Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1634-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 2'

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39. In diesem Haus wohnte Bäckermeister Harmelink, der hier auf diesem Bild von 1925 mit seiner Frau, den Kindern Gerhard, Friedchen, Heinrich und der Sina Schievink zu sehen ist. 1928 verkaufte er das Haus an den Schneidermeister Sauvagerd. Letzter Bewohner war Karl Sauvagerd, Schneidermeister und Heirnatschriftsteller in einer Person. Seine Dichterwerke in Poesie und Prosa, seine Forsehungen und Veröffentlichungen über die plattdeutsche Sprache und seine botanischen Kenntnisse erwarben ihm viele Freunde und machten ihn weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Als verdientes Mitglied und Protokollftihrer des reformierten Kirchenrats schrieb er auf einhelligen Wunsch sein letztes Sitzungsprotokoll in Grafschafter Platt. Sein Haus mußte dem Straßenbau weichen. Karl Sauvagerd fand eine neue Bleibe in Velsen.

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40. Das obere Bild zeigt den Wagen der Schuster- und der Schneiderinnung bei einem Umzug durch Neuenhaus. Auf dem Wagen erkennen wir von rechts den zweiten: Bossemeier, Meisterlein genannt, und den 4. von rechts:

Vorrink. Vor dem Wagen sehen wir von rechts nach links: Temme (nur halb zu sehen), Hinken sen., Reefmann und Sauvagerd,

Auf dem Wagen der Gastwirte (unten), die mit ihrem launigen Spruch auf das Geld fröhlicher Gasthausbesucher spekulieren, führt Joharm Hombrink die Pferde. Rechts von ihm erkennt man die Gastwirte Randers und van Dyken. Ganz rechts auf dem Wagen steht Masselink.

41. So sah das alte Haus Wessels an der Hauptstraße bis zum Jahre 1937 aus. Es hatte damals noch einen Holzgiebel, der von einer interessanten Giebelspitze gekrönt war. Auch die Fenster sind 1937 verändert worden. Das obere Einzelfenster wurde durch ein waagerecht gelagertes Fenster abgelöst und die beiden Fenster darunter sind näher zusammengerückt. Auch hat das Haus keine Fensterläden mehr. Erhalten aber blieb der kunstvolle Steinsockel des Hauses. Die letzte Bewohnerin, Frau Studienrätin Schulte, zeigte ihren Besuchern gern den alten Torfschacht, durch den der Brenntorf, der auf dem Boden lagerte, nach unten in den Flur geworfen wurde. Hoffentlich wird der Plan, in diesem Haus eine Gedächtnisstätte an Alt-Neuenhaus zu errichten, eines Tages Wirklichkeit.

42. Dieses Haus mit dem schönen Giebel wurde im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts durch Oortmann von dem Kaufmann Brust erworben. Vor etwa 40 Jahren wurde der Giebel abgebrochen. Grund dafür war, daß es zwischen Giebel und Dach manchmal durchregnete und der Schaden sonst nicht zu beheben war. Über die Bedeutung der interessanten Figur an der Vorderfront ist viel gerätselt worden. Manche verrnuten in ihr wegen der Ähnlichkeit des Bildzeichens auf dem Schild mit dem Äskulapstab die Darstellung eines Apothekers. Mehr spricht dafür, in ihr Herrnes, den Schutzpatron der Kaufmannschaft, zu sehen. Der ebenerdige Teil des Hauses ist in letzter Zeit so verändert, daß man erst durch einen kleinen Lichthof in das Geschäft gelangt.

43. Das Haus des Kupferschmiedes Koring lag am Mühlengraben gegenüber dem heutigen Haus Hinken. Davor befand sich das Haus Geesen und neben dem später abgebrochenen Haus Geesen das heutige Haus Laufmüller, in dem vormals van Alste wohnte, der Tonpfeifen herstellte und verkaufte. Das Haus Koring war ursprünglich ein reiner Fachwerkbau, der später ausgemauert wurde. Alte Neuenhäuser erzählen noch j; von der Veranda dieses Hauses, in der Koring Schmuck und Gebrauchsgegenstände auszustellen pflegte. Das Haus war zuletzt so baufällig, daß es abgebrochen werden mußte. Und damit verschwand ein weiteres Haus aus diesem besonders malerischen und oft fotografiertem Winkel von Alt-Neuenhaus.

