Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1634-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 2'

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49. Auf dem Bild links sehen wir den Rest des alten Patrizierhauses des Bürgermeistergeschlechts Krull. Dieses Haus hatte Sickermann nach dem Verkauf seines Hotels im Jahre 1853 an die katholische Kirchengemeinde erworben. Vor dieses Haus setzte er nun das eigentliche Hotel, direkt an der Straße. Beide Häuser sind vor einigen Jahren abgerissen worden. Auf diesem Bilde sieht man noch die prächtige Linde vor dem Krullhaus und den Ständer für die Sonnenuhr, wie solche bei vielen vornehmen Häusern in Neuenhaus anzutreffen waren. Als das Ehepaar Schlüter im alten Hotelgarten sich ein neues Wohnhaus baute, fand der Ständer dort einen neuen Platz. Auch die Sonnenuhr wird treulich aufbewahrt.

Auf dem Bild rechts sehen wir den einladenden Flur des Hotels. Die schöne Eingangstür stammt noch aus der Zeit des Hotelbaus.

50. Die Rentamtsscheune, früher 'Potstall' genannt, bot mit ihren prächtigen Linden ein malerisches Bild. In ihr standen früher vier Pferde, davon waren zwei schwere Kaltblutpferde für Forst- und Ackerarbeiten und zwei leichtere Warmblüter als Kutschpferde. Außerdem waren hier untergestellt ein Kutschwagen, ein Tilbury und ein Jagdwagen. Da die fürstliche Verwaltung seit 1779 Pachter und später Eigentümer des Uelser Tores war und dieses abends bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen wurde, gestattete das Rentamt, daß die später ankommenden Fuhrleute Wagen und Pferde im Potstall unterstellen konnten. Heute steht an der Stelle der alten Rentamtsscheune ein modernes Geschäftshaus. Der jetzige Besitzer hat aber den alten Brunnen, den man beim Abriß der Scheune fand, neben dem Geschäftshaus wieder errichten lassen.

51. Dieses schöne Haus stand an der Ecke Hauptstraße/Lagerstraße dort, wo später Johann Arends ein neues Geschäftshaus errichtete. Der aus dem Holsteinischen nach hier gekommene Bauunternehmer Carl Mecklenburg sen. hat es im Jahre 1860 erbaut und zunächst selbst mit seiner Familie bewohnt. Im Jahre 1882 verkaufte er dieses Haus NI. 252 mit Stallgebäude, Hofraum und Hausgarten an den Sanitätsrat DI. Harger (gerichtliche Eintragung 10. November 1882), der darin wohnte und seine Praxis betrieb. Die Wohnung im ersten Stock war vermietet, so zum Beispiel von 1915 bis 1917 an den Kreistierarzt Dr. Reimers, bevor dieser 1917 in das Hülfsamt umzog. Auch nahm Frau Harger nach dem Tode ihres Mannes Untermieter in ihre Wohnung auf.

52. Rechts schauen wir auf das alte historische Rathaus, das aus Traditionsgründen und wegen seiner architektonischen Schönheit bei der Stadtsanierung geschont wurde, indem man eine Umgehung schuf. Die Bäume auf der linken Seite sind verschwunden. Im Vordergrund links sehen wir das ehemalige Pastorenhaus Hugenholtz. Als Letzte dieser Familie lebte hier die Pastorenwitwe Adelaide Hugenholtz, geborene Weber. Sie wurde in der Inflationszeit der zwanziger Jahre vielfach beneidet, da sie ihre Witwenpension in Gulden erhielt, Erst nachdem sie im Februar 1924 gestorben war, konnte Nyenhuis, der bis dahin ein Textilgeschäft in der Hauptstraße gegenüber der Gastwirtschaft Hombrink betrieb, dieses Haus erwerben und zum Geschäftshaus umbauen. Dies wurde 1980 im Zuge der Stadtsanierung abgerissen.

53. Dieses Bild von der 'Wein- und Cognakhandlung' Keiler, abgedruckt in den 'Kunstdenkmälern Niedersachsens' , erinnert an die aus Rheine eingewanderten Kellers. Durch Einheiraten in die führenden Familien von Neuenhaus kamen sie zu solcher Bedeutung, daß sie mehrfach den Bürgermeister stellten. Der am 13. August 1937 verstorbene Friedrich Keller wird zudem auf der Ehrentafel des Hiltener Krankenhauses als Förderer genannt. Das Wappen dieser Familie ist noch im linken Feld der Wappenabbildung über den Ladentür zum Geschäft Brill zu sehen. Beim Umbau der Weinhandlung wurde die rechte Seite des Hauses abgebrochen. Außerdem verschwand der Dachausbau, während der Eingang in alter Form erhalten blieb. Als Kuriosum sei erwähnt, daß Keller mit dem einzigen Dreirad von Neuenhaus Aufsehen erregte.

