Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1634-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 2'

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59. Das schmucke Gebäude der alten Turnhalle, Bild oben, mit dem ausgedehnten Turn- und Spielplatz bleibt der älteren Generation unvergeßlich. Der Bodenbelag bestand aus Sägespänen, die, um Staub zu verhindern, mit Salz vermischt waren. Während des Ersten Weltkrieges diente die Halle als Soldatenküche. Das untere Bild, das die Soldaten vor der Turnhalle zeigt, ist wahrscheinlich 1918 zur Zeit des großen Hochwassers entstanden. Die Turnhalle hat bis zum Bau der neuen und größeren Turnhalle an der Dinkel irn Jahre 1966 der Sportertüchtigung gedient. Sie steht zwar noch, hat aber zweckentfremdet und eingeklemmt zwischen den Baumaschinen des Bauunternehmens Meyer ihre einstige Schönheit den Erfordernissen dieses Betriebes geopfert.

Neuenhaus (Grafsch. Bentheim)

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60. Der 1907 gegründete Turnverein war von Anfang an auch um das gesellschaftliche Leben besorgt. So zeigt er im Kreisblatt vom 15. Januar 1910 an, daß am nächsten Tag im Saal Otten ein Winterfest mit Schauturnen, Konzert und Ball stattfindet (Entree: 20 Pfennig, Ball: Herren 60, Damen 40 Pfennig) Auf diesem Bild (oben) sehen wir eine Aufführung des 'Hirt von Neuenhaus', dessen Verfasser der hochverdiente Heimatdichter Ludwig Sager war. Regisseur war Koopmann, Hauptdarsteller Schepers.

Unten sehen wir ein Bild vom Himrnelfahrtsausflug zum Isterberg mit dem Vorsitzenden H. Nijhuis (rechts) und dem Jugendwart Koopmann (links). Unter den 34 Teilnehmern erkennt man: H. Schepers, H. Nijhuis, H. vorrink, Marold, Pannenborg, Brill, Geschwister Rost, R. und H. Büscher, E. Larnmering, Geschwister Ternme, Herrnelink, Schornaker, Knoop und andere.

61. Dieses Bild der Turnerriege des Turn- und Sportvereins Neuenhaus wurde 1920 auf der Wagenhorst aufgenommen durch Christian Geerligs (obere Reihe - rechts außen), der, wie man im Bilde sieht, den 'Langkabelauslöser' in der Hand hält. Vorne rechts erkennt man liegend den bewährten Männerturnwart Gerhard Temme und links Georg Moeken, den langjährigen zweiten Vereinsvorsitzenden und Landeswart. In der ersten Reihe sehen wir sitzend das spätere Ehrenmitglied Anton Schiebener, der als Leichtathletikfachwart, Gerätewart und Übungsleiter sich hochverdient gemacht hat. Gerhard Berentzen, später ebenfalls Ehrenmitglied, ist als dritter von rechts in der oberen Reihe zu erkennen.

62. Betrachtet man dieses Bild (oben), das etwa Mitte der zwanziger Jahre entstand, so stellt man etwas überrascht, aber erfreut fest, daß die Neuenhäuser Damenwelt sich schon verhältnismäßig früh an den Übungen des rührigen Turnvereins beteiligt hat. Sportlehrer der Damenriege war Mägerlein, der rechts neben der ersten Turnerin H. Bras steht. Die weiteren Damen der Riege sind: M. Lankhorst, Daalmann, M. Guse, Gertr. Harger, Grete Lambrecht, 1. Butterdiek, Th. Mecklenburg, H. Tharner und B. Hartbeke. Das Schlußlicht bilden die beiden Schwestern Teydemann.

Auf dem unteren Bild sehen wir den Jugendwart Gerhard Drees mit seinen 'Zöglingen' vor der alten Turnhalle nach einer Radtour Uelsen-Itterbeck-holländische Grenze und zurück.

63. Im Hintergrund links sehen wir die Werkstatt des Malermeisters Georg Knoop. Im Jahre 1928 hatte sein Vater das danebenliegende Haus von Leuftink erworben, der darin ein Lebensmittelgeschäft hatte. Rechts vorn sehen wir das Haus von Harmeling, der später in ein Nebenhaus von Lankhorst an der Uelserstraße verzog. Dann folgte das Haus von Gerhard Kip. Und dahinter lag die 'Altdeutsche Bierstube', an deren Mauer bis zum Abbruch zu lesen stand: 'Dietrich v. Keulen zur gemütlichen Ecke'. Man nannte diese Gaststätte auch wohl 'Bunker 17', weil im Kriege hier sehr viele Soldaten verkehrten. An Markttagen war hier Großbetrieb aus der Hinterstraße (Schafmarkt) und aus der Hauptstraße (Ferkelmarkt). In ruhigen Zeiten war diese Gaststätte beliebtes Stammlokal der sogenannten Honoratorien.

