Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Neuenhaus in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1831-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 1'

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59. Die Bekämpfung von Bränden folgte in Neuenhaus lange alten Gewohnheiten. In gewissen Abständen befanden sich zwischen den Häusern die sogenannten 'Brandstiegen', Durch sie wurde das Löschwasser aus den Stadtgräben in Brandeimern, die in jedem Haus bereitstehen mußten, von Hand zu Hand bis zur Brandstelle gereicht. Aber erst der große Brand des Gasthofes Meckelnburg am 27. November 1892 gab den Anlaß zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr, die am 4. Februar 1893 erfolgte. Diese wurde mit einer für die damaligen Verhältnisse leistungsfähigen Handdruckspritze ausgestattet. Unser Bild aus dem Jahre 1893 zeigt die erste gemeinsame Großübung der Feuerwehren Neuenhaus und Teich am Hilfsamt.

60. Gemeinschaftliches Handeln war nötig, als man am 8. Dezember 1913 vor der Schule in Neuenhaus-Hilten den schweren Felsblock zur Erinnerung an die 100. Wiederkehr der Befreiung von der Herrschaft Napoleons aufstellen wollte. Man sieht an dem Werkzeug von D. Schomaker (oben links), von Bauunternehmer Schüring (oben, zweiter von rechts) und von Hilbrink (oben Mitte), sowie an den Geleisen, was zum Gelingen nötig war. Der Gastwirt A. Steinweg sorgte deshalb mit der Flasche für die verdiente Stärkung (vierte Reihe links). Die Behörde war durch Hilbrink (unten in der Mitte mit Hut) vertreten. Lehrer Drees (neben dem Baum mit Mantel, Schlips und Kragen) übernahm den Stein in Obhut. In Neuenhaus-Mitte war an der Ecke BahnhofstraßejDackhorstweg früher ein ähnlicher Stein zu sehen.

61. Auf einem Bild vom Neuenhäuser Schützenfest 1898 erkennt man links im Hintergrund zwei berittene Schützen in Militäruniforrn, Diese Sitte hat sich lange erhalten und lebt noch heute insofern fort, als bei jedem Schützenumzug sich einige Reiter im Zuge befinden. Nach dem Ersten Weltkrieg zogen die den Zug begleitenden Reiter mit Vorliebe die Vorkriegsuniformen bekannter Reiterregimenter an. Dies Bild mit den drei Reitern entstand kurz vor 1925 neben der Villa Arends am Seifendamm. Die abgebildeten Personen sind, von links nach rechts: Herrnann Jeckel als Husar, der Viehkaufmann Siepmann als Ulan und Gerhard Temme als Kürassier.

62. Dieses Bild, das im Verwaltungsgebäude der Stadt Neuenhaus hängt, wurde 1912 auf der Ülser Straße hinter der Dinkelbrücke aufgenommen. Links im Bild ist die 1979 abgebrochene Fleischerei Mars zu erkennen. Der hier abgebildete Gendarmeriemeister Thurmann war für den Bezirk NeuenhausÜlsen zuständig. Er wußte sich überall Respekt zu verschaffen. Besonders an den großen Markttagen sorgte er für Ruhe und Ordnung. Viele Differenzen zwischen den Bauern oder zwischen den Bauern und Händlern mußte er durch ein Machtwort beenden. Er fackelte nie lange. Als er einmal zwei Ausbrecher wiedereingefangen hatte, band er den einen an sein Pferd, der andere mußte vorweglaufen, wobei auch manchmal ein kleiner Trab eingeschaltet wurde.

63. Von dem Hochwasser in Neuenhaus 1918 gibt es viele Bilder, insbesondere von der Bahnhofstraïse, von der Morsstiege und vom Teichtor. Auf diesem Bild hier sehen wir den überschwemmten Mühlenkolk. Damals erschienen die Pioniere mit ihren Pontons, Metallschiffen zum Brückenbau, und eine Abteilung Minenwerfer unti haben tatkräftig Nothilfe für Neuenhaus geleistet. Im Hintergrund sehen wir das Mack-Haus, das ursprünglich dem Böttchermeister Tewes gehörte. Dieser war 1870/71 durch Kopfschuß schwer verwundet und wurde mit den Verhältnissen nicht mehr fertig. Er starb im Haus an der Teichbrücke, das für vereinsamte und verarrnte Einwohner bestimmt war. Rechts im Hintergrund das alte Bauernhaus Pötters, das später umgebaut wurde.