54. Dieses Haus wurde etwa 1906/07 von Amanda Nijhuis auf dem von Dr. Quentin erworbenen Grundstück zwischen Ölwall und Wagenhorst errichtet. Es hatte zwei Eingänge, von denen der südliche einen mit einem Balkon versehenen Vorbau hatte. Die Magnolie vor dem Fenster rechts ist hier noch klein, war später ein ansehnlicher Baum. Nachdem 1959 das Ehepaar Werner MeckIenburg das Haus erworben hatte, entschloß es sich, einen Umbau vorzunehmen und aus dem Haus ein Zweifamilienhaus zu machen mit separaten Eingängen. Der Umbau erfolgte nach dem Plan des Architekten Beernink im Jahre 1960. Das weiße, nunmehr zweigeschossige Haus, passend zu dem Haus Hage, bildet mit diesem für die Spaziergänger auf dem Ölwall eine Augenweide.

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SS. Seit vier Generationen betreibt die Familie Mars in Neuenhaus das Fleischerhandwerk. Joh. Gerhard Mars verließ 1898 nach seiner Heirat das Stammhaus in der Hinterstraße. Er baute sich eine neue Existenz auf in dem Hause gegenüber dem Hilfsamt, das bis dahin der Polizei als Unterkunft diente. Nach seinem Tode 1916 übernahm sein Sohn Hermann das Geschäft, und zwar in dem auf diesem Bild sichtbaren Zustand. Ende der zwanziger Jahre erfolgte der Ausbau des Ladengeschäfts und eine Modernisierung des Gebäudes. Nach dem Tode von Hermann Mars führte seine Witwe das Geschäft weiter. Heute stehen ihr die Tochter und deren Ehemann Jan Harger in einem modernen Neubau zur Seite, Dieser befindet sich dort, wo früher die Sündrupsche Gastwirtschaft stand.

56. Nach dem Erscheinen des ersten Bandes von 'Neuenhaus in alten Ansichten' wurde mehrfach gefragt, wo denn der genaue Standort der alten Windrnühle gewesen sei, Die Antwort sehen wir auf diesem Bilde: links vom bekannten Haus Voshaar an der Uelsener Straße und vor dem Friedhof, Verstorbene brachte man 'achter de Windrnöle'. Diese Aufnahme ist kurz vor dem Ersten Weltkrieg entstanden, und zwar um das Jahr 1913. Vor dem Wohnhaus ist die Müllersfamilie Voshaar zu sehen, und zwar von links nach rechts: Anton, Fritz, Franz, Frau Franziska Voshaar, Mariechen und Herr Johann Voshaar. Auf dem ehemaligen Standort der Mühle sieht man heute eine hübsche Gartenanlage, die zum Wohnhaus Voshaar gehört.

57. Vom Westen kommend kam man durch die Uelsener Straße in die Stadt Neuenhaus, wobei der erste Eindruck von dieser Stadt durch die Bäume rechts und links der Straße besonders freundlich war. Bei der Errichtung der Häuser rechts waren die alten Bäume gefallen und durchjunge ersetzt worden. Die großen Bäume links fielen erst später, ebenso wie die auf der rechten Seite vor dem damals noch nicht bebauten Gelände an der Straße. Obwohl sich an den Häusern rechts nicht so sehr viel geändert hat, sollen sie zur besseren Orientierung hier kurz genannt werden: rechts vorne Haus Engels (jetzt Lankhorst), anschließend die Straßenmeisterei (heute ohne Zaun, aber mit Parkplatz und ebenerdigem Erker), dahinter das Haus Stülen (heute im Eigentum der Stadt) und schließlich das Haus Rosenthal.

58. Wenn wir die heutige glatte Fahrbahn der Lagerstraße mit dem neuerdings ausgebauten seitlichen Radfahrweg mit diesen Bildern von früher vergleichen, stellt man gewaltige Veränderungen fest.

Auf dem Bilde links sieht man das früher allgemein beim Straßenbau übliche Kopfsteinpflaster, wie es damals auch noch in einigen Straßen von Neuenhaus anzutreffen war.

Auf dem Bild rechts ist mit der Kiesschüttung schon ein Fortschritt zu erkennen. Die Aufnahmen sind etwa in Höhe des Wäldchens entstanden. Zu dieser Zeit stand hier nur ein Haus, und zwar dort, wo später der Heimatschriftsteller Lüppo Bode wohnte. Es war ein Holzhaus, in dem Hermann Büscher eine Gastwirtschaft betrieb.

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