Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Fischer
Gemeente
:   Neuenkirchen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6748-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Neuenkirchen in alten Ansichten Band 3'

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Einleitung

Die ersten schriftlichen Hinweise auf die Namen der heutigen Bauerschaften stammen aus einer Urkunde des Bischofs Sigfrid von Münster (1022-1032). In dieser Urkunde bestätigt er die Stiftung der edlen Frau Reimodis und ihrerTochter Vrederuna von sieben Kirchen. Frau Reimodis besaß in Bentlage und Umgebung große Güter, Liegenschaften und Nutzungsrechte. Sie ließ deshalb in Bentlage eine Kirche errichten, die der Gertrudis geweiht war. Der Kirche wurde auch ein Pfarrbezirk zugeteilt. Dazu gehörten die Bauerschaften Uffenheim, Snedwinkila, Harhem, Suthem und Landrikashem. Da aber der Ptarrer von Rheine mit der Abtrennung der Bauerschaften nicht einverstanden war und Einspruch erhob, schlug diese Abpfarrung fehl. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wandten sich die damaligen Einwohner wegen der schlechten Wegeverhältnisse an den Bischof mit der Bitte, in Snedwinkila eine eigene Kirche bauen zu dürfen. Mit der Gründungsurkunde vom 7. [anuar 1247 wurde die Genehmigung erteilt. In einer Urkunde von 1250 wird die Kirche mit "parochia snedwinkila'' bezeichnet. 1268 heißt es aber bereits "parochia nova ecclesia" oder Nyenkerken.

Die Landwirte und die Heuer- und Köttersleute lebten damals fast nur von der Landwirtschaft. In den Wintermonaten wurde der geerntete Flachs versponnen und verwebt. Nach und nach gingen die Weber dazu über, nicht nur für den eigenen Bedarf zu weben; sie webten in ihrer Freizeit noch mehr Leinen und verkauften es an die Leinenhändler. Im 18. Jahrhundert gab es bereits Männer die das berufsmäßig ganzjährig ausübten. In dem Mitgliederverzeichnis der Westfälischen "Boos" (Bruder-

schaft, Unterstützung bei Krankheit und Not.) der Stadt Harlem/Holland des [ahres 1720 sind sieben Weber aus Neuenkirchen aufgeführt.

In den ersten [ahren des 19. Jahrhunderts nahm die Zahl der Neuenkirchener Leinenhändler immer mehr zu. Wie aus dem Westfalenlexikon, dass 1832 erschien, zu lesen ist, waren immerhin zu der Zeit 44 Leinenhändler ständig im Frühjahr und Sommer nach Holland unterwegs. Mittlerweile wurden immer mehr Baumwollgarne nach Deutschland importiert. Die Hausweber benutzten das Baumwollgarn als Schussgarn. Später wurden den Webern auch die Baumwollketten von den Händlern angeliefert. Dadurch ging die Produktion des Leinens immer mehr zurück, die Leinenhändler mussten deshalb nach und nach ihren Beruf aufgeben. Der letzte Leinenhändler meldete sein Gewerbe 1853 ab.

Einige Händler, die bisher große Umsätze tätigen konnten, bauten ihr Geschäft weiter aus. Sie kauften Webstühle und beschäftigten die Weber das ganze [ahr hindurch. So kam es von den Packenträgern zur N euenkirchener Textilindustrie.

Bedanken möchte ich mich bei allen Heimafreunden, die mir Fotos und alte Postkarten zur Verfügung gestellt haben

Benutzte Literatur Gemeindearchiv

Fotos und Repros Albers, August 1

Altenhülsing, Bernhard 22,55 Brunster, Werner 52, 53

Evers, Maria 25,29,31,34,40,71 Fischer, Ludger 75

Günther, Gerd 56

Heisterborg, Rudi 32

Heuermann, Stefan 2, 48

Hüske, Heinrich 45,58,66

Keizer, Franz 6,27,30,35,43 Kelle, Albert 8

Klumps 65

Krükkert, Erich 7

Kruse/Schmidt 1 0, 41 Lammersdorf 3 8

Lauscher, W 33

Löchte, Hermann 5, 15, 17, 18, 19,26,44,49,62,63,76 Mühren 60

Negwer 21, 54, 69

Pilgrim, Willy 9

Roeloffzen 57

Schützenverein Landersum 73 Tönnissen, Erich 59 Varelmann, Laurenz 28

Westf. Amt f. Denkmalpflege 24, 64

1. Früher gab es an der Wettringer Straße, hinter der Molkerei Naarmann beginnend, zeitweise 5 -6 Kiesgruben. Außerdem waren auch in Neuenkirchen-Land Kiesgruben vorhanden. Ursprünglich wurden die Loren manuell mit der Schaufel beladen und anschließend durch ein pferd auf eine Rampe gezogen, die sich in der Nähe der Straße befand. Durch den Kippvorgang wurden dann die Fuhrwerke beladen. Unser Bild zeigt uns die Verladerampe van August Albers mit einigen gefüllten Loren. Das Foto wurde im Iahre 1930 aufgenommen. Später kam dann die Kiesgewinnung durch den Einsatz von Baggern auf So entstanden in unserer Gemeinde einige sogenannte Baggerseen.