64. Dieses Konfirmationsbild von 1912 zeigt viele bekannte Neuenhäuser, von denen schon ein großer Teil verstorben ist. Auf einige sei besonders hingewiesen. Der Pastor links war Siegmund Eekhard Bode, sehr beliebt, auch bei der Jugend, die ihre Verehrung dadurch zu beweisen versuchte, daß sie ihm Schmetterlinge für seine Sammlung brachte. Die Lehrerin Frenzel, rechts im Bild, stammte aus Osnabrück. Der dritte von links in der obersten Reihe ist der spätere Rechtsanwalt Arends, der neben seinem Beruf viele Ämter in Staat und Kirche innehatte, auch über Neuenhaus hinaus. In der untersten Reihe ganz rechts sitzt Marie Nijhuis, die durch ihre Heirat mit Heinrich Marold die für Neuenhaus so glückliche Verbindung mit dem Hause Marold zuwege brachte.

65. Die Schule hinter dem alten Rathaus, in der viele Neuenhäuser ihre Schulbildung erhalten haben, wurde im Jahre 1976 abgebrochen. Dabei wurde die Tafel, die von der Stiftung der Schule berichtet, sichergestellt. Sie ist heute jdort zu sehen, wo früher die Schule stand. Die Inschrift auf dieser Tafel lautet: Den Herren Landphysikus Dr. Köhler in Neuenhaus und dem Consul Rooßinge in Bremen verdankt die Stadt diese Schule 1874. Obwohl die Stiftung für die evangelische Volksschule bestimmt war, wurde sie zunächst von der Privatschule, einer Nachfolgerin der 1615 gegründeten Lateinschule, benutzt. Später diente sie dann gemäß der Gründungsbestimmung als Volksschule.

66. Es gibt viele Klassenbilder der evangelischen Volksschule, zum Teil mit vollständigen Namensverzeichnissen, die leider aus Platzmangel nicht gebracht werden können. Wir wählten das älteste Bild aus, das aus dem Jahre 1894 stammt. In der Mitte vor der Tür steht Lehrer Wieferink, allgemein 'het haupt' genannt. Er war ein tüchtiger Schulmann, streng, aber gerecht. Es werden heute noch viele Anekdoten erzählt, aus denen hervorgeht, daß er niemals strafte, wenn er nicht mit letzter Gewißheit von der Schuld des Schulers überzeugt war. Lehrer Wieferink hat sich auch im öffentlichen Leben betätigt. Besonders der Turnverein Neuenhaus verdankt ihm viel. Er wohnte längere Zeit in dem Haus, das in der Mitte des Titelbildes dieses Bandes zu sehen ist.

67. Die katholische Volksschule in Neuenhaus wurde 1879 bezogen. Diese Aufnahme vor der Schule stammt aus dem Jahre 1890. Bei dem Lehrer handelt es sich um Eberhard Nollmann. Dieser war am 6. Mai 1875 nach Neuenhaus gekommen und feierte am 6. Mai 1900 sein 25jähriges Ortsjubiläum. Er blieb hier bis zu seinem Tode im Jahre 1911 tätig. Er liegt in Neuenhaus begraben. Vor der Tür rechts steht eine Frau, in der einige Neuenhäuser Schwester Scholastika zu erkennen glauben. Doch kann es sich auch um die Lehrerin Theresia Niemeyer handeln. Die jüngsten der Schüler und Schülerinnen halten die Schiefertafeln in den Händen, damals unentbehrliches Werkzeug für ABC-Schützen.

68. Der Fußballklub 'Borussia 08 Neuenhaus' wurde 1908 gegründet, und zwar auf Betreiben der Gebrüder Pannenborg. Sie brachten das Spiel vom Gymnasium Osnabrück mit. Vor dem Ersten Weltkrieg fuhr die 'Borussia' mit Pferd und Wagen zu den Auswärtsspielen, nach dem Krieg mit Fahrrädern, Der Aktionsradius des Vereins dehnte sich immer mehr aus. Der Verein blüht noch heute. Von 1933 bis 1945 war er mit dem Turnverein Neuenhaus vereinigt, machte sich aber 1950 wieder als selbständiger Verein auf. Die Personen auf der 1909 entstandenen Aufnahme sind, von links nach rechts, obere Reihe: Gerh, Temme, Gerrit Pannenborg. Erich Pannenborg, Hendr. Pannenborg, unbekannt, Aug. Hilbrink und Joh. Schomakers. Mittlere Reihe: unbekannt, unbekannt und Dieter Hilbrink. Untere Reihe: Lankhorst, B. Hinken und Karl Kip.

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