Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1634-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 2'

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19. Der Drogist Schulte-Übbing entstammt einem traditionsreichen Bauerngeschlecht in Ohne. Im Jahre 1921 eröffnete er in dem Hause, in dem heute das Lederwarengeschäft Schmidt ist, eine Drogerie. Auf dem Bild oben sehen wir ihn mit weißem Kittel vor diesem Geschäft. Im Jahre 1930 erwarb er das auf dem Bilde unten zu sehende Wohnhaus der Familie Harger. Er 'renovierte dieses Haus und baute es zu einer modernen Drogerie um. Die Familie Harger, die wahrscheinlich ursprünglich aus dem Salzburgischen kam und als Glaubensflüchtlinge in Rotterdam Zuflucht fand, hat in Neuenhaus eine große Bedeutung erlangt und ist noch heute durch verschiedene Nachkommen in Neuenhaus vertreten.

20. Auf dem Bild 36 (erster Band) sahen wir das Haus Hoogklimmer-Schlüter am Alten Markt. Hier sehen wir nun die zum alten Patrizierhaus gehörende an der Marktstraße gelegene Scheune mit Stallungen. Über der Tür zur Marktstraße hin befanden sich einige lateinische Worte, deren Sinn nicht ganz klar ist, und die Jahreszahl 1718. Beim Abbruch des Gebäudes fand sich ein interessanter ftinfteiliger Brunnen mit einem Durchmesser von 1,5 Metern. Dieser Brunnen hatte als 'Brandpütte' gedient. Josef Meyering, der mehr alte Sachen in Neuenhaus vor dem Verschwinden gerettet hat, stellte ihn sicher und baute ihn in seinem Garten, der wie ein kleines Museum wirkt, wieder auf. Dort steht er heute neben einer alten Gartenpforte aus dem Jahre 1799, die von dem Grundstück Hölters-Bahnhofstraße stammt.

21. Das Wesse!inkhaus an der Ecke Marktstraße-Vogtstiege gehörte ursprünglich zum Haus Harger (heute:

Schulte-Übbing). In ihm wohnten unter anderen WiggenfeId und Hilbrink, genannt Panne. Eine Zeitlang hat es auch als Jugendheim gedient, bis es der Stadtdiener Evert Wesselink von Familie Harger erwarb. Nach dessen Tod wohnte seine Witwe noch lange in dem Haus, Als aber eine größere Dachreparatur notwendig wurde, verkaufte sie es an die beiden Interessenten Lankhorst und Schu!te-Übbing. Sie erhielt freies Wohnen im Hause Lankhorst. Das Haus ist abgerissen. An der noch stehenden Gartenpforte, die mit dem 'Weberschiffchen' an den Apotheker Siegismund Weber und mit dem 'Huhn' an dessen Ehefrau Enge!ine, geborene Hoen, erinnert, ist der Standort des ehemaligen Wesselinkhauses festzustellen.

22. Auf dieser Postkarte sieht man oben links die Einmündung der ehemaligen Bahnhofstraße in die Hauptstraße. Der alte Gasthof 'Sternwarte' ist bereits zu einem Geschäft umgebaut. Neben diesem sehen wir das Haus Weustink, vor dem noch Bäume stehen. Die Abbildung rechts zeigt einen Bliek auf die frühere Kornmiihle und das Haus Brünernann, das sich heute im Besitz der Stadt befindet und einer neuen Verwendung harrt. Unten links schauen wir auf das Kriegerdenkmal. Um es dort errichten zu können, mußte der früher bis zur Bahnhofstraße führende Stadtgraben hier verrohrt werden. Unten rechts sieht man die Gaststätte und Fleischerei Teismann nach ihrem ersten Umbau und die einst vor dem Haus Morawitz stehende Baumreihe.

23. Diese in vier Rechtecke aufgeteilte Postkarte zeigt im oberen linken Rechteek zwei heute nicht mehr bestehende Häuser. Links die ehemalige 'Sternwarte' und rechts das Haus Ocker. Im rechten oberen Rechteek sehen wir das Hotel Albersmeier und etwas weiter zurück das alte Haus Peters, das erst vor kurzem abgerissen wurde. Im unteren linken Rechteek sehen wir ein an geruhsame Zeiten erinnerndes Bild mit Blickrichtung auf den alten Gasthof Mecklenburg (später 'Onkel Hans'). Die früher ganz schmale Brücke ist auf diesem Bild zum ersten Mal verbreitert. Erst in jüngster Zeit mußte sie noch einmal dem immer stärker werdenden Verkehr angepaßt werden. Das untere rechte Rechteek bringt einen Bliek in die Hauptstraße vom Teich her in Richtung katholische Kirche.

