Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1831-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 1'

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Villa Arends.

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aüs Neuenhaus i. Jfann ..

2. Ref. Pfarrhaus. frü~r.· Or. Köhlers Wohnhaus.

49. Auf dieser Karte, 1902 geschrieben, sehen wir außer dem bekarmten Mühlenbild und einer Ansicht der Villa Arends am Seifendamm das schöne Haus in der Hinterstraße, in dem einst Dr. Köhler wohnte. Nach ihm wurde es von Pastor Hans Voget bewohnt. Dann wurde es durch DI. Wiegmink wieder Arzthaus. Heute wohnt dort der praktische Arzt Sokolowski, der seine Praxisräume durch Zukauf des danebenliegenden Volkinghauses erweitern konnte. Der abgebildete 'Confirmandensaal' war eine Schenkung des Ehepaares T. und Margaretha Rakers aus dem Jahre 1901. Das Ehepaar hat außerdem der reformierten Gemeinde eine wertvolle Abendmahlsdecke gespendet und ihr das Wohnhaus neben Fiedler vermacht. Der 'Confirmandensaal' ist zum Wohnhaus für die Gemeindeschwester umgebaut.

50. Die Burgstraße hat sich so verändert, daß es Mühe macht, die hier abgebildeten Gebäude zu bestimmen. Auf dem Bild links sehen wir einen Teil des alten Rentrneistersitzes. Daneben befand sich das Waschhaus und die Toilette für die Beamten der gräflichen Verwaltung. Auch in Trockenzeiten, wenn überall in Neuenhaus die Brunnen versagten, ging das Wasser hier nie aus. Im Hintergrund sehen wir die Schule. Alle diese Gebäude sind verschwunden. Geblieben ist nur das Haus, dessen Ecke auf dem Bild rechts zu sehen ist. Hier wohnten die Bediensteten der gräflichen, seit 1817 fürstlichen Verwaltung. Die auf dem Bilde zu sehende stattliche Eiche, in der alljährlich Störche nisteten, ist von dem früheren Ncuenhäuser Hana in einern schönen Gedicht besunge n.

Neuenhaus.

Hotel Sickermann.

51. Diese alte Postkarte zeigt links das 1978 abgebrochene fürstliche Rentamt, und zwar noch in seiner alten Gestalt, wie es um 1840 von Harm Satink an die fürstliche Verwaltung verkauft wurde. Vorher hatte das Rentamt seinen Sitz in der Burgstraße gehabt. Das grät1iche Haus Bentheim unterhielt übrigens schon seit 1600 in Neuenhaus eine Verwaltungsstelle. Rechts sehen wir das Hotel Sickermann, das auch vor einigen Jahren abgebrochen wurde. Bevor dieses alte Patrizierhaus Hotel wurde, hat es der um Neuenhaus sehr verdienten Bürgermeisterfamilie Krull als Wohnung gedient. Die rechts vom Hotel zu sehende Scheune gehörte zum Hotelkomplex. Und neben dieser Scheune befand sich früher das Haus von Sanitätsrat Dr. Harger an der Ecke zur Lagerstraße.

52. Der 1892 abgebrannte Gasthof Meckelnburg gehörte zum 'Söwen-hüssien-hoek', der ältesten Siedlung von Neuenhaus in der Nähe der Burg. Das erste und somit älteste Haus der Stadt war der Gasthof. Auf dieser Karte sehen wir das nach dem Brande neu errichtete Haus, damals im Besitz von Meckelnburg. Danach ist es an Hans Niebusch, nach dem die Gaststätte allgemein unter dem Namen 'Onkel Hans' lief, übergegangen. Dieser vererbte das Haus an Frau Paust, Ehefrau seines Neffen Walter Paust, die er adoptiert hatte. Auf dieser Karte wird deutlich, wie schmal damals die Brücke hinter dem Gasthof war. Die Firma Ottemeyer soll mit ihren großen Dampfpflügen auf der Fahrt nach Wielen vierundzwanzig Stunden zur Überwindung dieses Engpasses benötigt haben.

Gruss aus Neuenhaus i. H.

V('r/ag .'0/1 J.: l/iisig1 /jllgl'll.

53. Diese Karte, geschrieben 1908, mit dem Bliek vom alten Markt in die Hauptstraße zeigt links im Vordergrund eine Bierhalle, im Volksmund 'Sternwarte' genannt. Sie wurde seinerzeit von Hö!ters, genannt Mona, betrieben, der später nach Ülsen verzog. Eine Zeitlang hatte Bernhard Weustink in diesem Haus einen Friseurladen, den er später durch Zukauf des danebenliegenden Brill'schen Hauses (heute Tausch) erweiterte. Danach hatte Frau Agnes Meckelnburg hier ein Wäschegeschäft. Als Frau Meckelnburg das Geschäft aufgab, vermietete sie die unteren Räume an Bernhard Brill, der sie als Ausstellungsraum benutzte. Jetzt hat das Gebäude vor den Forderungen der Stadtsanierung weichen müssen.

