Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Neuenhaus in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. O. Wiarda
Gemeente
:   Neuenhaus
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1634-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenhaus in alten Ansichten Band 2'

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69. Dies war die ehemalige 'Schwarze Brücke' (Bild oben), so genannt, weil sie schwarz geteert war. Sie ftihrte über den Mühlengraben rechts von der Einmündung der Marktstraße in den Neumarkt. Man sieht rechts im Hintergrund die reformierte Kirche, in der Mitte den Eiskeller von Berentzen. Das Bild unten zeigt alle Klassen des Jahrgangs 1924 der ehemaligen Rektoratsschule. Solche Schulfotos wurden wegen des romantischen Hintergrundes gerne auf dieser Brücke gemacht. Die Schüler wurden am Tag zuvor von den Lehrern ermahnt, sich am nächsten Tag nett anzuziehen und während der Aufnahme sehr vorsichtig zu sein. Letzteres war besonders wichtig. Denn die Brückenbretter waren schon ziemlich morsch und saßen zum Teil auch locker.

70. Diese große Holzbrücke über die Dinkel machte den Eindruck eines Provisoriums, da die Verbindung zum Land auf beiden Seiten recht unvollkommen war. Und so wurde auch wohl in Neuenhaus erzählt, daß diese Brücke für eine dort geplante Straße bestimmt gewesen sei. In Wirklichkeit war sie eine Folge von Arbeiten an der Dinkel. Dabei war bäuerliches Land durchschnitten und die Behörde mußte, um die Nutzung des zu beiden Seiten liegenden Weidelandes wieder zu ermöglichen, eine Brücke erstellen. Und weil die Kühe über diese Brücke getrieben wurden, nannte man sie 'Kuhbrücke'. Man erzählt sich, daß beim Abbruch dieser Brücke ein Teil des anfallenden guten Nutzholzes wiederverwandt wurde beim Bau einer Brücke über den Stadtgraben.

71. Diese Brücke befand sich dort, wo heute die Prinzenstraße den alten Wall überquert. Der Wall begann neben Brookmann, hinter dessen Garten er schartwinklig nach rechts abbog. Die alten Eichen links vom Graben geben heute noch ein prächtiges Bild. Rechts vom Graben stehen heute Wohnhäuser, durch schmucke Brückchen mit dem Wall verbunden. Links von der Brücke stand das vor kurzem abgebrochene Haus Holtkamp. Auf dem Bild sehen wir vor der Brücke die sogenannten Funder, das sind die kleinen in den Graben ragenden Stege, von denen aus die Hausfrauen ihre Wäsche spülten. Die Brücke war nötig, weil der Graben dort nicht endete, sondern früher am heutigen Neumarkt entlang weiterlief.

72. Der 'Posaunenchor' entstand anfangs des Jahrhunderts, der Mandolinenverein 'Edelweiß' etwas später. Letzterer zeigt sich im Bild oben. Die Personen sind von links nach rechts in der oberen Reihe: B. Weckenbroek, K. Sauvagerd und K. Mohrmann. In der mittleren Reihe: L. Koek, J. Hemme und H. Briiggemann. In der unteren Reihe: W. Eberhard und H. Itterbeek. Beide Vereine vereinigten sich später in dem unten abgebildeten Musikverein, der zunächst bei Sündrup, dann bei Sickermann und zuletzt bei Albersmeier übte. Auf seinem Programm standen nicht nur Familienfeste, er trat auch einmal erfolgreich bei einer Großveranstaltung in Düsseldorf auf. Man erkennt oben von links nach rechts: Dr. Hatger, Ocker, v.d. Kamp, Hinken, Schiebener, Stülen, Briiggemann, Niewerd, Temme, van Dorsten, Tharner und Nijhuis. Unten:

Temme, ten Brink, Puring, Hammer und Köppen.

73. Dieses Bild ist um die Jahrhundertwende oder bald danach entstanden. Dieser Kegelklub nannte sich 'Gut Holz' und spielte im Gasthof Mecklenburg (später 'Onkel Hans'). Da die Kegelbahn im Frien lag, konnte hier nur im Sommer gekegelt werden. Die Kegler halten auf diesem Bild ein Bierglas in der Hand, wohl um zu zeigen, daß man sich an den Ubungsabenden einen kühlen Trunk genehmigte. Leider konnten noch nicht alle hier abgebildeten Personen identifiziert werden. Bisher wurden erkannt, obere Reihe von links nach rechts: Riel, unbekannt, Bangen, unbekannt, Weustink, Hilbrink und ein Unbekannter .. Mittlere Reihe von links nach rechts: unbekannt, Friedrich Pötters, Harmelink, Anton Meyer, unbekannt, unbekannt. Vor ihnen, liegend: links Anton Pötters und rechts Hermann Pötters.

74. Während des Ersten Weltkrieges gingen verschiedene Kegelvereine ein. Nach dem Kriege lebte die alte Tradition wieder auf. Neue Kegelklubs bildeten sich, die sich zum Teil aus den Mitgliedern der früheren Klubs rekrutierten und bei Albersmeier kegelten. So entstand auch der Kegelklub 'Gut Holz 1924'. Dieser aber hat, wie erzählt wird, auch in der Gastwirtschaft Weckenbrock Kegelabende veranstaltet. Ältere Neuenhäuser glauben auf diesem Bild folgende Personen zu erkennen (von links nach rechts): 1. D. Schomaker, 3. Oortmann, 5. Hilbrink, 9. Bernh. Holle (Lavarre) und ganz rechts den Gerichtsvollzieher Sündermann, der wohl Vorsitzender des Klubs war.

75. Diese Aufnahme entstand vor dem Gasthof Richmering. Rechtsanwalt Ziek, der vor seinem Fortzug nach Hamburg im späteren Haus des Uhrmachers Claudi wohnte, widmete dieses Bild 1881 seinem 'Iieben Jagdgenossen Carl Brill'. Das Bild soll aus zwei Aufnahmen zusammengesetzt sein. Die Feststellung der abgebildeten Personen auf diesem 100 Jahre alten Foto war schwierig. Mit einiger Sicherheit wurden folgende Personen erkannt. Von links nach rechts: Ferdinand Lucas Harger, Justus Nijhuis, E. Geerligs, Hermann Harger, Lucas Ferdinand Harger, Carl Mecklenburg sen. und Rechtsanwalt Ziek. Unter den übrigen Personen, die nicht einwandfrei ermittelt werden konnten, waren der Forstmeister Carl Bril! und ein Besucher aus Dortmund.

76. Die bemerkenswerteste Gartenpforte von Neuenhaus stand früher am Eingang zum Pfarrgarten am Grünen Weg dort, wo sich heute das Haus Brinkmann befindet. Diese Aufnahme ist entstanden, als die Familie Venebrügge bereits den Garten besaß. Durch die Buchenhecke hindurch sieht man auf das kleine Häuschen, das Johannes Bernhard Theodorus Venebrügge in dem Garten errichtet hat. Die Pforte ist infolge Erb-gang nach Lingen verbracht worden. Die lateinische Inschrift lautet: Pax intrantibus, Salus exeuntibus 1656. Dieser mittelalterliche Spruch ist auch anderswo anzutreffen, so am alten Rathaus in Uelsen oder in Rothenburg ob der Tauber. Er lautet übersetzt: Friede den Eintretenden und Heil denen, die herausgehen. Und dieser Gruß gelte auch allen künftigen Besuchern unserer lieben Stadt.

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