haben sich besonderer Beliebtheit erfreut. Oben links sehen wir das bekannte Mühlenbild, hier aber mit dem sogenannten Brünernann-Haus. Dieses hat vielleicht einst zum Mühlenkomplex gehört, wie man nach einern lateinischen Spruch über der Eingangstür vermutet. In der Mitte oben sehen wir das Hilfsamt, zu dessen Einweihung 1862 Pastor Hugenholtz die Rede an den hannoverschen König hielt. Daneben ist das Geburtshaus von Miquel, heute Geschäft Claudi, abgebildet. Unten links schaut man auf den Bahnhof, wie er früher war, mit einern Zug und Fahrgästen. Dann kommt das Postamt (später Ocker) und ganz rechts das Amtsgericht.

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Gruss aus Neuenhaus i. J{.

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33. Die alte Wassermühle war schon immer ein beliebtes Motiv für Fotografen. Das Bild unten erscheint auf vielen Postkarten und zeigt hier besonders deutlich, wie groß schon um die Jahrhundertwende der Mühlenkolk war, der heute durch Uferbepflanzung eine Zierde der Stadt ist und der Jugend im Winter Möglichkeiten zum Schlittschuhsport bietet. Das Bild oben ist wahrscheinlich von der kleinen Mühlenbrücke aus aufgenommen. Es zeigt den Platz vor der Mühle, der heute mit Gegenständen aus der abgebrochenen Mühle an die Vergangenheit erinnert. Das alte Geländer und die Brücke zur Bahnhofstraße hin sind im Laufe der Zeit erneuert und aus Sicherheitsgründen solider gemacht.

34. Diese Karte, geschrieben 1907, zeigt oben das Hoogklimmerhaus, an dem über der Haustür der Wappenstein Grimm/Lubely erkennbar ist, daneben das Winterhaus mit seinen schöngeschwungenen Windfedern. Interessant ist diese Karte aber besonders durch das Bild unten von der alten Bahnhofstraße. Das Schüttendeep hieß eigentlich Schutendeep, weil hier die Torfschuten anlegten. Da man nicht weiß, wann diese Karte entstand, ist nicht mit Bestimmtheit zu sagen, ob das Haus rechts schon Familie Nijhuis gehörte oder noch im Besitz von Hana war. Man kann Letzteres annehmen, weil es mit dem Satinkhaus verbunden war. Das Haus links im Bild, auch verandert, beherbergt heute das Geschäft des Optikers Döker, Es war 1896 von Justus Nijhuis erbaut.

35. Das Geschäftshaus Hillebrand Nijhuis, vor einigen Jahren abgebrochen, hatte als Vorbesitzer den in die Schweiz verzogenen Hana, dem auch das danebenliegende Haus Satink gehörte und der Pächter der Veldhäuser Poorte war. Es lag dort, wo heute die Straße von der kleinen Mühlenbrücke her zwischen Haus Satink und Kreissparkasse in die ehemalige Bahnhofstrai.e einmündet. Das Geschäft ftihrte Lebensmittel, Futtermittel, Galanteriewaren, praktisch eben alles, was zum Leben notwendig war; links war der Eingang zum PetroleumkeIler. Zu dem Geschaft gehörte auch noch ein Lagerschuppen auf der anderen Seite der Straße, von dem aus in erster Linie Kunstdünger verkauft wurde, Auf dem Bilde sehen wir rechts Hillebrand Nijhuis senior mit Frau Grete Willeke und vorne links in der Mitte Harry Riekhoff.

aus ::t%euenhaus in ~onnooer.

22'12

36. Auf dieser Postkarte sieht man von rechts nach links zuerst das Hoogklirnmer-Schlüter-Haus, von dem vor seinem Abbruch 1968 der Wappenstein Grim/Lubeley gerettet wurde. Dieser ist in der Prinzenstraße aufgestellt. Daran schließt sich die schmale Marktstraße. Links davon das alte Ockerhaus, 1880 von der Post gebaut und bis zum Neubau des Postamtes in der Bahnhofstraße als Dienstgebäude genutzt. Es wurde 1978 abgebrochen. In dem sich anschließenden Haus wohnte einst die Familie Harger, bis Schulte-Übbing das Haus erwarb und eine noch heute bestehende Drogerie darin einrichtete. Das nächste Haus war die Weber'sche Apotheke, nunmehr Elektrogeschäft Lankhorst. Die Baumreihe links ist schon lange verschwunden.

37. Das Haus oben im Bilde links von der Gaststätte Paust ist im vorderen Teil völlig umgebaut und die Bäurne vor dem Hause sind verschwunden. Das Schild über der Haustür und die Anbauten im rückwärtigen Teil des Hauses weisen auf die ehemals in diesem Haus betriebene Bäckerei hin. Eigentümer dieses Hauses war Stülen. Es war von verschiedenen Mietern, unter anderen von Christmann senior, bewohnt. In dem Haus unten im Bilde, das an das Haus Stülen anschloß, wohnte zunächst die Witwe Lahmann, geborene Buddenberg. Dann wohnten in diesem Haus vorne das Ehepaar Lankhorst, hinten dessen Schwager Hartbecke. Auf dem Bilde sind zu sehen Hagenbach und Frau, Schwiegereltern von Sohn Lankhorst, dem jetzigen Inhaber von Hotel 'Glückauf.

38. Das alte Hemmehaus-Teich (vordem Verleysdong) war als Einkübbungshaus, nach einer Seite ausgebaut, vor seinem Umbau eins der interessantesten Häuser von Alt-Neuenhaus. Aus diesem Grunde wurde durch das Landesmuseum in Hannover auch diese Aufnahme gemacht. Der Giebel war vorgebaut, um den Bodenraum für die Lagerung von Heu und Stroh zu vergrößern und die Fachwerkwände zu schützen. Das Regenwasser tropfte vom Giebel direkt nach unten, ohne die Wand zu benässen. Der Giebel war durch vier Pfostenständer abgestützt, zu beiden Seiten je einem, in der Mitte zwei. Interessant sind auch die Pfostenkronen auf den Pfostenständern zu beiden Seiten der Dielentür.

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