54. Diese interessante Aufnahme der Hauptstraße in Richtung Zentrum ist mindestens sechzig Jahre alt. Sie zeigt, wie primitiv die Entwässerungsgosse, die auch von anderen Bildern bekannt ist, damals noch war. Nach starken Regengüssen war oft die ganze Straße überschwernrnt. Auf diesem Bild fallen auch die Mistwagen vor den Dielentüren auf. Der Mist wurde auf die Straße geworfen. Von dort wurde er entweder durch die Gänge zwischen den Häusern in den rückwärts gelegenen Garten gekarrt oder wie hier auf den Wagen geladen und zum Acker gefahren. Auf der rechten Seite dieses Fotos erkerint man unter anderern das Haus Dammerboer (heute Herbers), das Geburtshaus Miguel (heute Claudi) und die ehemalige Buchdruckerei Kip.

Gruss aus euenhaus, (H}"".)

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55. Das eigentliche Teichtor war bereits im Jahre 1805 abgebrochen, doch haben die beiden auf dieser Karte zu sehenden Torpfeiler noch lange gestanden. Ihnen wurde erst der Möbelwagen von Scha maker zum Verhängnis. Sie waren so schwer beschädigt, daß auch sie dann abgebrochen werden mußten. Rechts auf dem Bilde, dort, wo sich heute die Tankstelle Borsdorf befindet, stand das städtische Armenhaus. Zu seinen Insassen zählten der kriegsverletzte Böttchermeister Tewes und der Scherenschleifer Klimesch. Letzterer war eine stadtbekannte Person, zog er doch mit seinem Schleifkärrchen von Haus zu Haus, um seine Dienste anzubieten.

56. Früher war die alte Bahnhofstraße rechts und links mit hohen Bäumen bewachsen. Links erblickt man das von Tierarzt Dove erbaute stattliche Haus, das nach ihm von dem Tierarzt Christian Winter bewohnt wurde. Später erwarb Rechtsanwalt Arends dieses Haus, das ihm als Wohnung und Praxisbüro diente, bis er für seine Praxis hinter der Villa ein besonderes Bürohaus errichtete. Diese Karte ist 1917 geschrieben. Es existiert noch eine interessante Karte von der Bahnhofstraße, und zwar aus dem Hochwasserjahr 1918. Diese ist von der anderen Richtung aus aufgenommen. Denn sie zeigt den Gasthof Ranters auf der rechten Seite. Die Straße ist restlos überflutet. Joharm Stülen watet durch große Wasserlachen.

57. Auf dem Bild oben werfen wir einen Bliek in die ehemalige Mühlenstraße, als ihr Kopfsteinpflaster rechts noch bis an die Häuserwand reichte. Hier hielten die Fuhrleute am Wochenende. Am Sonntag früh fischten sie ihre Mittagsmahlzeit aus dem Mühlenkolk, versäumten aber nicht, rechtzeitig zum Gottesdienst zu erscheinen. Den Namen 'Fischersstroetien' aber führte die Straße aus der Zeit, als Hinken und Temme ihre großen Fischfänge aus dem Mühlenkolk holten und diese auf ihren Dielen schlachteten und verkauften. Das war immer ein großes Fest, wobei die mithelfenden Nachbarn besonders gut wegkamen. Bei einer solchen Gelegenheit wurde das Bild unten aufgenommen. Die Personen sind, von links nach rechts: Hendriksen, G. Vennebrügge, Hinken, Lehrer Milink, Temme junior und senior und Hendriksen.

Nëuenhaus i. fiann,

Dinkelpartie.

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58. Die amtliche postalische Bezeichnung der Stadt lautet 'Neuenhaus Dinkel', Das weist schon darauf hin, welche Bedeutung dieser Fluß, der aus den Niederlanden kommend bei Neuenhaus in die Vechte mündet, für die Stadt von jeher hatte, Kein Neuenhäuser möchte die Bootsfahrten, das Baden von der Badeinsel mit seinem heißen Sand, das Angeln am Flutwehr und die Spaziergänge an 'unserem' Fluß aus der Erinnerung streichen. Wohl brachte die Dinkel den Neuenhäusern wiederholt Überschwemmungen. Diese sind aber nunmehr durch Flußregulierungen gebannt. Damit verschwand auch viel von der auf diesem Bilde erscheinenden Romantik. Dinkel und Mühlengraben sind vom Flutwehr aus aufgenommen.

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