Neuenkirchen in alten Ansichten Band 1

Neuenkirchen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinrich Fischer
Gemeente
:   Neuenkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1331-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenkirchen in alten Ansichten Band 1'

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39. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Friedhof zum Mühlenfeld verlegt worden. Da die Bevölkerungszahl im vorigen Jahrhundert ständig zunahm, wurde auch der Friedhof im Laufe der Zeit zu klein und mußte erweitert werden. Von der politischen Gemeinde wurde der Kirchengemeinde ein Teilstück des Mühlenfeldes hierfür zur Verfügung gestellt. Das Mühlenfeld lag tiefer als der Friedhof. Zur Auffüllung wurde ein Teil des Mühlenhügels abgetragen. Der dann noch fehlende Sand wurde vom naheliegenden Sandhook (Ahornstraße) in Loren herangefahren. Unser Bild, das 1931 aufgenommen wurde, zeigt das Teilstück des neuen Friedhofes mit der alten Mühle,

40. Das alte Friedhofskreuz ist sicher noch vielen Neuenkirchenern bekannt. Lange Jahre stand es in der Mitte des alten Friedhofs, durch Bäume geschützt und von Priestergräbern umgeben. Doch die Bäume konnten das Einwirken der Naturgewalten nicht verhindern, so daß das Kreuz im Laufe der Zeit verwitterte und schließlich durch ein anderes Kreuz ersetzt wurde. Das Bild des Friedhofskreuzes wurde oft und noch in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg für die Vorderseite der Totenbildehen verwandt.

41. Von allen Persönlichkeiten, die das Leben unserer Großeltern in der Gemeinde nachhaltig beeinflußten, seien drei genannt:

1. Sanitätsrat Dr. med. Franz Ficker (25. Januar 1860-6. August 1944). Er war über fünfzig Jahre als 'Landarzt' in Neuenkirchen tätig und oft Tag und Nacht zu Fuß, mit dern Fahrrad oder mit dem Jagdwagen unterwegs. Ihm waren die leiblichen und seelischen Nöte der Einwohner bekannt und er half auch vielen Bürgern, die in materieller Not waren.

2. Pfarrer Bernhard Bette wirkte vorn 3. Mai 1893 bis zum 7. Aprill923 in Neuenkirchen und war ein unermüdlicher Seelsorger für seine Pfarrgemeinde. Er war es auch, der sich energisch und tatkräftig für den Bau der neuen Kirche einsetzte.

3. Hauptlehrer Friedrich Bülten karn 1879 nach Neuenkirchen und war bis 1920 Leiter der Volksschule. Über vierzig Jahre hat er sich zielbewußt und streng für die Erziehung der Jugend eingesetzt, Ihm zu Ehren wurde eine Straße 'Friedrich-Bülten-Straße' benannt.

42. Über die Beweggründe, die zum Bau der Kluse führten, liegen uns keine genauen Berichte vor. Nach alten mündlichen Uberlieferungen soll an dieser Stelle die erste Kirche gestanden haben. Einer Sage zufolge sollen aus Frankreich gef1üchtete Katholiken die Kluse aus Dankbarkeit gestiftet haben. Nach einer anderen Sage hat ein schwerverwundeter Offizier vor vielen Jahren zwischen Rheine und Bentheim einen Geldschatz vergraben. Tatsächlich fanden drei Arbeiter beim Chausseebau (1840-1850) hier einen Geldschatz. In den fünfziger Jahren mußte die Kluse dem Ausbau der Rheiner Straße weichen; sie wurde einige Meter zurück in ähnlicher Form neu errichtet.

43. Am 2. Mai 1921 bestimmte Frau Maria Mühren, geborene Kerstiens, daß sie ihren gesamten Nachlaß der Kirchengemeinde als Stiftung zur Verfügung stellen würde. Sie kam damit dem Wunsch ihres verstorbenen Mannes, Franz Mühren, nach. In der Stiftungsurkunde verfügte sie, daß die Stiftung den Namen 'Antoniusstift' zum Andenken an ihren verstorbenen Sohn Antonius führen solle. Zweck der Stiftung sei, Errichtung einer Kinderbewahrschule, einer Handarbeitsschule und eines Heims für unverheiratete Arbeiterinnen, Frau Mühren starb am 10. April 1929. Nach einigen baulichen Veränderungen konnten die Vorsehungsschwestern am 3. Juni 1930 in das Antoniusstift urnziehen. Im Laufe der Jahre wurde mehrmals umgebaut, zuletzt im Jahre 1966, als das mehrstöckige Altersheim mit zweiundvierzig Betten angegliedert wurde. Das Bild wurde 1931 aufgenommen.