64. Auf der rechten Seite dieser Ansicht von der Hinterstraße sehen wir die Scheune, die zu dem Grimmhaus neben Albersmeier gehörte. Das Haus davor gehörte dem Großvater Peters, der aus dem Börgerschen Hause stammte. Dieser erweiterte seinen Besitz durch Ankauf des Hauses Grimm, das zeitweilig als Mittelschule gedient hatte. Ende der zwanziger Jahre verkaufte Peters es an Voshaar und dieser später an van Dorsten. Nach einem völligen Umbau dient es heute als Lager und Büro. Neben dem Baum ist ein Asehenloch zu sehen. Und vor der Laterne sitzt Leo, der Hund der Familie Hammer, die neben Harmeling wohnte. Das historische Giebelhaus Peters auf der anderen Seite der Hauptstraße, hier im Hintergrund zu sehen, erlebte 1902 einen großen Brand, bei dem aber der herrliche Giebel erhalten blieb.

65. Oben sehen wir den Eingang zur Hinterstraße von der Hauptstraße her. Das alte Petershaus mit den Bäumen besteht nicht mehr. Heute befinden sich dort Büro und Lagerraum der Firma van Dorsten.

Unten links sehen wir im Vordergrund die Scheune des ehemaligen Pfarrhauses, davor die Aschengrube auf dem Gehweg. Dr. Wiegmink, Schwiegervater und Vorgänger des praktischen Arztes Sokolowski, erwarb Wohnhaus und Scheune von der reformierten Kirchengemeinde.

Aus der Scheune und der linken Hälfte des Nachbarhauses der Familie Völking, die wir unten rechts vor ihrem Hause sehen, entstanden später die Praxisräume des Arztes Sokolowski.

66. Auf diesem Bild sehen wir links das alte Möbelhaus Stülen in der Bahnhofstraße, bevor es abbrannte. Es fiel durch seine schmuckvolle Fassade auf. Dies besondere Gepräge war vielen von Carl Mecklenberg jun. erbauten Häuser zu eigen, wie zum Beispiel auch an dem Bild vom Oortmann-Haus festzustellen ist.

Auf dem Bild rechts sehen wir das ehemalige Stammhaus der Familie Knoop in der Hinterstraße noch mit der großen Dielentür. Das Bild stammt aus dem Jahre 1910. Vor dem Haus steht Frau Anna Knoop, geborene Vorrink, die Frau des Malermeisters Gerhard Knoop, mit wen Kindern Anton, Heinrich, Georg und Dietrich.

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67. Um die allgemeine Schulraumnot in Neuenhaus zu steuern, entschloß sich das Ehepaar Cloppenburg zu einer Stiftung, wie noch heute an dem nur noch als Materiallager dienenden und immer mehr Spuren des Verfalls aufzeigenden Gebäude in der Vogtstiege zu lesen ist. Auf der Tafel über der Tür steht: 'Op Kosten van de Heer Camerraad G.E.H. Cloppenburg en desselfs Echtsgenote B.E. Grim ist dese schole gebouwd. AO 1794'. Die Unterklasse der Volksschule wurde in diesem Gebäude untergebracht, und zwar bestimmt bis 1874, wahrscheinlich noch länger. Bis kurz vor dem Zweiten Weltkrieg diente es als Armenhaus der reformierten Gemeinde. Es wohnten dort zwei Familien, die von der Gemeinde unterstützt wurden.

68. Die Privatschule (oberes Bild) war aus der 1615 gegründeten Lateinschule hervorgegangen. Unter den Schülern auf diesem Foto von 1880 ist mit Sicherheit nur J.H. Boerwinkel-Grasderf vor dem Lehrer links zu erkennen.

Das untere Bild, nach 1915 entstanden, zeigt Landwirtschaftsschüler vor dem alten Rathaus, in dem von 1903 bis 1924 die Landwirtschaftsschule zunächst untergebracht war. Die Schüler mit ihren grünen Mützen nannte man im Volksmund 'Kohlraben'. Auf dem Bild erkennt man vorne von links nach rechts die Lehrkräfte:

Hauptlehrer Wieferink, Direktor Grashoff, Lehrer Koops, und Kreistierarzt DI. Reimers, Rechts sehen wir das einstige Spritzenhaus rnit dem vergitterten Türfenster. In ihrn hat früher manch kleiner Sünder und später auch manch Obdachloser die Nacht verbringen müssen.

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