44. Dieses 1754 erbaute Geschäftshaus von Scholten, genannt 'Isern Hinnerk', stand zwischen den Häusern Peters und Schräder. Es war ein zweigeschossiges Haus mit Eckverzahnungen aus Sandstein und wurde als Sehenswürdigkeit in den Band 41 der Kunstdenkmalerinventare von Niedersachsen aufgenommen. Es ist 1926 abgebrochen worden. In ihm betrieb Scholten sein Landmaschinengeschäft, während im ersten Stockwerk Zigarren fabriziert wurden. Scholten selbst wohnte in dem Haus an der Dinkelbrücke, das später in dem Besitz von Dr. Hatger war. Scholtens Vortreter war Oortmann, der 1908 durch Gerhard Bangen abgelöst wurde. Dieser hatte die Kunden in der Niedergrafschaft bis nach Holland hinein zu besuchen, was zunächst zu Fuß, später mit 'Dienstrad' geschah.

45. Dies schöne Bild, aufgenommen von der alten Sandsteinbrücke in der Hauptstraße neben dem ehemaligen Haus Landwehr, rechts im Bilde, und den beiden einstigen Häusern Peters, links im Bilde, gewährt einen Einblick auf die Seiten- und Rückansichten der Häuser ander Mühlen- und der Hinterstraße. Im Hintergrund erkennt man die frühere Ölmühle. Interessant ist die kleine Brücke, an die sich nur ganz alte Neuenhäuser noch erinnern können. Doch wurde sie schon lange vor ihrem Abbruch nicht mehr benutzt. Die auf dem Bilde sichtbare Veranda am ersten Peters-Haus ist von dem Besitzer später in seinen Garten auf der Wagenhorst gebracht worden. Beim Abbruch dieses Peters-Hauses fand sich ein alter Brunnen. Dieser steht jetzt auf dem Grundstück von Dorsten am Dinkelufer.

46. Der bekannte niederländische Architekt Jan Jans bezeichnete dieses Haus an der Klinkhammerstraße als das schönste von Neuenhaus und würdigte es durch eine Zeichnung in seinem Buch 'Ländliche Baukunst in den östlichen Niederlanden'. Er hat auch Skizzen und Berechnungen für die Restaurierung dieses alten Handwerkerhauses gefertigt. Aber alle seine Bemühungen um Erhalt dieses Hauses scheiterten, obwohl er in dem um Neuenhaus hochverdienten Heirnatpfleger Lüppo Bode einen wackeren und leidenschaftlichen Mitstreiter hatte. Die Mehrheit von Bodes Kollegen im Rat der Stadt lehnte seine Pläne wegen der Kosten und einer möglichen Behinderung von Zukunftsplänen der Nachbarn Sloot und Kemper ab.

47. Diese hübsche Karte, ganz im Stil der damaligen Zeit gehalten, wurde, wie der Stempel auf der Briefrnarke beweist, am 7. Mai 1900 per Bahnpost Bentheim-Neuenhaus verschickt. Sie zeigt verschiedene Ansichten aus Neuenhaus, von denen zwei besonders bemerkenswert sind. Auf dem Bilde von Hotel Siekermann sieht man noch das imposante Krullhaus hinter dem eigentlichen Hotel. Den Holzstall, der später zwischen Hotel und Scheune stand, vermißt man auf diesem Bild. Er befand sich, als das Bild entstand, noch auf der anderen Seite der Straße. Auf der Abbildung des Amtsgerichts und des Hilfsamtes, unten links im Bilde, erkennt man das ehemalige Haus des Sanitätsrats Harger, das sich gegenüber dem Amtsgericht auf der anderen Seite der Lagerstraße befand.

48. Das Hotel ist im Jahre 1750 erbaut. Einst war es im Besitz der Familie Nadorf, in die Kief einheiratete und später Besitzer wurde. Nachkommen der Familie Kief leben heute auf Haus Echteier. Nachfolger von Kief wurde Albersmeier, genannt 'Pietschen-Louis', weil er vorher mit Peitschen gehandelt hatte. Die auf diesem Bilde sichtbare Dachform mit der eigenartigen Abgrenzung zur Straße wurde später verändert. Auch ist es heute nicht mehr möglich, einen Ausschank zwischen grünen Büschen auf dem Gehweg zu unterhalten. Hinter dem Hause befand sich eine Scheune mit Stall, in dem die Postkutscher der Strecke Lingen-Neuenhaus Pferde und Wagen unterzustellen pflegten.

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