Neuenkirchen ßez. Münster i Weslf.

Eingang IOn Rheine.

44. Diese Postkarte zeigt uns das letzte Teilstück der Rheiner Straße in Richtung Ortsmitte, Links liegt das Haus Heinz Frieling. Diese Besitzung wurde vor einigen Jahren von der Gemeinde übernommen, das Haus abgebrochen und das Grundstück durch Grünanlagen mit Ruhebänken und so weiter umgestaltet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Einfriedigungsmauer vorn rechts gehört zur Besitzung Evers. Im Hintergrund sind die Türme der St. Anna-Pfarrkirche zu erkennen.

45. Die Hauptstraße verläuft quer durch die Ortsrnitte. 1958 wurde das Teilstück von der Gaststätte Lorenbeck bis Frau Maria Hecking in 'Alphons-Hecking-Platz' umbenannt. Im Bild steht vorn links das alte Frieling'sche Kreuz, dann folgen die Häuser Werner Fricling, heute Robert Frieling, rechts die Kolonialwarenhandlung Brink, der Konsum (Jörling) und die Gaststätte Jörling. Das Geschäftshaus Brink wurde inzwischen mehrmals umgebaut und erweitert. Das Bild wurde in den zwanziger Jahren aufgenommen.

46. Die Geschichte des Männergesangvereins geht bis ins vorige Jahrhundert zurück. Unter der Leitung von Hauptlehrer Bülten fand sich eine Anzahl Männer zu einer Singgemeinschaft zusammen. Weitere Dirigenten waren die Lehrer Wetschenwa1d und Heithoff. Schriftliche Unterlagen liegen hierüber nicht vor. Dann erlosch das Vereinsleben allmählich, bis es im Jahre 1912 zu einer offiziellen Neugründung kam. Erster Dirigent wurde Kar1 Steingröver, der im Ersten Weltkrieg fiel. Sein Nachfolger wurde im Jahre 1919 Franz Rohling, der den Männerchor bis 1950 dirigierte. Das Foto zeigt die Mitglieder des Jubiläumsjahres 1962.

47. Im November 1868 schenkte Franz Wolters, zuletzt Pfarrer an der Überwasserkirche in Münster, der Kirchengemeinde sein Elternhaus mit der Auflage, dort ein Krankenhaus unter der Leitung katholischer Schwestern einzurichten. Das unter der Führung von Pfarrer Mense gegründete Kuratoriurn beschloß dann ein Krankenhaus zu bauen. Am 14. Dezember 1869 übernahrnen zwei Schwestern der Genossenschaft des heiligen Franziskus das Krankenhaus mit siebzehn Betten. Erweiterungen erfolgten in den Jahren 1907-1908 und 1958 und die Bettenzahl wurde auf fünfundneunzig erhöht, Wegen Nachwuchsmangel wurden die Ordensschwestern nach über 100jähriger Tätigkeit am 1. Oktober 1972 abberufen. Vor einigen Jahren wurde das Krankenhaus modernisiert und im linken Flügel zwei Arztpraxen eingerichtet, dafür aber die Bettenzahl entsprechend reduziert.

48. Bei dem Geburtshaus des Kommerzienrats Kaiser handelt es sich um eines der typischen Ackerbürgerhäuser, wie sie früher überall in Neuenkirchen anzutreffen waren. Das Haus befindet sich heute im Besitz der Familie Josef Cosse und wurde inzwischen mehrmals umgebaut. Die Familie Kaiser zog nach Viersen. Josef Kaiser machte sich spater selbständig und gründete das Unternehmen 'Kaiser's Kaffeegeschäft'. Er gilt in Deutschland als der Unternehmer, der als einer der ersten die LebensmittelFilialketten eingerichtet hat. Nach Josef Kaiser wurde der Weg vom Westfalenring zum Hasenhügel 'Kaisersweg' benannt.

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