2. Das Naturfreibad ist im Jahre 1952 errichtet worden. Durch das rasche Ansteigen des Grundwasserspiegels einige Jahre später, konnte das Bad nicht mehr voll benutzt werden. Der Gemeinderat beschloss in den Jahren 1964/65 eine vergrößerte Anlage zu bauen, die den damaligen aktuellen Vorstellungen entsprach. Zu Beginn der Badesaison 1966 konnte das neue Freibad eröffnetwerden. Das Freibad umfasst eine Gesamtfläche von 3 0000 qm. Die Umkleideräume und das Bad mit den Nebenanlagen sind so eingerichtet worden, dass sie einen täglichen Besucherandrang von 5 000 Badegästen bewältigen können.

3. Im Jahre 192 9 wurde der Sportverein DJK Spielverein 192 9 gegründet. Der erste Sportplatz ist bei der Molkerei Naarmann aufBückers Grundstück gebaut worden. Da aber die Größe nicht ganz den Vorschriften entsprach, musste auf dem Herbringsehen Grundstück ein neuer Sportplatz gebaut werden. Gleichzeitig wurden dort Umkleide- und Waschräume errichtet. 1934 zeigte sich, dass man über zu wenig aktive Sportler verfügte. Es wurde deshalb beschlossen den Verein aufzulösen und sich dem Sportverein Spiel und Sport 09 anzuschließen. Unser Foto zeigt die erste Seniorenmannschaft des DJK. Leider sind nicht alle Personen bekannt. Mitgewirkt haben aber unter anderen die Brüder Kreimer und Dinkhoff, ]. Adick, A. Klein und Felix Engbers.

4. Im Jahre 1903 wurde die Molkerei an der Wettringer Straße von Theodor Naarmann gegründet, die Firma Naarmann bestand somit im September 2003 hundertjahre. Anfangs wurde die Milch durch pferdefuhrwerke angeliefert. Unser Foto zeigt Bernhard Kollenberg mit pferd und Wagen. Das Bild wurde vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aufgenommen. In sehr kalten Wintern zwischen 192 0 bis 1938 kam es auch vor, dass die Milchkannen mit pferd und Schlitten abgeholt wurden.

5. Ursprünglich wurde die Schenkwirtschaft an der Wettringer Straße vom Bauunternehmer August Müther gebaut und am 25 .August 1886 eröffnet. August Müther verkaufte die Schenkwirtschaft am 21. Februar 1901 an Clemens Kuhnt. Kuhnt ließ das Gelände rund um das Gebäude zu einer Gartenwirtschaft umgestalten (Teich, Springbrunnen, Grotten USw.). Hier feierten der Offlumer Schützenverein und die Bürgerschützen viele Jahre ihre Schützenfeste. Das hatte zur Folge, dass die Gartenwirtschaft bald nur noch als "Schützenhof" bezeichnet wurde. Das Bild stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1938. Später wurde der Schützenhof zu einem Hotel umgebaut. Besitzer des Parkhotels ist heute die Familie Wilmink.

6. Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges lebten die Schützenvereine nur langsam wieder auf Erst im Jahre 1947 war man soweit, dass wieder Schützenfeste gefeiert werden durften. Verboten war allerdings beim Vogelschießen Schusswaffen zu benutzen. Man behalf sich dann mit einer hölzernen Armbrust. Auch gab es zu dieser Zeit keinen Schnaps oder echtes Bier. Wer Mitglied des Köningsbundes werden wollte, musste eine Flasche selbst gebrannten Kornschnaps oder Kartoffelschnaps spendieren. Das Bild zeigt uns wie die Offlumer mit der Armbrust versuchen den Vogel abzuschießen.

7. Im Jahre 1852 oder 1853 kaufte die Familie RauBen das alte Heuerhaus von dem Baurern Johannink. In den Jahren 1907 oder 1908 ging das Haus dann in den Besitz der Familie Dehmer über. Der Bauer Johannink gehörte mit zu den ältesten Ansiedlern der Bauerschaft Offlum. Sein Name wird bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. Unser Foto zeigt uns die gesamte Familie RauBen in sonntäglicher Kleidung.

8. Den älteren Bürgern ist der "Lange Jammer" noch bekannt. Die beiden Doppelhäuser standen an der rechten Seite der Wettringer Straße in Richtung Maxhafen, hinter der Kreuzung Wettringer Straße/Westfalenring. Das Bauholz für die beiden Häuser stammt nach mündlicher Überlieferung von Bleichhäusern aus Leer bei Burgsteinfurt. Auf dem Grundstück befand sich vorher eine pferdestall des Schmiedemeisters Joseph Zurloh (heute Adick, Hauptstraße 31). Rechts ist ein Teilstück des Doppelhauses von Georg Bröker zu erkennen, das am 13.Juli 1930 abbrannte. Links befindet sich das Haus der Familie Kelle, das nach Errichtung eines Neubaus im Garten abgebrochen wurde.

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