24. Das erste 1604 erbaute Flutwerk ist 1734 zusammengebrochen. Das auf dem Bild (oben) sichtbare Flutwerk wurde in den Jahren 1734-1736 durch Clemens August, Fürstbischof von Köln, errichtet und blieb lange unverändert. Selbst die Höherverlegung der Brücke in den zwanziger Jahren brachte keine wesentliche Veränderung. Erst die vor einigen Jahren im Zuge der Dinkelregulierung erfolgte Verlegung und Modernisierung verliehen dem Flutwerk ein völlig neues Gesicht. Links im Bild oben sehen wir die 1924 gebaute Ackerbauschule, noch mit den prächtigen Ulmen auf der Seite zum Flutwerk hin. Vorher war die am 2. November 1903 durch Landrat Kriege eröffnete Schule im alten Rathaus untergebracht gewesen.

Das untere Bild zeigt die Schule noch deutlicher, und zwar vor ihrer Aufstockung und der Verlegung des Eingangs auf die Seite links.

25. Am Flutwerk, das durch den Fürstbischof Clemens August, der 1723 Administrator der Grafschaft Bentheim war, errichtet wurde, befanden sich zwei aus Bentheimer Sandstein gefertigte Tafeln. An der rechten Staumauer sah man die Tafel mit dem Wappen der Grafen von Bentheim-Steinfurt, auf der linken in lateinisch den Namen des Erbauers. Es spricht für das Traditionsbewußtsein der Neuenhäuser, sowie der für die Bauarbeiten am neuen Flutwerk verantwortlichen Beamten, daß beide Tafeln auch das moderne Bauwerk zieren und so an die Geschichte des Flutwerks erinnern. Wie aus den beiden Bildern rechts und links ersichtlich, war das Flutwerk ein von den Neuenhäusern immer gern aufgesuchtes Anglerparadies.

26. Schon 1812 sol! in einem Rezeß zur Bürgergerechtsame den Neuenhäuser Bürgern das Fischen in und um Neuenhaus zur Leibesnahrung erlaubt worden sein. Seit dieser Zeit wird in Dinkel, Lee und Vechte geangelt, wobei besonders der Fischreichturn am Flutwerk und im Mühlenkolk loekte. Bald bildeten sich auch sogenannte Zugnetzgenossenschaften, deren Tradition im 'Angler-Sportverein' fortlebte. Auf diesem Bild sehen wir ein solches Zugnetzfischen auf Brassen in der neuen Dinkel zwischen dem Lager Busch und dem Hof Kalverlage, das unter regster Beteiligung von Jung und Alt stattfand. Links im Bild sehen wir in dem von Fiedler selbstgezimmerten Boot die Angler-Veteranen Staal, Borehers und Fiedler.

27. Das obige Bild mit der Badeinsel im Vordergrund und der Windmühle, sowie dem reformierten Krankenhaus im Hintergrund, erinnert viele Neuenhäuser an frühere Badefreuden. Das Bade-Eldorado am Flutwerk geht auch aus einem Bild hervor, das viele heute schon bejahrte Männer und Frauen im Badekostüm im abfließenden Wasser des Flutwerkes zeigt. Hinterher pflegte man sich auf der Badeinsel mit ihrem heißen Strand zu sonnen.

Das untere Bild zeigt die viel benutzte Badestelle oberhalb des Flutwerkes, an der man über den breiten Betonsockel, links im Bild, mit Hilfe einer kleinen Treppe in die Dinkel stieg. Heute ist das Badeleben dort erloschen. Man bevorzugt das saubere Wasser der Schwimmhalle. Am Ufer der Dinkel aber laden Sitzbänke die Neuenhäuser Spaziergänger zu beschaulicher Ruhe.

28. Ein Zweig der hier sehr verbreiteten Familie GeerIigs lebte Generationen lang an der Grenze zwischen Neuenhaus und Teich, Schon am 26. Mai 1521 sagt ein Johan Geerlighes als vereidigter Zeuge bei einer Gerichtsverhandlung über den Verlauf der Grenze TeichNeuenhaus aus. Hier sehen wir vor dem Geerligshaus hinter der Dykpoorte von links nach rechts: Arnold Geerligs (Straßenwärter), Hendrika Bossink, geborene Geerligs, mit ihrem Sohn Johann, Anstreicher Schievink und Chausseewärter Albert Johann Geerligs mit seiner Frau Fenna. In diesem Haus wurden neun Kinder groß. Unter ihnen war der Schuhmachermeister Hendrik Geerligs, der sich zunächst mit seinern Geschäft im heutigen Haus Veldhuis einmietete, bis er Eigentümer eines Hauses in der alten Bahnhofstraße wurde.

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